Ohne Infrastruktur keine Immobilie

Es ist egal, wie der Weg zum eigenen Haus aussieht. Jedenfalls wird ohne eine Infrastruktur, in diesem Fall ein Trampelpfad, das Haus nicht erreicht. An diesem Beispiel wird deutlich, wie wichtig die erforderlich Infrastruktur ist, um etwas zu erreichen, meint luckx – das magazin.

Wanderung

Der eine oder die andere ist sicherlich schön häufiger gewandert wie über 50 Prozent der Deutschen es regelmäßig tun. Wer dann an einem Wirtshaus mitten im Wald oder auf einem hohen Berg ankam, hat sich selten die Frage gestellt, wie eigentlich das hoffentlich gute Essen vorher hier angekommen ist. Klar wird dann, irgendwie müssen Strom oder Gas oder anderer Brennstoff zum Herstellen von leckere warmen Mahlzeiten hier irgendwie angekommen sein. Aber auch die kalten oder warmen Getränke benötigen entsprechende Energie. Zwar sind heute viele Berghütten mit Solar ausgestattet. Aber auch die Solarpanele müssen auf den Berg.

Unsere Vorfahren mussten den (Fuß-) Weg nach Italien im nächsten Dorf nachfragen. Das hat mehr oder weniger gut geklappt. Wir haben uns daran gewöhnt, den Weg durch ein Navigationsprogramm auf unserem Mobiltelefon zu erfahren. Und die Navi-APP hat sich dann an den vorhandenen Karten orientiert. Und die Wege und Straßen? Die sind dann von unseren Steuergeldern angelegt worden. Doch aktuell scheint die Kasse nicht so richtig aufzugehen, wenn das Schlagloch nicht mindestens einen halben Meter tief ist. Aber fürs Reisen und die wirtschaftliche Entwicklung ist die Infrastruktur immanent wichtig. Also Straßen, Wege, Busrouten, Strom- und Internetverbindungen und natürlich auch die marode Deutsche Bahn. Deshalb ist es fast schon selbstverständlich, dass sich die Expo Real, die Immobilienmesse in München, mit diesem Thema auseinandersetzen muss. Die weltweite Nachfrage nach moderner Infrastruktur steigt darüber hinaus rasant und eröffnet privatem Kapital wachsende Chancen. So ist das Thema also auch für diese Messe so wichtig.

Energiewende, Digitalisierung, Urbanisierung

Die Energiewende, Digitalisierung, Urbanisierung und ein neues Sicherheitsbedürfnis verändern die Anforderungen an Standorte und Immobilien. Zugleich steigt der weltweite Investitionsbedarf in Infrastruktur. Bis 2040 beläuft er sich laut Schätzungen des Global Infrastructure Hub der Weltbank auf rund 94 Billionen US-Dollar. Was die öffentliche Hand nicht mehr allein finanzieren kann, weckt umso mehr das Interesse von Investoren, Projektentwicklern, Betreibern und Finanzierern. Die Expo Real, Europas größte Fachmesse für Immobilien, Investitionen und Infrastruktur, bringt vom 5. bis 7. Oktober 2026 mit dem neuen Themenbereich „InfrastructureNow“ die maßgeblichen Marktakteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen. Investierbare Infrastruktur erhält damit erstmals eine eigene Bühne auf der Messe – mit einem eigenen Forum, einem eigenständigen umfangreichen Konferenzprogramm und einer begleitenden Sonderschau. „Immobilie und Infrastruktur rücken immer näher zusammen – wirtschaftlich wie in der Praxis der Investoren“, sagt Claudia Boymanns, Exhibition Director der Expo Real. „Genau diese Schnittstelle machen wir mit InfrastructureNow sichtbar.“

Neue Infrastruktur-Schwerpunkte

Im Zentrum stehen vier wachsende Segmente: Energieinfrastruktur, digitale Infrastruktur, soziale Infrastruktur sowie Defense. Die Energieinfrastruktur reicht von Wind- und Solarparks über Stromnetze bis zu Speicherlösungen und zählt zu den zentralen Zukunftsthemen der Branche. Die digitale Infrastruktur – Rechenzentren, Glasfasernetze, Daten- und KI-Anwendungen – bildet die Grundlage einer vernetzten Wirtschaft. Mit dem Wachstum digitaler Anwendungen steigt der Bedarf entsprechend. Die soziale Infrastruktur umfasst Schulen, Kindergärten und Gesundheitseinrichtungen. Sie gewinnt als langfristiges Investmentobjekt zunehmend an Bedeutung. Mit Defense kommt ein eher neues Segment hinzu, das das Infrastruktur-Thema um eine sicherheitspolitische Dimension erweitert. „Uns geht es dabei nicht um Rüstung, sondern um die Immobilien und Anlagen dahinter“, erläutert Boymanns. Dazu gehören etwa Logistik- und Ausbildungsflächen, Cyberabwehr- und Rechenzentren sowie Infrastruktur, die sowohl militärisch als auch zivil genutzt wird. Der Investitionsbedarf ist beträchtlich und viele Investoren, die diesen Bereich lange gemieden haben, bewerten ihn nun neu. Entsprechend ist investierbare Infrastruktur auch im Konferenzprogramm der Messe stark vertreten. Vorträge, Panels und Diskussionsrunden beleuchten Investmentstrategien, Finanzierungsmodelle, Partnerschaften, Markttrends und regulatorische Rahmenbedingungen, ergänzt um Praxisbeispiele aus allen vier Segmenten.