Hitzebelastung

Ob technische Geräte, Immobilien oder wir Menschen: Die Hitze belastet alle. Immer mehr Schäden sind dadurch entstanden. Was sich an Gebäuden und technischen Geräten reparieren oder ersetzen lässt, ist bei uns Menschen nicht möglich. Deshalb müssen wir besonders aufpassen, weiß luckx – das magazin.

Hitze belastet das Herz

Die Umweltbelastungen nehmen ständig zu. Auch wenn einige den Klimawandel negieren, so ändert das daran nichts. Besonders in diesem Jahr rückt die Hitze stärker in den Fokus. Denn Hitze ist das größte durch den Klimawandel bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Die gute Nachricht: Schon einfache Schutzmaßnahmen können helfen, das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall zu senken. So ist Bluthochdruck die Volkskrankheit Nummer eins. Doch nicht nur ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel oder Vererbung treiben die Blutdruckwerte in die Höhe. Auch Umweltfaktoren spielen eine entscheidende Rolle. Lärm, Luftverschmutzung und zunehmende Hitze belasten das Herz‑Kreislauf‑System messbar – oft unbemerkt, aber mit gravierenden Folgen. Insbesondere Hitze gewinnt zunehmend an Bedeutung, Europa erwärmt sich mit 0,56 Grad pro Jahrzehnt etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, wie der aktuelle Klimastatusbericht der EU von Ende April 2026 zeigt. Dadurch die hohen Temperaturen entstehen Gefahren für Herz und Kreislauf. Besonders für Menschen mit Bluthochdruck stellen sie eine erhebliche Belastung dar. Vielen ist das jedoch nicht bewusst.

Hitzewelle

„Hitzewellen entwickeln sich auch in Deutschland zu einer ernstzunehmenden Gesundheitsgefahr“, sagt Prof. Dr. med. Markus van der Giet, Internist, Nephrologe und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. „Besonders ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen wie Bluthochdruck sind gefährdet und sollten daher gezielt geschützt werden.“ Während einer Hitzewelle arbeitet der Kreislauf auf Hochtouren: Zur Kühlung des Körpers erweitern sich die Blutgefäße, der Blutdruck kann sinken. Das Herz versucht gegenzusteuern und schlägt schneller und kräftiger. Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedeutet das eine zusätzliche Belastung. Gleichzeitig führt starkes Schwitzen zu Flüssigkeitsverlust: Das Blut wird zähflüssiger, die Gerinnungsneigung steigt – und damit auch das Risiko für Thrombosen und Schlaganfälle.

Schutzmaßnahmen

Schon einfache Maßnahmen können helfen, den Kreislauf zu entlasten. Dazu gehören ausreichend trinken; leichte, atmungsaktive Kleidung tragen; schwere, fettige Mahlzeiten vermeiden; die Mittagshitze meiden als auch lauwarme statt eiskalter Duschen bevorzugen. Wichtig ist zudem, den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren. „Herz‑Kreislauf‑Prävention bedeutet heute nicht nur einen gesunden Lebensstil, sondern auch bewussten Umgang mit Umweltbelastungen“, konstatiert van der Giet. „Hitze ist Stress fürs Herz – deshalb Belastung reduzieren, Sonne meiden und den Blutdruck regelmäßig kontrollieren“.