Mehr Wohnraum schaffen

Eigentlich müssen wir darüber nicht diskutieren: Mehr Wohnraum schafft keine Diskussion, keine Verordnung, keine KI und kein Bauantrag. Wohnraum wird nur durch Bauen geschaffen, meint luckx – das magazin.

Wohnraummangel und Wohnungsbau

Der persönliche Informationsaustausch ist sicherlich der wesentliche Vorteil einer Messe. Auch können Diskussionen und Vorträge Anregungen geben. Doch klar ist, ohne das Machen wird keine einzige Wohnung gebaut. Da muss man auch sein Politik nicht erklären oder durch neue Gesetze Mietern das Recht einräumen, einfach ihre Miete nicht bezahlen müssen. Dann findet Bauen nicht statt. Wer das Risiko eines Neubaus eingeht, möchte dieses Risiko besonders in dieser Zeit durch drohende Enteignung, fehlende Mieten durch Verminderung der Vollstreckungsmöglichkeiten, nicht eingehen. Genauso wie sich das tägliche Aufstehen um zur Arbeit zu gehen, muss sich die Investition ins Häuserbauen lohnen. Trotz allem kommen Immobilienmacher nach München, um sich den Themen Wohnraummangel und Wohnungsbau anzunehmen. So ist die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt auch 2026 ein zentrales Thema für die Teilnehmer der Messe. Zusätzlich sind zahlreiche Vorträge und Diskussionsforen geplant, in denen Experten ihre Lösungsansätze vorstellen werden. „Mehr Wohnraum ist eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und die Attraktivität des Standorts Deutschland. Es braucht das Zusammenspiel von Wohnungswirtschaft, Kapitalgebern und nicht zuletzt der Politik, denn entscheidend sind verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen und Neubau. Auf der EXPO REAL bringen wir diese Akteure zusammen und diskutieren konkrete Ansätze und kreative Lösungen, wie mehr Wohnraum schneller realisiert und neue Investitionen ermöglicht werden können“, sagt Claudia Boymanns, Exhibition Director der EXPO REAL.

Lösungen für mehr Wohnungsbau

Das Forum „Flexible Housing – Opportunities Next Door“ bildet auf der EXPO REAL den zentralen Treffpunkt der Wohnungswirtschaft. Im Mittelpunkt sollen Lösungsansätze wie unter anderem die Umnutzung von Gewerbe zu Wohnimmobilien, kommunale und staatliche Anreize für mehr Neubau sowie die Potenziale vereinfachter Baustandards. Eingerahmt wird das Forum von einer Ausstellung zu kostengünstigem, ressourcenschonendem und nachhaltigem Wohnen. Auch das Konferenzprogramm greift aktuelle wohnungspolitische und wirtschaftliche Fragestellungen auf und sieht hierzu hochkarätig besetzte Diskussionsrunden vor.

Auch die geplante Reform des Mietrechts, für die Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) im Februar einen neuen Gesetzentwurf vorgelegt hat, sowie die Pläne zur Vergesellschaftung von Wohnungsbeständen in Berlin werden für Gesprächsstoff sorgen. Ökonomen und Marktexperten ordnen die Entwicklungen ein und beleuchten Chancen, Hemmnisse und Perspektiven für den Wohnungsbau.

Bedeutung von Wohnimmobilien

Wie wichtig das Thema Wohnen von den Akteuren der Immobilienwirtschaft eingeschätzt wird, zeigt auch der Blick auf den aktuellen Trendindex. In der jährlich vom Meinungsforschungsinstitut IfaD im Auftrag der Messe München durchgeführten Befragung sehen Aussteller und Besucher Wohnimmobilien aktuell mit weitem Abstand als die wichtigste Assetklasse für Investitionsentscheidungen (67 Prozent). Rund drei Viertel (74 Prozent) gehen zudem davon aus, dass Wohnimmobilien in den kommenden Jahren stärker als alle anderen Assetklassen an Bedeutung gewinnen werden. Für die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum sieht die Mehrheit der Befragten insbesondere die Senkung der Baukosten und die Abschaffung teurer Baustandards als zentrale Faktoren an. „Die Ergebnisse unseres Trendindex zeigen, dass die Branche beim Thema Wohnen ganz klaren Handlungsbedarf sieht. Entscheidend ist nun, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass aus Investitionsbereitschaft tatsächlich neuer Wohnraum entsteht. Die EXPO REAL bringt hierfür die entscheidenden Akteure der Wohnungswirtschaft an einen Tisch – von Projektentwicklern und Investoren über Kommunen bis hin zur Politik. Diesen Austausch wollen wir voranbringen – und genau darin liegt der besondere Wert der Messe“, fasst Boymanns zusammen.