Strände und Meer sauber halten

Der Sommer ist bald vorbei und die meisten Feriengäste abgereist. Doch Strand und Meer sind weiterhin an ihrem Platz. Und wie jedes Jahr wurde reichlich Müll hinterlassen. Damit Natur und unsere Umwelt weiterhin genutzt werden können, muss der Dreck weg, meint nicht nur luckx – das magazin.

Strandreinigung

Es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass mitgebrachten Verpackungen wieder mitgenommen werden. Doch diese werden einfach in den Sand geschnippt. Ob Zigarettenkippen, Kronkorken oder Verpackungsreste. Manchmal werden sie verschämt in den Sand gedrückt oder einfach offen liegengelassen. In vielen Ländern muss deshalb der Strand maschinell gereinigt werden um allen Gästen einen sauberen Strand zu ermöglichen. Nun soll wieder im September mit dem Coastal Clean Up Day die weltgrößte Müllsammelaktion gefeiert werden, die auf die Gefahr durch Meeresmüll aufmerksam machen soll. Was daran zum Feiern ist, lässt sich nicht nachvollziehen. Auch an den deutschen Küsten soll der Strandmüll mit verschiedenen gezielten Aktionen entsorgt werden. An verschiedenen Stränden werden spezielle Mülleimer aufgestellt, um angeschwemmten Meeresmüll entsorgen. Besonders nach Stürmen sind auch die deutschen Strände mit Müll überseht. Die Schifffahrt lässt grüßen.

Nudging

Unter „Nudging“ versteht man kleine Denkanstöße, um ein gewünschtes Verhalten zu erreichen. Auch die deutsche Insel Juist gehört zu den Orten, deren Strand mit Müll belastet ist. Deshalb versucht die Tourismusorganisation in ihrer Kommunikation zu umweltbewusstem Verhalten aufzufordern. So wird immer wieder dazu aufgerufen, Strandmüll zu sammeln oder zu entsorgen. In der wöchentlichen Gästebegrüßung ruft die Kurverwaltung Juist die Gäste aktiv dazu auf, beim Strandspaziergang Strandmüll zu sammeln und zu entsorgen. In den Tourist-Informationen werden kostenfrei Taschenaschenbecher ausgegeben, um weggeworfenen Zigaretten entgegen zu wirken.

Coastal Clean Up Day

Der Coastal Clean Up Day ist eine weltumspannende Aktion: Menschen treffen sich an den Küsten und befreien die Strände von angeschwemmten Meeresmüll. Der „weltweit größte Küstenputz“, wie der NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) nennt, ist die koordinierte Sammelaktion von Meeresmüll der Welt. Der Coastal Clean Up Day findet immer am dritten Samstag im September statt und markiert damit einen zentralen Baustein in der Kommunikation rundum Naturschutz. Er soll auf die Gefahren von Meeresmüll aufmerksam: Gelangt Müll ins Meer oder wird Abfall an Strände geschwemmt, ist das Leben zahlreicher Tiere und die Unversehrtheit der schützenswerten Natur in Gefahr. Geisternetze, wie sie zu Millionen in den Ozeanen vorhanden sind, gefährden das Leben und den Lebensraum verschiedener Meeresbewohner. Verwechseln Tiere Müll mit Futter, können sie trotz vollem Magen verhungern. Auch der Mensch ist von Meeresmüll bedroht: Plastik verfällt im Meer zu Mikroplastik, das Tiere konsumieren, die der Mensch wiederum zu sich nimmt. Hierbei können Schadstoffe wie Pestizide freigesetzt werden, die auch für Menschen gesundheitsschädlich sind.