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C_Pixabay_1.jpgAuf den fahrenden Zug aufspringen

Manchmal ist es so: alles andere war wichtiger. Und bis zum Urlaub ist ja noch soooo viel Zeit. Doch dann ist der letzte Arbeitstag – und nichts ist mit Urlaub. Denn die Planungen wurden immer wieder verschoben, weil das Shopping mit der Freundin wichtiger war oder das Basketballspiel mit den Kumpels im Park. Wat nun? Da bleibt nur noch zu schauen, was an Reisemöglichkeiten „liegen geblieben“ ist. Denn die Nachfrage zu den Hauptreisezeiten ist immer riesig groß. Da werden die Gesichter lang. Jetzt hilft dann nur noch sozusagen „auf den fahrenden Zug zu springen“. Doch was ist eigentlich das Bedeutsame für deutsche Urlauber?

Denn der Urlaub hat eine ziemlich große Bedeutung für die arbeitende (und nicht arbeitende) Bevölkerung unserer Republik. Denn wir Deutschen fühlen uns im Urlaub schnell entspannt: Diese Entspannung hält auch nach dem Urlaub noch an und am glücklichsten machen die Deutschen ein bis zwei längere Urlaube in Kombination mit einigen Kurztrips über das Jahr verteilt. Das hat eine großangelegte europaweite Umfrage ergeben. Dazu wurden europaweit 14.000 Studienteilnehmer in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Irland und den Niederlanden zu wichtigen Faktoren zum Urlaubsglück befragt. Das Marktforschungsunternehmen OnePoll wurde mit der Umfrage beauftragt.

Mehrwöchige Urlaube, Sehenswürdigkeiten und beeindruckende Landschaften

Die überwiegende Meinung der Deutschen: Für das bestmöglich anhaltende Glücksgefühl verteilen sie am liebsten einige mehrwöchige Urlaube gleichmäßig über das Jahr und peppen den Alltag mit einer Reihe von Wochenendreisen auf. Die Kombination gaben etwa 44 Prozent der Befragten hierzulande als das gängige Urlaubs-Glücksrezept an. So sehen das auch unsere europäischen Nachbarn.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Wahl der Reiseziele unter die Lupe genommen. Am wichtigsten waren für knapp 47 Prozent beeindruckende Landschaften oder Sehenswürdigkeiten. Mit etwa 42 Prozent wurde eine entspannte Atmosphäre ebenfalls überaus häufig genannt. Für rund 40 Prozent der Reisenden spielt gutes Wetter eine tragende Rolle für das Gefühl eines gelungenen Urlaubs. Für die befragten Italiener spielt das Wetter keine so große Rolle (24 Prozent). Aber dafür wurde die kulturelle Vielfalt von 34 Prozent als besonders wichtiges Kriterium genannt.

Deutsche Urlauber fühlen sich schnell entspannt

Schon früh lassen die Deutschen schlagartig los und fühlen sich durch und durch entspannt. Bei 59 Prozent ist das spätestens am ersten Urlaubstag der Fall. Bei etwa einem Drittel setzt das Wohlgefühl am Tag der Anreise oder am ersten Urlaubstag ein. Bei gut zehn Prozent setzt das Glückshoch schon am Tag davor ein – bei weiteren zehn Prozent setzt das „Urlaubs-Feeling“ sogar schon zum Zeitpunkt der Buchung ein. Bei den Franzosen und Italienern ist das sogar bei 15 Prozent der Fall. Bei den anderen Ländern Europas wurde der Anreisetag als Startpunkt des Hochgefühls mit 23 Prozent am häufigsten genannt.

Deutsche haben länger etwas vom Urlaub

Wer reist, erhofft sich nicht nur während des Urlaubs Entspannung, sondern auch noch danach. Bei knapp 18 Prozent der Deutschen prallt der Alltagsstress noch rund eine Woche nach dem Urlaub ab. Bei rund 17 Prozent hält die Entspannung nur ein bis zwei Tage. Bei fast 15 Prozent währt das Glücksgefühl allerdings mehrere Wochen. Am längsten hält das Stimmungshoch bei den Niederländern an. Von ihnen geben etwa 14 Prozent an, dass das Gefühl noch länger als ein paar Wochen präsent ist. Anders ist es bei den Briten: Nach nur ein bis zwei Tagen fällt bei über 20 Prozent der Glückspegel schon wieder deutlich ab.

Im Urlaub Neues lernen und aus dem Hamsterrad ausbrechen

Reisen macht die Deutschen nicht nur glücklich (41 Prozent), sondern fördert laut 37 Prozent der Befragten auch die Kreativität. Am meisten schätzen die Deutschen aber die neuen Erfahrungen und Eindrücke, die sie auf Reisen sammeln (43 Prozent). Diese Ansicht teilen unsere europäischen Nachbarn ebenfalls: Besonders die Spanier und Iren setzen auf den Lerneffekt beim Reisen.

Was die Deutschen glücklich macht

Das moderne Leben ist voller endloser Ablenkungen, so dass die Menschen viel Zeit mit Dingen verschwenden, die eigentlich keine Rolle spielen und sie nicht glücklich machen. Reisen lässt einen aus den Gewohnheiten ausbrechen und das tun, was am glücklichsten macht: Zeit mit den Menschen verbringen, die man liebt (61 Prozent), entspannen (33 Prozent) und zu Orten reisen, die man nie zuvor besucht hat (24 Prozent). Dies sind auch die drei am häufigsten genannten „Glücklichmacher“, die von den befragten Deutschen genannt wurden. Im europäischen Vergleich wird der Urlaub von noch mehr Menschen als wichtiger Happy-Faktor identifiziert und wurde im Schnitt von 32 Prozent genannt. In Spanien liegt der Wert sogar bei 42 Prozent.

Juli ist der Glücksmonat der Deutschen

Befragt nach den Monaten, die ihnen am meisten Glücksgefühle bescheren, entpuppen sich die Deutschen als echte Sommerfans. Mit 16 Prozent nannten die Befragten den Juli am häufigsten – gefolgt von August und Mai. Die meisten Europäer sehen das ähnlich, allerdings wird von Engländern, Franzosen und Italienern statt dem Wonnemonat Mai der Juni am häufigsten genannt. Einen deutlichen Unterschied stellte das Portal jedoch für Irland und Spanien fest. Dort wurde der Dezember überdurchschnittlich häufig als Monat für das größte Glücksgefühl genannt.