Wer sich heute Kinder wünscht, sollte dringend noch einmal in sich gehen. Ohne eine Viertelmillion auf dem Konto wird das nichts. Denn anscheinend kostet ein Kind soviel heutzutage. Doch das ist nicht alles, meint luckx – das magazin.
Nachwuchsförderung
Um es wiederholt zum Ausdruck zu bringen: luckx – das magazin geht es nicht ums Jammern. Dazu haben wir gar keine Zeit. In diesem Artikel handelt es auch um die Zukunft unseres Landes. Üblicherweise stellen wir in unseren Beiträgen und Berichten Freizeitaktivitäten vor, die Spaß machen sollen. Oder, die uns ein besseres, kostengünstigeres, schöneres Leben ermöglichen wie geringere Versicherungsprämien beim Auto. Darin sehen wir unsere Aufgabe. Über Politik zu berichten und zu bewerten, können andere viel besser als wir. Doch wir sehen eine Gefahr, dass unser bisher „schönes Leben“ unter die Räder kommen lässt, weil die Politik in Berlin gegen die Menschen in unserem schönen und erfolgreichen Land gemacht wird. Das ist die Rentenpolitik, wo Menschen lebenslänglich gearbeitet haben und nun am Hungertuch nagen. Das ist die Krankenversorgung, die gekürzt werden soll (und Sozialversicherungsvorstände weiterhin hunderttausende Euro nach Hause tragen dürfen). Und das Wesentliche: Unser Bildungssystem klagt nicht nur unter scheußliche Schultoiletten. Der demokratische Sektor unserer Republik darf nicht an der Klassenzimmertür enden. Lehrer müssen einen Leistungsnachweis erbringen, der sich nicht nur in den Schulnoten der Kinder äußert. Und: Die Ausbildung muss ausreichend finanziert werden durch Ausbildungsförderung, saubere und intakte Schulen und Hochschulen. Dazu gehört insbesondere das BaföG.
Kinder kosten
Unser Land braucht den Nachwuchs. Nicht für einen Krieg. Für einen wirtschaftlichen Wohlstand. Das der gesichert werden muss, steht außer Frage. Zuerst im Inneren. Deshalb müssen Eltern unterstützt werden. So betragen die monatliche Ausgaben für Kinder rund 950 Euro. Ohne staatliche Leistungen wie Kindergarten, Schule und Hochschule. So kostet ein Kind großzuziehen bis zum Studienabschluss rund 250.000 Euro. Steigende Lebenshaltungskosten, hohe Mieten und zusätzliche Ausgaben im jungen Erwachsenenalter summieren sich über die Jahre zu einer erheblichen finanziellen Belastung. Um Familien beim langfristigen Vermögensaufbau zu unterstützen und das Studium überhaupt zu finanzieren, müssen, solange es keine andere Regelung zur Kinderförderung gibt, finanzielle Anreize geschaffen werden. Steuererhöhung gehören nicht dazu. Mit zunehmendem Alter des Kindes steigen die Kosten deutlich: Für Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren belaufen sich die monatlichen Ausgaben inflationsbereinigt auf rund 1.180 Euro. Über 18 Jahre hinweg summieren sich allein die laufenden Kosten damit auf über 200.000 Euro. Hinzu kommen häufig weitere finanzielle Aufwendungen bei oder nach Volljährigkeit. Ein Führerschein kostet im Schnitt etwa 3.400 Euro. Ein Studium kann inklusive Miete und Lebenshaltungskosten mit rund 50.000 Euro zu Buche schlagen. Diese finanzielle Belastung spiegelt sich auch in der öffentlichen Wahrnehmung wider: In einer Insa-Umfrage stimmten 55 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass man sich in Deutschland keine Kinder mehr leisten könne.
Langfristig vorsorgen
Umso wichtiger ist es für Familien, frühzeitig vorzusorgen. Nur so kann man langfristig vom Zinseszinseffekt profitieren. Das ist aber eigentlich nur ausreichend vermögenden Eltern oder Großeltern möglich. Dafür wird aktuell ein Kinderdepot angeboten, was auf eine volldigitale ETF-Vermögensverwaltung fußt. Nach dem einmaligen digitalen Setup durch die Eltern mit Festlegung von Risikopräferenz und Sparplan läuft das Investment automatisiert weiter. Einzahlungen – mindestens 25 Euro pro Monat – sind auch durch Großeltern, Paten oder andere Verwandte nach einmaliger Registrierung möglich. Dieses Kinderdepot investiert in breit gestreute ETF-Portfolios mit bis zu 8.000 Aktien und einem Mix aus großen Unternehmen, Mittelständlern und Unternehmen in Schwellenländern. Je nach Risikopräferenz wird das Verhältnis von Aktien und Anleihen individuell festgelegt. Die Portfolios werden regelmäßig angepasst (Rebalancing), um die ursprünglich gewählte Risikostruktur beizubehalten und Marktbewegungen auszugleichen.
Gewinne realisieren
Im Laufe des Jahres wird die Rebalancing-Funktion erweitert, um automatisch Gewinne zu realisieren. Dadurch können die steuerlichen Freibeträge der Kinder optimal genutzt werden. Kinder gelten steuerlich als eigenständige Personen und verfügen daher wie alle Bürger über jährliche Freibeträge von 13.348 Euro. Über 18 Jahre können so Erträge von bis zu 241.000 Euro steuerfrei vereinnahmt werden. Die Managementgebühr ist mit lediglich 0,2 Prozent pro Jahr marktführend für eine vollwertige Vermögensverwaltung. Bei einer Aktienquote von 100 Prozent wird eine attraktive Zielrendite von 7,6 Prozent angestrebt. Mit Vollendung des 18. Lebensjahres geht das angesparte Vermögen vollständig auf das Kind über. Ab diesem Zeitpunkt verfügt es eigenständig über das Kapital.
Hoffentlich entdeckt die Finanzverwaltung in diesem Konstrukt nicht irgendwo eine Möglichkeit, den Vermögensaufbau zu verhindern. Oder, die Berliner kommen wieder einmal auf krude Ideen und ändern flugs die Steuergesetzgebung.