Liebes Deutschland

bei Dir ist gerade Nebel, Regen und mieses Wetter angesagt. Sicherlich, einige mögen das gern. Aber warum müsst ihr denn in der Kälte leben? Bei uns auf Kreta ist gerade Sonnenschein. Das hat auch luckx – das magazin festgestellt.

Die Sonne lockt

Okay, es ist nicht immer Sonnenschein. Auch hatten wir Regen, so dass es sogar Überschwemmungen gab. Und im frühen Sommer war es wieder einmal so heiß, dass einige Wälder brannten. Nun brennt es häufiger in unserm Griechenland. Es kommt immer wieder vor, dass Brände von Menschenhand gelegt werden. Manchmal entzünden sich die Wälder von selbst. Der Klimawandel ist auch hier deutlich zu erkennen. Die Trockenheit, die Hitze und besondere Umstände sorgen dann dafür. Vermeiden lässt es sich noch nicht. Wir machen aber alles möglich, damit so etwas nicht so oft passiert. So hat die Regierung dafür gesorgt, dass mehr Feuerwehrleute eingestellt und feuerwehrtechnisches Gerät beschafft wird. Doch das reicht immer noch nicht aus. Es wird aber besser.

Warum machen wir Griechen das alles? Wir wollen auch wie alle anderen Europäer zufrieden und glücklich leben sowie einen guten Lebensstandard entwickeln. Natürlich unternimmt unsere Regierung viel. Auch hat sich unsere Wirtschaft nach der Krise gut entwickelt. Natürlich bei weitem nicht so gut wie in Deutschland. Dafür ist unser Land auch viel zu klein und muss sich noch weiter ausbauen. Deshalb ist es gut, dass ihr zu uns zum Urlaub kommt. Jeder Euro, der hier von euch ausgegeben wird, verbessert unsere Wirtschaftssituation und trägt zu unserer weiteren Entwicklung bei. Denn wir leben zum größten Teil vom Tourismus. Wir freuen uns immer darauf, wenn einer von euch zu uns zum Urlaub kommt. Ihr seid immer herzlich Willkommen.

Der Winter kommt

Schon jetzt beginnt bei uns die Winterzeit. Das ist aber nicht so wie bei euch in Deutschland mit Regen, Schneematsch und Nebel. Wenn bei uns die Temperaturen unter 20°C fallen, holen wir die Wintermäntel raus. Die Gäste aus Deutschland schauen uns dabei immer so ungläubig an. Denn diese laufen noch in T-Shirt und kurzer Hose herum. Doch nach dem heißen Sommer „frieren“ wir schon bei diesen Temperaturen. Ach ja. Auch wenn ihr es euch nicht vorstellen könnt: Auf unseren Bergen – auch auf Kreta – liegt jetzt schon Schnee. Natürlich nicht so hoch wie in euren Alpen. Später kann es sogar sein, dass wir hier Skilaufen können. Dazu würden wir euch gern einladen. Doch dann ist viel aufwendiger zu uns zu kommen, nicht, weil die Straßen vereist oder verschneit sind. So schlimm wie bei euch wird es bei uns nicht. Es sind die Flüge aus Deutschland, die meist nicht direkt nach Kreta fliegen. Über einen Zwischenstopp in Thessaloniki oder Athen dauert es dann länger. Wir können es euch aber nur empfehlen. Wenn im Sommer zur Hochzeit der Touristenströme sehr viel Trubel herrscht, so ist es dann ruhig und sehr entspannt. Und sonnig. Meistens jedenfalls. Zwar legen sich einige unserer Landsleute auf die „faule Haut“, wie ihr vielleicht den Eindruck von uns Griechen habt, weil wir anders arbeiten als ihr. Viele von uns arbeiten trotz Hitze im Sommer sieben Tage pro Woche und 10 bis 12 Stunden am Tag, um euren Urlaub so schön wie möglich zu machen. Doch ab November ernten wir Oliven und renovieren unsere Tavernen oder Hotels.

Der griechische Winter ist für euch Sommerzeit

Auch wenn nicht alle Hotels, Tavernen und Sehenswürdigkeit geöffnet sind, so gibt es trotzdem viel zu entdecken und zu erleben. Und darüber hinaus ist unser Mittelmeer meist noch so warm wie eure Nordsee im Sommer. Wenn ihr also die Nordseetemperaturen gewohnt sein, so werdet ihr nicht von den „Wintertemperaturen“ unseres Mittelmeerwassers überrascht. Auch von uns Griechen schwimmen viele jeden Tag das ganze Jahr hindurch. Im Meer. Nicht in der Badewanne. Probiert es einmal selbst aus.

Wir haben auch aus den Medien erfahren, dass die Deutschen das Camping für sich entdeckt haben. Über eine Million Freizeitfahrzeuge soll es auf euren Straßen geben. Auch bei uns gibt es viele Camper. Doch leider haben die meisten Campingplätze im Winter geschlossen. Das ist nicht schön, weil ihr bestimmt auch im Winter zu uns kommen wollt. Kommt auch trotzdem zu uns. Dann müsst ihr eben am Strand stehen und aufs Meer schauen. Das ist nicht so schlecht, wie die Leute von luckx – das magazin uns erzählten. Die machen das nämlich ganz oft. Stehen am Strand, schauen aufs Meer und zwischendurch hauen sie auf die Tasten ihres Laptops. Das nennen die Arbeiten. Na ja. Dann doch lieber auf der „faulen Haut“ liegen bleiben.

Natürlich ist es ein weiter Weg von Deutschland mit dem Wohnmobil bis zu uns. Doch dafür werdet ihr voll entschädigt. Ach ja, ihr könnt direkt am Strand stehen. Doch aufgepasst. Wir haben dafür unsere Regeln neu geschrieben. Es darf nur dort geparkt werden, wo üblicherweise geparkt wird. Und Camping ist verboten. Also keine Markise ausfahren, Campingstühle und Tische aufbauen oder sonstiges Campingverhalten an den Tag legen. Camper wissen aber, wie das geht. Auch die Verpflegung ist gesichert. Essen könnt ihr in den Kantinen und Tavernen. Darüber freuen wir uns sehr und bereiten euch leckeres Essen zu. Ihr werdet begeistert sein. Oder ihr verpflegt euch mit frische Lebensmitteln direkt von den Bauernmärkten. Frischer und gesünder geht es nicht.

Wir Griechen freuen uns auf euch

Viele Grüße von Maria, Georgios, Nikos, Jannis, Antonis, Eleni, Manoulis, Anna, Alexis, Marta sowie Dein ganzes Griechenland