Die meisten Versicherungen enden immer zum Jahresende. Wenn die Versicherten es sich nicht vorgemerkt hatten, läuft die Versicherung auch in diesem Jahre unverändert weiter. Doch treffen die Bedingungen noch auf die Lebensrealität zu? Diese Frage haben wir uns von luckx – das magazin auch gestellt und . . .
Versicherungspolicen
haben natürlich in der Redaktion den Kündigungstermin verpasst. Nun sollten wir uns eigentlich bis zum Jahresende 2026 mit den Policen auseinandersetzen. Das ist sinnvoll, um den optimalen Schutz zu haben. Und auch deswegen, weil manche Police einfach nicht mehr erforderlich ist. Also, was tun? Ist es dabei sinnvoll, alle Versicherungspolicen bei einem Anbieter abzuschließen?
Viele gehen davon aus, dass es besonders sinnvoll ist, alle Policen bei einem Versicherungsunternehmen abzuschließen. Das ist ja auch sehr bequem: Man kennt seinen Versicherungsvertreter seit Jahren und bewahrt den Überblick. Doch das kann sich rächen. Kein Unternehmen ist in allen Sparten führend – weder was gute Versicherungsbedingungen noch was die Höhe der Beiträge angeht. Kompliziert kann es vor allem dann werden, wenn es Probleme mit einer Police gibt und gegen das Unternehmen vorgegangen werden muss, etwa weil es die Leistung verweigert. Damit handelt man sich keine guten Karten ein, was sich auf den übrigen Versicherungsschutz auswirken kann.
Versicherungen abschließen
Bevor nun eine neue Police abgeschlossen wird, sollte eine individuelle Bedarfsanalyse gemacht werden. Das kann aber kaum jemand alleine. Viele können Risiken und die Wahrscheinlichkeit, mit der sie eintreten können, nicht wirklich korrekt einschätzen. Eine kompetente Beratung ist wichtig. Das gilt vor allem für so komplexe Policen wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Aber nicht etwa durch einen Versicherungsmakler oder -vermittler. Solche Leute vertreten immer einen oder mehrere Versicherungsunternehmen und wollen vor allem deren Produkte verkaufen. Denn dafür erhalten sie Provisionen. Eine unabhängige Beratung gibt es hier nicht. Versicherungsberater hingegen beraten objektiv. Sie vertreten weder bestimmte Unternehmen noch konkrete Produkte. Auch Verbraucherzentralen und der Bund der Versicherten beraten objektiv und unabhängig.
Versicherer wechseln
Versicherungsnehmer können eine Versicherung mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende der Laufzeit kündigen. Läuft die Police zum Beispiel am 30. März aus, muss bis spätestens 31. Dezember die Kündigung beim Versicherer vorliegen.
Anderes gilt bei der Kfz-Versicherung. Hier gibt es nur eine einmonatige Kündigungsfrist. Ein Großteil der Kfz-Verträge endet am 31. Dezember. Es genügt also, wenn bis zum 30. November kündigen und einen neuen Vertrag ab 1. Januar abgeschlossen wird. Nur einige große Versicherer bieten individuelle Vertragslaufzeiten an. Da kann es passieren, dass der Vertrag mitten im Jahr ausläuft.
Die Kündigung muss grundsätzlich schriftlich erfolgen, am besten per Einschreiben mit Rückschein. Achtung: Um einen lückenlosen Versicherungsschutz zu gewährleisten, empfiehlt es sich, eine laufende Police erst dann zu kündigen, wenn bei einem anderen Unternehmen ein konkretes Angebot vorliegt. Eine Police kann übrigens auch im Laufe des Jahrs gekündigt werden, beispielsweise nach einer Prämienerhöhung oder nach einem Schadensfall.
Wir haben in der Redaktion von luckx – das magazin nun alle Versicherungen angeschaut und im Terminkalender die Kündigungstermine vermerkt. Das heißt nun aber nicht, dass wir kündigen werden. Wir werden jetzt mit der Vertretung rechtzeitig Kontakt aufnehmen und über Bedingungen und Prämien reden. Da lässt sich bestimmt der eine oder andere Euro sparen.