Von Elchen und Schneeketten

Der Winter ist noch nicht vorbei. So sind viele Mitmenschen gerade jetzt auf dem Weg in den Skiurlaub. So mancher wird dabei eine Überraschung erfahren – nicht nur weil es schneit oder glatt ist. Luckx – das magazin wanderte durch den Schilderwald.

Warnung

Dem Norddeutschen Autofahrer sind natürlich so manche Verkehrszeichen bekannt, zum Beispiel wenn er in den verschneiten Harz unterwegs ist. Das Schneekettensymbol erscheint dann schon recht früh am Straßenrand, wenn noch kein Schnee in Sicht ist. Dieser Warnhinweis ist ja noch relativ harmlos. Doch wer die deutsche Grenze Richtung Norden verlässt und norwegische Straßen unter den Rädern hat, muss sich auf ganz andere Situationen einstellen. So gibt es in Spitzbergen ein Schild mit einem Eisbärsymbol, das zur Vorsicht mahnt. Und das ist ernstgemeint und kein Spaß. Ein außergewöhnliches Verkehrsschild, das in der Heimat der Eisbären einen ernsten Zweck erfüllt. Denn die mächtigen Tiere halten sich im Winter häufig in Straßennähe auf und stellen nicht nur für Menschen, sondern auch für deren Fahrzeuge eine Gefahr dar. Norwegen- und Tier-Fans sind hier besonders achtsam und gehen vom Gas. Achtung: Begegnen Autoreisende einem Bären, gilt es, im Auto zu bleiben, Abstand zu wahren und langsam weiterzufahren. Ganz wichtig: so lange keine akute Gefahr besteht, nicht hupen – und auf keinen Fall füttern.

Aufpassen auf Elche

Doch soweit nach Norden muss niemand aufbrechen, um noch größere Tieren zu begegnen, die nicht minder bei einen Kollision zu Schäden führen können. Sowohl in Norwegen als auch in Schweden finden Autofahrer ein Schild mit einem stilisierten Elch. Und das ist erst zu nehmen. Glücklicherweise sind die Wildwechsel relativ gut kanalisiert. Mit Zäunen entlang der Straße werden Elche und kleinere, tierische Bewohner Skandinaviens an bestimmte Wildwechselstellen über die Straße geleitet. Deshalb sollten die Schilder besonders beachtet werden. Wer schon mal so einen Wildunfall mit einem Elch gesehen hat, wird spätestens ab dann ein sehr umsichtiger Autofahrer.

Schneeketten

Was für den Harz gilt, ist natürlich auch in anderen Ländern üblich. In höheren Lagen im Land, wo die Zitronen blühen, also Italien, wird das Anlegen von Schneeketten bei winterlichen Straßenverhältnissen vorgeschrieben. Diese Maßnahme ist entscheidend, um sicher durch verschneite oder vereiste Bergstraßen zu kommen. Und die gibt es auch in Italien. Der Stiefel-Staat umfasst 27 Prozent der Alpenkette, wo Reisende mit Schneeketten sicher unterwegs sind und die Faszination der verschneiten Berggipfel hautnah erleben. Die Verkehrsordnung gilt bei winterlichen Verhältnissen und wird den Autofahrende zusätzlich durch entsprechende Beschilderungen kenntlich gemacht. In Südtirol gilt zudem vom 15. November bis 15. April eine Winterausrüstungspflicht

Nebel behindert

Wer mit hoher Geschwindigkeit in eine Nebelbank rauscht, darf sich nicht wundern, dass vor ihm nicht nur die Sicht die Weiterfahrt behindert. Es können sich schnell umfangreiche Staus als auch Unfälle bilden. Das gilt für Tschechien, die Slowakei als auch Ungarn.So warnen diese Schilder davor als auch Straßenmarkierung am Fahrbahnrand. Und schneller als vorgeschrieben, sollte dann keine aufs Gaspedal treten. Sehen Reisende diese Darstellung, ist besondere Vorsicht geboten, denn die Sicht kann sich in Sekundenschnelle drastisch verschlechtern. Tipp: Die Nebelschlussleuchte nur einschalten, wenn die Sichtweite unter 50 Meter beträgt.

Schlittenhunde

Nun fahren wir zurück in den hohen Norden und befinden uns in Finnland. Neben Elchen, Bären, Rentieren kommen auf einmal Schlittenhunde als weitere Verkehrsteilnehmer ins Spiel. Ach, ja, aufpassen muss man auf auf Schneescooter, die mit reichlich PS fast über die Straße fliegen. Zurück zu den tierischen Verkehrsteilnehmern. In einigen Regionen werden noch häufig Hundeschlitten zur Fortbewegung genutzt, daher gilt hier besondere Vorsicht, um Mensch und Tier nicht in Gefahr zu bringen. Apropos Schlitten: in Lappland queren auch häufiger Rentiere die Straßen. Wenn eins (oder vielleicht auch zwölf?) der Tiere die Straße blockieren, sollten Autofahrende Geduld walten lassen und warten, bis die Fahrbahn wieder frei ist.