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UU_bronzezeitliche_Pfahlbauten-1.jpgAusflugsziel

Knapp zwei Dutzend auf Pfählen stehende Häuser vermitteln den Besuchern im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen einen guten Eindruck über das raue Leben unserer Vorfahren in der Stein- und Frühzeit. Auch auf dem Freigelände des Federseemuseums in Bad Buchau sind ähnliche Hütten aufgebaut, die allerdings nicht im Wasser, sondern im Moorboden gründen.

Prähistorische Pfahlbauten gehören zu den wichtigsten archäologischen Quellen der frühen Menschheitsgeschichte zwischen 5.000 und 500 vor Christus. Die Fundstätten liegen unter Luftabschluss im Flachwasserbereich der Alpenrandseen, an Flussufern oder in Moorgebieten. Der außerordentliche Fundreichtum der Pfahlbauten und die hervorragenden Erhaltungsbedingungen für organische Materialien wie Holz, Textilien und Pflanzenreste ermöglichen faszinierende Einblicke in die Welt der frühen Bauern Europas.

In Deutschland stehen 18 Fundstellen unter dem Schutz der UNESCO – davon liegen drei in Bayern und 15 in Baden-Württemberg. Sie befinden sich in der Flachwasserzone des Bodensees, des Starnberger Sees, aber auch in den Verlandungsgebieten des Federsees, in Kleinseen und Mooren Oberschwabens und in Flusstälern.

Das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen bietet spannende Angebote für Familien und Kinder. Bei Führungen erfahren die Besucher, wie die früheste Epoche der Menschheitsgeschichte „tickte“. Der Besuch ist immer mit einer Führung verbunden. Sie startet im ARCHAEORAMA, das in ca. 12 Minuten zeigt, wie es auf dem Grund des Bodensees aussieht und wie Taucher dort in den originalen Pfahlbauten arbeiten.

Die anschließende Führung geht durch ausgewählte Häuser in den rekonstruierten Pfahlbaudörfern der Jungsteinzeit und der Bronzezeit.

Mehr Infos unter www.pfahlbauten.de