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Johann Sebastian Bach

 

Im Jahre 1015 verewigte Bischof Thietmar von Merseburg den Ort »urbe libzi« in seiner Chronik. Das Millennium der urkundlichen Ersterwähnung Leipzigs feiert das Bachfest mit. Anlässlich des Festgottesdienstes zur Wahl des Stadtrates entstand Ende August 1723 die Kantate »Preise, Jerusalem, den Herrn«, aus deren Libretto wir das Motto für das Bachfest 2015 entlehnt haben. Mit einem Loblied auf die »liebe Stadt« bezieht sich Johann Sebastian Bachs Textdichter nicht allein auf die »Heilige Stadt«; in feinsinniger Doppeldeutigkeit meint er auch den Hoheitsbereich und die Regierungsverantwortung der neuen, von Gott eingesetzten Obrigkeit.

Das Programm des Bachfestes 2015 wird auf vielfältige Weise von musikalischen Werken geprägt, die in der »lieben Stadt« entstanden oder mit ihrem stets pulsierenden Musikleben unmittelbar verbunden sind. Der Thomanerchor und das Gewandhausorchester, Thomaskantor Georg Christoph Biller, der Präsident des Bach-Archivs, Sir John Eliot Gardiner, und Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly freuen sich als Gastgeber auf exzellente Musiker und Ensembles aus dem In- und Ausland: das Collegium Vocale Gent unter Philippe Herreweghe, Masaaki Suzuki und die Absolventen der Royal Academy of Music London und der Juilliard School New York, die von Hans-Christoph Rademann geleitete Gächinger Kantorei sowie unser Ensemble in residence, das Collegium 1704 unter der Leitung von Václav Luks, und viele andere.

2015 feiert die Leipziger Nikolaikirche ihr 850-jähriges Bestehen. Anlass genug, das Eröffnungskonzert mit dem Thomanerchor dort stattfinden zu lassen, wo auch die Ratswahlkantate »Preise, Jerusalem, den Herrn« unter Bachs Leitung einst uraufgeführt worden ist. Wir präsentieren sie Ihnen, liebe Freunde und Gäste, auch als ein Loblied auf unsere »herrliche«, »liebe Stadt« und zur Einstimmung auf ein vielversprechendes Bachfest Leipzig 2015.