Story   Boulevard   Kultur   Sport   Reise   Bücher   Mobil   Familie   Geschenktipps   Archiv   

Sport_bei_Diabetes_25-11-18.jpgVorsorgeleistungen

Unser deutsches Gesundheitssystem hat einen weltweit anerkannten hohen Standard. An manchen Stellen wird durch immer bessere Untersuchungsmethoden vielleicht etwas zu viel des Guten getan. Doch das darf uns Bundesbürger nicht davon abhalten, durch Vorsorge Erkrankungen zu verhindern oder zu lindern. Denn manche Erkrankungen kann durch eine Anpassung des eigenen Verhaltens schon stark beeinflusst werden. Das kann zum Beispiel den Diabetes betreffen. In Deutschland waren im Jahr 2017 nach jüngsten Erhebungen 9,2 Prozent der Bevölkerung zuckerkrank. Mehr als 90 Prozent der betroffenen 7,6 Millionen Bürgerinnen und Bürger litten dabei unter Diabetes Typ 2. Um die Krankheit in Schach zu halten, kann aktiv etwas getan werden; bei Übergewicht abzunehmen und vor allem regelmäßig Sport zu treiben. So ist Diabetes mellitus zu einer Volkskrankheit geworden, bei der die Betroffenen sich nicht nur gesund ernähren, sondern auch möglichst regelmäßig körperlich bewegen sollten. Hier nur die Kondition zu stärken, gilt heute als überholt. Im Optimalfall treibt man neben Ausdauer- auch Kraftsport. Allerdings solle vorher unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden, um das richtige Maß zu finden.

Sport regelmäßig

Sport senke bei Patienten mit Typ-2-Diabetes nicht nur akut den Blutzuckerspiegel, sondern verbessere auch die Insulinempfindlichkeit der Zellen. Da dieser Effekt nach 48 Stunden wieder nachlasse, sei es wichtig, regelmäßig Sport zu treiben. Wer bei Diabetes mellitus pro Woche drei bis fünf Tage und mindestens 150 Minuten Ausdauersport treibt, sorgt für sich gut vor. Kraftsportsollte alle drei Tage ins Programm aufgenommen und alle großen Muskelgruppen betreffen. Dabei sei ein regelmäßiges und moderates Ausdauertraining besser, als sich einmal zu verausgaben.

Sport senkt Blutzuckerwert

Sowohl Kraft- als auch Ausdauersport habe positive Effekte bei Typ-2-Diabetikern. Kraftsport baut Bauchfett ab und kann den langfristigen Blutzuckerwert um bis zu 0,5 Prozent absenken. Ausdauertraining reduziere den Blutzucker noch stärker, und zwar um bis zu 0,7 Prozent. Das entspreche in etwa der Wirkung einer medikamentösen Therapie.

Sport bei Diabetes

Sport und Bewegung sind gesund – nicht nur, aber ganz besonders bei Diabetes. Hier finden Sie Tipps für Einsteiger und erfahren, wie Sport sich auf die Blutzuckerwerte auswirkt. Ein Mangel an Bewegung ist eine der Hauptursachen für einen Typ-2-Diabetes. Entsprechend wichtig ist es für Patienten mit diesem Diabetestyp, sich ausreichend zu bewegen. Körperliche Aktivität senkt nicht nur akut den Blutzuckerspiegel, sie verbessert auch die Insulinempfindlichkeit der Zellen. Unter Umständen benötigen Patienten dann weniger Medikamente und eine Therapie mit Insulin lässt sich aufschieben.

Sport ist auch zum Abnehmen hilfreich, was einen Typ-2-Diabetes zusätzlich bessern kann. Zum einen verbrennen körperlich aktive Menschen so zusätzliche Kalorien, zum anderen bauen sie Muskeln auf, die den Grundumsatz an Energie erhöhen, selbst wenn sie gar nicht aktiv sind. Insgesamt kann regelmäßige Bewegung bei Typ-2-Diabetes dazu beitragen, typische Folgen der Zuckerkrankheit wie Gefäßverkalkungen oder einen Herzinfarkt zu vermeiden.