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Nazareth_02-12-15.jpgGlühwein im Heiligen Land 

Kein anderes Land der Welt ist mit dem christlichen Weihnachtsfest so eng verbunden wie das Heilige Land. Jährlich zieht es daher Zehntausende Besucher aus der ganzen Welt an den Feiertagen zu den Stationen Jesu im Heiligen Land.

Für Weihnachtsmarkt-Liebhaber

Weihnachtsmärkte sind eine eher neue Sache in Israel – vor allem für Souvenir-Liebhaber sind die israelischen Antworten auf den Christkindlesmarkt aber mittlerweile ein Muss. In Nazareth zum Beispiel findet seit 2010 ein Weihnachtsmarkt statt, dieses Jahr vom 20. bis zum 30. Dezember. An den zahlreichen Ständen finden sich vor allem religiöse Mitbringsel von stillvollem, kunstfertigem Handwerk bis hin zu buntem Kitsch. Neben Kunsthandwerksprodukten und kulinarischen Angeboten aus der Region gibt es ein Bühnenprogramm mit lokalen Musikern und Bands – und auch der Weihnachtsmann kommt natürlich vorbei. Weitere Informationen unter www.nazarethinfo.org

Für Aktive und Pilger

Von Jerusalem nach Bethlehem sind es nur rund 15 Minuten mit dem Auto. Pilger und wanderfreudige Israel-Besucher können die Strecke auch laufen und damit auf den Spuren der Benediktiner von der Dormitio-Abtei wandeln. Die Mönche ziehen alljährlich in der Heiligen Nacht schweigend, betend und kontemplierend vom Zionsberg in Jerusalem bis zur Geburtskirche, auch Gäste sind willkommen. Weitere Informationen zur Abtei unter www.dormitio.net

Beschaulicher als an den „Hotspots“ der Weihnachtsgeschichte geht es an den Feiertagen in der Gegend um den See Genezareth zu. Im Westen des Gewässers führt seit 2011 der „Gospel Trail“ in vier bis fünf Tagen vom „Berg des Abgrunds“ nahe Nazareth bis zu Jesu‘ Wirkungsstätte Kapernaum am Westufer des Sees. Weitere Informationen unter http://holyland-pilgrimage.org

Für Gläubige

Zum klassischen Weihnachtsprogramm im Heiligen Land gehört ein Besuch in Jerusalem: Entlang der Via Dolorosa folgen Gläubige den 14 Leidensstationen der Passion Christi bis zur Grabeskirche, wo am Weihnachtsabend die Mitternachtsmesse stattfindet. Nach christlicher Überlieferung wurde Jesus nach seiner Verurteilung durch die Römer auf demselben Weg bis zur Kreuzigungsstätte geführt. In der Christuskirche am Jaffa-Tor können Besucher am 24. Dezember gemeinsam bei einer Messe Weihnachtslieder singen. Weitere Informationen gibt es unter www.itraveljerusalem.com/events/christmas-in-jerusalem/

In Nazareth gibt es einen Weihnachtsumzug, gefolgt von einem Feuerwerk und der Mitternachtsmette in der Verkündigungsbasilika. Außerdem gibt es die Möglichkeit, von Jerusalem aus die Geburtskirche in Bethlehem zu besuchen, wo über die Feiertage zahlreiche Messen stattfinden. Weitere allgemeine Informationen für gläubige Besucher gibt es unter http://holyland-pilgrimage.org

Der „Feiertag der Feiertage“: Das einzigartige Festival „Hag Hagim“ findet alljährlich an jedem Dezember-Wochenende in Haifa statt. Hier wird einen Monat lang ein interkonfessionelles Fest nach christlichen, jüdischen und muslimischen Traditionen gefeiert, das das friedliche Miteinander der drei Weltreligionen in den Mittelpunkt stellt. Neben Kunst, Kultur und Musik gibt es hier Schokoladenweihnachtsmänner, Chanukka-Krapfen und traditionelle arabische Süßigkeiten. www.visit-haifa.org

Für Sonnenanbeter

Weihnachten im Heiligen Land, aber gar nicht winterlich: In Eilat können Urlauber die Festtage unter Palmen feiern. Der Badeort liegt ganz im Süden des Landes am Ufer des Roten Meeres und ist mit ganzjährig warmen Temperaturen und rund 360 Sonnentagen im Jahr ein beliebtes Ziel zum Baden, Sonnen und Tauchen. Auch andere Wassersportarten wie Segeln oder Delphintouren werden angeboten. Manche Hotels und Restaurants legen besondere Weihnachtsangebote auf. Auch in Tel Aviv kann man im Dezember noch baden: An den zehn Mittelmeerstränden der Stadt ist es zwar weniger warm als im Süden Israels, die Temperaturen steigen im Dezember aber auch in der Partyhauptstadt des Landes locker auf über 20 Grad. Weitere Informationen auf www.redseaeilat.com und www.visit-tel-aviv.com

Für Genießer

Mit Datteln gefüllte Kekse statt Christstollen, Lamm statt Weihnachtsgans: Das Weihnachtsessen der Christen in Israel fällt traditionell orientalischer aus als bei uns. Mamoul zum Beispiel ist ein arabisches, mit Dattelpaste gefülltes und mit Rosenwasser aromatisiertes Gebäck, das zu Weihnachten Besuchern gereicht wird. Zum Festmahl am ersten Weihnachtsfeiertag gehören oft Qidreh – mit Reis in einem Holzofen gekochtes Lamm – oder Malfouf, eine Art Kohl-Roulade mit einer Füllung aus Reis und Hackfleisch. Einige Restaurants in Tel Aviv und Jerusalem bieten besondere Weihnachts-Menüs für Gäste an.

Weitere Informationen und Angebote zum Reiseland Israel gibt es unter www.goisrael.de