Ausblick

Die internationale Touristikmesse ITB in Berlin zeigte, wohin die Reise gehen könnte. Ob Angola, die Fidschi-Inseln oder die Komoren zu den Top-Reisezielen 2026 gehören, bleibt abzuwarten. Denn weiterhin ist das nördliche Mittelmeer und die Heimat die bevorzugte Reiseregion der Deutschen, weiß luckx – das magazin.

Reiseanbieter

Doch Reiseanbieter wären keine guten Anbieter, wenn sie ihren Kunden nicht Alternativen zu bekannten „Verdächtigen“ offerieren würden. So präsentierte Dertour seine Einschätzungen zu Entwicklungen im europäischen Reisemarkt und informiert über aktuelle Buchungstrends. Die Gruppe ist als Reiseanbieter heute in 16 europäischen Märkten aktiv und bündelt über 200 Reiseunternehmen unter ihrem Dach. Damit gehört sie zu den führenden Akteuren der europäischen Tourismus- und Erlebniswirtschaft.

Christoph Debus, CEO der Gruppe, erläutert die Strategie des Reiseanbieters folgendermaßen: „Unser Ziel ist es, Gästen ein inspirierendes Reiseerlebnis zu bieten und sie auf jedem Schritt ihrer Reise persönlich zu begleiten. Wir sehen im Buchungsdialog sehr deutlich, dass der Beratungsbedarf intensiver geworden ist. Unsere Strategie gründet daher auf der Kombination aus moderner Technologie und menschlicher Nähe, die wir unter dem Schlagwort ‚Tech and Touch‘ zusammenfassen.“

Reisevielfalt gefragt

Schon heute gehören über 20 führende Reiseveranstaltermarken in Europa zum Unternehmen. Hinzu kommen rund 30 Anbieter von Spezialreisen, die wachsende Nischensegmente bedienen. „Wir verstehen uns als das ‚Home of Holiday‘. Unter dem Dach derGruppe versammeln wir eine außergewöhnliche Vielfalt an Urlaubsangeboten – von Erholungs- über Erlebnis- bis hin zu Special Interest-Reisen. Dies zeigt deutlich, wie individuell Pauschalreisen heutzutage sein können.“ Das muss er auch sagen, denn die Gruppe verfügt über eine eigene Hotelsparte mit 120 Hotels sowie ein Angebot an Touren und Aktivitäten mit Teams in 31 Ländern weltweit, die Gäste vor Ort persönlich betreuen. Und diese müssen immer genug Gästen haben.

Reisejahr 2026

Nachdem die Dertour Gruppe im vergangenen Kalenderjahr ein gruppenweites organisches Gästewachstum von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen konnte, belegt auch der Blick auf die laufende Winter- und die kommende Sommersaison die weiterhin hohe Nachfrage nach Reisen. Dieser Trend wird gestützt durch aktuelle Umfrageergebnisse in 13 europäischen Ländern von Anfang Februar, wonach Konsumenten, abseits von Ausgaben für Lebenshaltung und den täglichen Bedarf, vor allem in Reisen investieren. „Trotz zunehmender Unsicherheiten bleibt der Wunsch nach Urlauben sehr stark. Die Menschen wollen reisen, und dementsprechend priorisieren sie ihre Ausgaben“, erklärt Christoph Debus. Aktuell wirken sich die jüngsten Entwicklungen in Nahost auch auf europäische Reisende aus. Dabei werden betroffene Pauschalreisegäste durch das spezialisierte Sicherheitsmanagement auf Veranstalterseite unterstützt. Debus erläutert hierzu: „In der aktuellen Situation in Nahost stehen wir fortlaufend im engen Austausch mit den zuständigen Behörden sowie unseren Hotel- und Flugpartnern. Wir reagieren flexibel auf die Situation – etwa mit Umbuchungen, kostenfreien Stornierungen oder alternativen Rückreisemöglichkeiten, je nach aktuellem Stand.“

Für die Gäste, die sich derzeit noch in den Nahost-Regionen befinden, stellt das Unternehmen umfassende Unterstützung bereit. Debus dazu: „Uns ist bewusst, wie herausfordernd diese Situation für viele Reisende ist. Unsere lokalen Mitarbeiter begleiten die Betroffenen vor Ort eng, verlängern Unterkünfte und informieren über Rückreisemöglichkeiten. Wir freuen wir uns, dass wir bereits die ersten Gäste zurückholen konnten. Gerade in unsicheren Zeiten zeigt sich der Wert der Pauschalreise – in Form von persönlichen Ansprechpartnern, die im Notfall unterstützen und Reisealternativen organisieren.“

Gästezahlen über Vorjahr

Bei den europäischen Sommerbuchungen liegt die Nachfrage nach Pauschalreisen mit einem Gästeplus von 4 Prozent über dem hohen Gästeniveau des Vorjahres. Besonders gefragt unter den europäischen Reisenden sind derzeit Länder im östlichen Mittelmeerraum. So verzeichnen Ägypten (+14 Prozent) und die Türkei (+8 Prozent) ein starkes Gästewachstum. „Diese Entwicklung verdeutlicht, dass europäische Reisende in diesem Jahr besonders stark auf ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis achten“, so Christoph Debus. Aktuell hat sich diese Buchungssituation im Vergleich zur ITB aber deutlich verändert.

Im Sommer machen Fernreisen traditionell rund 10 Prozent des Gästevolumens aus. Auch wenn die Zurückhaltung bei Buchungen in die USA derzeit spürbar ist, belegen diese weiterhin den zweiten Rang auf der Fernstrecke. Reisen in den Indischen Ozean sowie ins südliche Afrika sehen derzeit das stärkste Gästewachstum auf der Fernstrecke. Zur weiteren Entwicklung der Nahost-Buchungen erläutert Debus: „Wie sich die Nachfrage im Nahen Osten entwickelt, bleibt derzeit noch offen. Die Lage ist aktuell hoch dynamisch und lässt noch keine verlässlichen Aussagen zur Nachfrage-Entwicklung zu.“