Unser Eventsommer

Ob Musikfestival, Konzerte oder sonstige Veranstaltungen: Darauf haben wir uns schon lange gefreut. Eine Vielzahl von Erlebnissen konkurrieren um unsere Teilnahme. Doch die Veranstalter haben alles ohne uns als Gäste organisiert. Denn der Euro sitzt nicht mehr so locker wie früher hat luckx – das magazin recherchiert.

Evententdeckungen

Veranstalter sind immer noch der Meinung, sie müssten nur die Presse darüber informieren, dass sie eine tolle Veranstaltung organisiert haben. Okay, vielleicht war das vor hundert Jahren so. Doch das Leben hat sich „minimal“ geändert. Wer nicht in Media investiert hat es schwer. Denn die Konkurrenz ist groß. Da gehört neben einer Presseaussendung auch ein Anzeigenbudget in die Planung hinein. Und die Verlosung von Eintrittskarten ist ein alter Hut. Die Arbeit macht sich kein Medium mehr. Neben Musikfestivals und Konzerte sind wieder eine Vielzahl von Erlebnisangeboten um die Freizeitbudgets der Deutschen im Rennen. Von Pop-up-Events und Stadtfesten über Messen und Food-Festivals bis hin zu Gaming- und Popkultur-Conventions. Nach einer aktuellen Zielgruppenanalyse von YouGov haben bereits 17 Prozent der deutschen Verbraucher ein Konzert oder eine andere Live-Musikveranstaltung besucht, 15 Prozent eine Sportveranstaltung. Jeweils 10 Prozent besuchten nach eigenen Angaben kulinarische Feste/Weinfeste und Messen oder Ausstellungen. Insgesamt haben innerhalb der letzten zwölf Monate rund 45 Prozent der Deutschen mindestens ein Konzert besucht.

Ohne Internet und Social Media läuft nichts zur Event-Entdeckung

Von neuen Veranstaltungen erfahren Verbraucher heute vor allem in sozialen Medien: 64 Prozent der Befragten nennen Internet-Plattformen als ihre Informationsquelle. Werbung vor Ort und Mundpropaganda (jeweils 48 Prozent) sind die zweitwichtigsten Wege zur Event-Entdeckung. Jeweils rund zwei von fünf (39 und 40 Prozent) Befragten informieren sich außerdem über Online-Werbung und Nachrichten- oder andere Medienangebote. Rund jeder Fünfte (21 Prozent) nutzt E-Mail-Newsletter oder Abonnements. Die Bedeutung sozialer Medien endet jedoch nicht bei der Inspiration. Plattformen entwickeln sich zunehmend auch zu Vertriebskanälen für Tickets.

Die Mehrheit der Verbraucher bucht Tickets über die offizielle Website eines Veranstalters (53 Prozent). Häufig erfolgt von dort die Weiterleitung zu den Ticketplattformen der jeweiligen Erstverkaufspartner. Mehr als jeder vierte Verbraucher (26 Prozent) gehen den Weg über diese Ticketdienstleister direkt, etwa mittels Ticket-Apps. Durch Partnerschaften mit Social-Media-Plattformen entstehen aber auch alternative Vertriebswege. Da soziale Medien für viele Verbraucher bereits der wichtigste Kanal zur Event-Entdeckung sind, integrieren Plattformen zunehmend auch Ticketfunktionen.

Kooperationen

So bietet eine Plattform in Deutschland seit Ende 2023 eine native Einbindung von Ticket-Links in Videos und Künstlerprofilen an. Mitte 2024 schloss die Plattform die Kooperation auch mit weiteren Anbietern eine Kooperation ab. Während zwei Ticketanbieter vor allem große Stadionkonzerte, internationale Tourneen und Profisport abdecken, wird ein Anbieter vor allem für lokale Events von unabhängigen Anbietern genutzt, wie kleinere Kulturveranstaltungen, Comedy-Shows, Workshops oder Community-Treffen.

Ticketplattform Eventbrite insgesamt wenig bekannt

Laut Daten des Markenmonitors YouGov BrandIndex ist Eventbrite hierzulande insgesamt eher wenig verbreitet. Im Jahresdurchschnitt Juni 2025-2026 lag die Markenbekanntheit der Plattform (Awareness) bei 6,9 Prozent. Etwas mehr als 1 Prozent der deutschen Bevölkerung hatte Eventbrite im vergangenen Jahr im Relevant-Set (Consideration: 1,3 Prozent).

YouGov Profiles basiert auf einer kontinuierlich erhobenen Datenquelle aus fortlaufenden Online-Umfragen mit registrierten YouGov-Panelteilnehmern. Datensätze werden wöchentlich aktualisiert und umfassen jeweils 52 Wochen. Die Erhebung wird nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren. Ausgewerteter Datensatz vom 28. Juni 2026.