Die griechische Sprache zeigt uns, wie Gastfreundschaft auch verstanden werden kann. Dabei ist Φίλος der Freund, ξένος bedeutet fremd und daraus ergibt sich Φιλοξενία, die Gastfreundschaft. Die Bedeutung lässt sich noch weiter fortführen, wie luckx – das magazin recherchierte.
Alles für die Fremden
In unserem Sprachgebrauch wurden früher der Begriff Fremdenverkehr verwendet. Er umfasste alles das, was mit dem Gast, dem Besucher, zusammenhängt. Von der Gastronomie über Unterhaltung (heute: Events) bis zur Hotelunterkunft. In der griechischen Sprache hat sich dieses um dem Fremden kümmern, weiter erhalten. Zwar ist Ξενοδοχείο die Übersetzung von Hotel. Doch diese Bezeichnung wird aufgrund der internationalen Gästeschar in Griechenland wenig genutzt. Es zeigt aber, warum die Gastfreundschaft auch in der Unterkunft ihren festen Platz hat. Es ist die Unterkunft für den Fremden, der wie ein Freund behandelt wird. Wahrscheinlich reisen wir Deutsche auch deshalb gerne nach Griechenland, weil wir überall als Freunde behandelt werden.
Wir in Deutschland zäumen das Pferd von einer anderen Seite auf und sehen das Gästeerlebnis für den Gast anders. Unser Lösungsansatz ist Komfort, Hygiene und digitale Services. Wir meinen, dass das aus Gastsicht die entscheidende Erfolgsfaktoren in der Hotellerie sind. Für unsere Hotelbetreiber steht ebenso die Energieeffizienz im Fokus, um die Betriebskosten unter Kontrolle zu halten. Darüber hinaus wollen sie dem wachsenden Nachhaltigkeitsbewusstsein der Gäste entsprechen und je nach Hotelkategorie, ein Wellness-Angebot vorhalten. Diese Herangehensweise hat die Unterkunft im Blick und verschiebt die Sichtweise. Dabei passiert es häufig, dass der Gast aus dem Blickfeld verschwindet.
Veränderte Sichtweise
Schauen wir uns diese Sichtweise an, die uns Deutschen so vertraut ist. Die Gebäude sollen wirtschaftlich, nachhaltig und flexibel funktionieren, ohne Abstriche beim Gästeerlebnis. So sollen moderne Hotelkonzepte sein und das Zusammenspiel intelligenter Gebäudetechnik die Voraussetzungen liefern. Eine Dusche mit konstantem Wasserdruck, angenehme Temperaturen im Zimmer, frische Luft in der Lobby oder ein Spa mit Wohlfühlatmosphäre: Was Gäste als selbstverständlich erleben, basiert auf einer präzise abgestimmten technischen Infrastruktur. Hotels arbeiten rund um die Uhr und vereinen unterschiedlichste Bereiche – von Gästezimmern über Gastronomie und Tagungsflächen bis hin zu Wäscherei und Wellness. Jeder Bereich stellt eigene Anforderungen an Wasser, Wärme, Klimatisierung und Gebäudeautomation. Gleichzeitig sollen Energieverbrauch, Betriebskosten und CO₂-Emissionen sinken. Diesen Ansatz finden wir auf der Messe ISH (vom 15. bis 19. März 2027 in Frankfurt/Main). Sie zeigt also Lösungen für Planung, Bau, Modernisierung und Betrieb von Hotels und Resorts. Das Angebot der Aussteller ist in Lösungsfelder strukturiert und bildet damit die gesamte Bandbreite moderner Gebäudetechnik ab. Die Felder orientieren sich an konkreten Anwendungen und machen deutlich, wie Gestaltung, technische Ausstattung und Betriebsabläufe zusammenwirken – im Neubau ebenso wie bei Modernisierung, Neupositionierung oder Umnutzung bestehender Gebäude. Die ISH richtet sich an Hotelbetreiber, Investoren, Facility Manager, Architekten, Innenarchitekten, Fachplaner, Designer und Projektentwickler. Sie finden auf der internationalen Leitmesse Lösungen für sämtliche Phasen eines Hotelprojekts – von der Planung über den Bau bis zum langfristigen Betrieb.
Nachhaltigkeit
Ja, Nachhaltigkeit ist inzwischen ein zentrales Qualitätsmerkmal moderner Hotellerie, egal in welcher Kategorie. In Europa insbesondere auch mit Blick auf die Gesetzeslage. Bei Neubauten kommt man am Thema Nachhaltigkeit nicht mehr vorbei, eine innovative und zukunftsfähige Planung mittels BIM erfordert dabei eine Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und ökologischem Anspruch und bindet Komponenten wie umweltgerechte Baumaterialien ebenso ein, wie den Einsatz regenerativer Energieerzeugung, wassersparender Armaturen ohne Qualitätsverlust bei der Nutzung und ein vernetztes System von Property Management System und Gebäudeautomation. Es ist verständlich, dass sich eine Messe wie die ISH die Gebäudetechnik in den Fokus nimmt. Deshalb beginnt aus technischer Sicht das Gästeerlebnis im Badezimmer. Aus Betreibersicht gehört das Bad zu den wichtigsten Bereichen eines Hotelaufenthalts. Materialien, Licht, Armaturen und Keramik prägen den ersten Eindruck. Hinter der Wand sorgen Installation, Lüftung, Schallschutz und gut zugängliche Wartungsbereiche dafür, dass Qualität dauerhaft erhalten bleibt. So verbindet die Gestaltung Lösungen für Hygiene, Komfort und einen sparsamen Umgang mit Ressourcen – von wassersparenden Armaturen bis zu bodengleichen Duschen und intelligenten Funktionen. Vorgefertigte Installationssysteme und Badmodule können Bauzeiten verkürzen und eine gleichbleibend hohe Qualität sichern. Gleichzeitig erleichtern klar definierte Schnittstellen Wartung und Modernisierung und helfen, Zimmerausfälle zu vermeiden. Wird fortgesetzt.