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Wanderer-im-Harz_06-05-17.jpgTag des Wandern 

Der erste Tag des Wanderns fand am 14. Mai 2016 statt und hat bundesweit mehrere Tausend Menschen die Vorzüge des Wandern gezeigt. Auch die Auftaktveranstaltung in Berlin stieß auf große Resonanz. Alle im Bundestag vertretenen Parteien begrüßten den Tag als Möglichkeit, die unterschiedlichen Facetten des Wanderns einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Allein zu einer Wanderung im neuen Nationalpark Hunsrück Hochwald erschienen 140 Teilnehmer. Schon diese eine Wanderung machte deutlich, wie vielfältig Wandern sein kann. Während Saarwaldverein Heimat-und Kulturwart Eric Glansdorp die kulturhistorischen Besonderheiten am Wegesrand vorstellte, informierten die Nationalparkführer Sascha Becker und Norbert Hoff über die Aspekte Natur- und Umweltschutz. Bundesweit haben die unter dem Dach des Deutschen Wanderverbandes (DWV) organisierten Vereine und deren Partnerorganisationen in mehr als 220 Veranstaltungen nahezu sämtliche Aspekte des Wanderns aufgegriffen. Eine Reihe von Veranstaltungen seien dem DWV gar nicht gemeldet worden, so dass sogar von noch mehr Veranstaltungen auszugehen sei. Der Schwarzwaldverein in Lahr zeigte seinen Gästen, was bei der Wanderwegepflege zu beachten ist. In Deutschland sind jährlich 20.000 ehrenamtliche Wegezeichner 350.000 Stunden unterwegs und kümmern sich um etwa 200.000 Kilometer Wanderwege. Damit schaffen die Ehrenamtlichen die Grundlage für den wachsenden Wandertourismus. In der Nähe von Kassel gab es am 14. Mai eine Entdeckungstour mit dem DWV- Naturschutzwart. Über 30 Personen erfuhren zunächst etwas über ihre Umwelt und kamen dann beim gemütlichen Grillen ins Gespräch. Der Thüringer Gebirgs- und Wanderverein in Saalfeld bot am Tag des Wanderns Flüchtlingen an, ihnen während einer Wanderung ein Stück der neuen Heimat zu zeigen. Zusammen mit 20 syrischen, afghanischen und irakischen Migranten ging die Tour vom Saalfelder Stadtrand zu den Höhen des Thüringer Schiefergebirges. Am Ende hatten alle Beteiligten eine Menge voneinander erfahren und Familie Rafuri aus Afghanistan lud die Mitglieder des Wandervereins zum Tee in ihre Wohnung ein. Dort geht der Austausch demnächst weiter. Auch die Auftaktveranstaltung des Ausschusses für Tourismus des Deutschen Bundestages und des DWV zwei Tage zuvor in Berlin stieß auf großes Interesse. Gerne habe der Ausschuss deswegen die Botschafterrolle für den Tag übernommen. Auch die Gesundheit fördernde Wirkung sowie die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche, kamen während der Veranstaltung in den Blick. Die „Draußenschule“ Lichterfelde zeigte den Gästen der Veranstaltung während einer symbolischen Wanderung im Tiergarten, wie gut es sich in der Natur lernen lässt. Auch dieses Jahr wird am 14. Mai der Tag des Wanderns stattfinden. Dieser Tag wurde deshalb gewählt, da an diesem Tag im Jahr 1883 der Deutsche Wanderverband gegründet wurde. Weitere Informationen unter: www.tag-des-wanderns.de