Geringeres Krankheitsrisiko

Man müsste mal . . . So beginnen bei vielen der Satz, wenn etwas entschieden werden soll. Doch was kommt danach; wie bei unserer Bundesregierung: nichts. Dabei ist es doch jetzt besonders wichtig, etwas zu machen meint luckx – das magazin.

Regelmäßig aktiv sein

Dieses Jahr hat wieder einmal bewiesen, dass nur Reden ohne Machen nicht viel hilft. Wer dazu noch das eigene Land und seine Menschen beleidigt, sollte eigentlich den Hut nehmen und denen die Verantwortung übertragen, die Macher sind. Bei jedem von uns ist es doch auch so. Wer seine Fußspitzen nicht mehr sehen kann, muss mit dem dicken Bauch leben (außer sie ist schwanger) oder etwas dagegen tun. Sich bewegen hilft. In jeder Lebenslage. Denn regelmäßige Bewegung ist ein wichtiger Schlüssel zu mehr körperlicher persönlicher Gesundheit und Gesundheit des Landes, liebe Bundesregierung. So stärkt körperliche Aktivität den Rücken, bringt die Muskeln und den Stoffwechsel in Schwung, fördert die Durchblutung und erhält die Mobilität. Aktuelle Studien deuten zudem darauf hin, dass ein aktiver Alltag mit einem geringeren Risiko für bestimmte Erkrankungen und einem langsameren kognitiven Abbau verbunden sein ist. Doch „Bewegung ist keine Wunderpille und ersetzt weder eine Diagnose noch eine notwendige Therapie. Sie ist aber einer der stärksten Hebel, die wir im Alltag selbst bedienen können: Sie hält den Rücken belastbar, unterbricht schädliche Sitzroutinen und kann dazu beitragen, Krankheitsrisiken zu senken“, sagt Detlef Detjen, Geschäftsführer der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V.

Was Bewegung bewirken kann

Aktuelle Studien zeigen, dass Bewegung auch mit Blick auf Krebs und Demenz eine wichtige Rolle spielen kann. Eine Langzeituntersuchung mit mehr als 90.000 Erwachsenen kommt zu dem Ergebnis, dass lange, kaum unterbrochene Sitzzeiten mit ungünstigeren gesundheitlichen Entwicklungen im Zusammenhang stehen. Bereits leichte oder moderate Bewegungspausen wirkten sich in der Auswertung positiv aus. Die Studie belegt zwar nicht, dass Bewegung vor Krebs schützt. Sie unterstreicht jedoch, wie sinnvoll es ist, langes Sitzen regelmäßig zu unterbrechen. Auch für die Gehirngesundheit gibt es ermutigende Hinweise: Eine weitere Langzeitstudie zeigt, dass regelmäßiges Gehen bei älteren Menschen mit frühen Alzheimer-Anzeichen zu einem langsameren geistigen Abbau führen kann. Der Demenzbericht des Fachjournals The Lancet nennt körperliche Inaktivität ebenfalls als einen beeinflussbaren Risikofaktor. Bewegung kann Krankheiten nicht verhindern, ist aber ein wichtiger Baustein der Gesundheitsvorsorge – und etwas, das fast jeder im Alltag selbst beeinflussen kann. Deshalb ist Bewegung besonders wichtig zur Vorbeugung vor Volkskrankheiten wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Aktiver Alltag

Für regelmäßige Bewegung braucht der Körper Kraft, Beweglichkeit und Vertrauen in die eigene Belastbarkeit. Der Rücken spielt dabei eine zentrale Rolle. Ist die Rumpfmuskulatur wenig trainiert oder bleibt der Körper über viele Stunden in derselben Haltung, können Verspannungen und Beschwerden entstehen. Abwechslung ist deshalb besonders wichtig, denn Sitzen ist nicht grundsätzlich ungesund. Problematisch wird es vor allem, wenn Menschen zu lange sitzen und zudem unbewegt in einer Position verharren. Der regelmäßige Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen bringt die Muskulatur in Aktion und verändert die Belastung der Wirbelsäule. Auch Krafttraining gehört zu einem ausgewogenen Bewegungsprogramm. Es stärkt neben dem Rücken auch Beine, Gesäß und Rumpf. Das erleichtert alltägliche Bewegungen, verbessert die Stabilität und kann helfen, die Mobilität langfristig zu erhalten. „Entscheidend ist nicht, wie sportlich jemand ist, sondern ob Bewegung dauerhaft einen Platz im Alltag bekommt“, betont Detjen. „Wer regelmäßig aktiv bleibt und seinem Körper unterschiedliche Belastungsreize bietet, schafft gute Voraussetzungen dafür, beweglich, belastbar und auch im Alter möglichst lange selbstständig zu bleiben.“

Mehr Bewegung

Wir alle wissen doch, wie wir mehr Bewegung in unseren Alltag bringen können. Wir von luckx – das magazin sehen es auch als unsere Aufgabe an, einfach daran zu erinnern und auf bestimmte Verhaltensweisen aufmerksam zu machen. Auch wir sind froh, wenn wir an bestimmte Dinge erinnert werden. Doch wie jeder vergessen wir immer die einfachsten Dinge. Wie zum Beispiel die Sitzzeiten zu unterbrechen. Telefonate können auch im Stehen geführt werden; zwischendurch einige Schritte gehen oder die Arbeitsposition wechseln. Auch mancher Weg kann zu Fuß erledigt werden. So kann sehr einfach Bewegung in unseren Alltag eingebaut werden.Also kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen und häufiger die Treppe nehmen. Wichtig ist eine Ausdauerbewegung über einen längeren Zeitraum. Für den einen ist es Radfahren oder Schwimmen. Andere wandern oder laufen durch den Park. Zusätzlich sollte die Muskulatur gekräftigt werden. Das muss kein Besuch im Fitnessstudio sein. Auch Liegestütze oder ähnliche Übungen zwei Mal pro Woche können bereits eine gute Grundlage schaffen. Außerdem sollten wir unsere Bewegung fest in den Tagesablauf einplanen. So sollten Spaziergänge und Bewegungspausen wie einen Termin behandelt werden. Und wer bisher eher passiv war, sollte langsam anfangen: Die Belastung schrittweise steigern und eine Bewegungsform wählen, die langfristig zum eigenen Alltag passt. Wer akute oder anhaltende Beschwerden, Vorerkrankungen oder längere Zeit keinen Sport betrieben hat, sollte das passende Bewegungsprogramm mit einem Arzt oder einer therapeutischen Fachkraft abstimmen.