Amerika, also die USA, waren oder sind für viele Menschen das Land ihrer Träume. Ob Florida, New York, Kalifornien. Die Vereinigten Staaten sollen ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten sein. Was ist aus dem Traum geworden, fragt luckx – das magazin?
Lebensgefühl
Menschen aller Gesellschaftsschichten, die hart arbeiten und den Willen zum Erfolg haben, sollen die Möglichkeit zu sozialem Aufstieg, Freiheit und Gleichheit haben. Die Herkunft sollten dabei keinen Einfluss auf ihre persönliche Entwicklung haben. Jedem sollten alle Möglichkeiten offen stehen. Das ist der amerikanische Traum. So war es immer die gern erzählte Geschichte vom Tellerwäscher zum Millionär. Doch es gibt auch die andere Seite. Menschen, die am Abgrund der Gesellschaft leben, weil ihnen diese Möglichkeiten genommen oder nicht gegeben wurden. Wer bei uns in Deutschland seine Arbeit verliert, findet in der Arbeitslosenversicherung von ein bis zwei Jahre halt, gefolgt von weiteren Sozialleistungen. In den USA sind es 26 Wochen bei deutlicher geringerer Leistung. Krankenversicherung? Kaum vorhanden. Ein ganz heikles Thema, was schon unter Obama angegangen, aber nicht vollendet wurde. In Deutschland besteht Versicherungspflicht, so dass (fast) alle Erkrankungen abgesichert sind. Urlaubsanspruch? Ja, 10 Tage im Jahr. Nach einigen Berufsjahren können daraus auch 15 Tage werden. In Deutschland beträgt der gesetzliche Mindesturlaub 20 Tage; meist sind in Tarifverträgen 30 Tage vereinbart.
Arbeiten
Wie in Deutschland fehlen in den USA Arbeitskräfte. Allein in der Baubranche sind es aktuell rund 500.000. Das betrifft sowohl Facharbeiter als auch Hilfskräfte. Gerade in dieser Branche mit ihren 8 Millionen Beschäftigten haben sich viele Hispanics selbständig gemacht, die aktuell von Razzien und Abschiebung bedroht sind. Zwar haben die Selbständigen meist eine Arbeitserlaubnis. Doch sie beschäftigen vielfach illegal Eingewanderte; darunter auch eingewanderte Familienangehörige. Von den Bauunternehmen soll eine Vielzahl nicht registriert sein. Der Anteil der eingewanderten Bauarbeiter beträgt in dieser Branche abhängig vom Bundesstaat bis zu 40 Prozent.
Bis zu 1.000 Illegale werden nun durch die aktuelle Regierung täglich abgeschoben. Da benötigt man keinen Taschenrechner um die Folgen abzuschätzen. Wie lang sich das Land diese Abschiebung noch leisten kann, ist keine Frage der Zeit. Denn eigentlich müsste Trump die Grenzen öffnen, um die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Das möchte sein Buddy Musk jedenfalls, um Fachkräfte für seine Unternehmen ins Land zu holen. Doch der rechte Flügel der Republikaner hat andere Vorstellungen.
Rund 11 Millionen illegale Einwanderer gibt es in den USA. Wenn die Abschiebung in diesem Umfang weiter geht, wird es 30 Jahre dauern, bis der letzte Illegale das Land verlassen hat. Einschließlich Musk, der bei der Einbürgerung nach Medienberichten gelogen haben soll. Es ist absehbar, dass Trump trotz seiner Androhung länger als diese Amtszeit im Amt zubleiben, den letzten Illegalen nicht verabschieden wird.
Zölle
Der übermittelte Lieblingsbegriff des aktuellen Präsidenten ist Zölle. Damit möchte er all die Länder bestrafen, mit denen die USA ein Handelsdefizit haben. Ein Handelsdefizit entsteht dann, wenn Länder begehrte Produkte liefern, die inländische Unternehmen unbedingt benötigen, um ihre Leistungen zu erbringen. Zwar würde das deutsche und europäische Unternehmen jetzt in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage treffen. Doch der größere Schaden entsteht eigentlich in den USA selbst. Durch die fehlenden Produkte wird deren wirtschaftliche Entwicklung behindert. Darauf haben die US-amerikanischen Unternehmen ihren Präsidenten schon hingewiesen. Aber bestimmt hat er das nicht verstanden. Das gilt im geringeren Umfang auch für chinesische Konsumgüter. Sicherlich schaden diese Zölle den Chinesen mehr, weil deren Wirtschaft quasi am Boden liegt und extrem vom Export ihrer Billigprodukte abhängig ist. Zum Beispiel überschwemmten Anfang 2024 die Chinesen den europäischen Markt mit Solarelementen, um die europäische Produktion zum erliegen zu bringen. Das hat zwar funktioniert und sollte dann Ende 2024 durch enormen Preissteigerungen erheblichen Druck auf den Markt ausüben. Doch das Gegenteil ist nun zu beobachten mit weiteren Preissenkungen, weil aufgrund der chinesischen Produktionskapazitäten die Halden immer größer werden.
Trump beschwerte sich darüber, dass die Europäer keine amerikanischen Fahrzeuge kaufen würden und dadurch das Handelsdefizit höher ausfällt. Das lässt sich doch ganz einfach ändern. Sobald die USA wettbewerbsfähige Fahrzeuge nach Europa liefert, werden sofort alle diese Autos kaufen wollen. Doch es sollte mehr Qualität geliefert werden, als die Verbindung mit Freiheit wie bei Harley-Davidson, die nicht mehr existiert.
Vorbild Amerika?
Die Größenwahnsinnigen haben sich unter Trump – oder um ihn herum – versammelt. Sei es der kranke Nazi Musk, der den radikalen Vizepräsidenten Vance nach Europa schickte, um den Europäern die Demokratie auszutreiben. Denn nicht anders lässt sich seine Rede auf der Sicherheitskonferenz in München interpretieren. Dass er sich dann mit der AFD Vorsitzenden traf, zeigt, wie verwirrt die amerikanische Regierung ist und welchen Einfluss Musk auf diese Regierung ausübt.
Es geht dieser Regierung eher um Unruhe stiften. Nichts anders ist das zu bewerten, wenn Kanada, Grönland und welche Länder auch immer von den USA übernommen werden; sogar mit Gewalt. Vielleicht will Trump für ein paar Dollar den Gaza-Streifen, den Libanon und vielleicht noch Syrien erwerben. Wahrscheinlich mit amerikanischen Steuergeldern (die es nicht gibt, weil diese zur Zinszahlung an die Gläubiger amerikanischer Schuldverschreibungen gezahlt werden müssen) und später für ´nen Appel und ´nen Ei selbst erwerben möchte. Zuzutrauen ist ihm dies nach all seinen bisherigen Ankündigungen und Rechtsbeugungen.
Frieden schaffen hatte er zwar auch angekündigt. Doch dieser Überheblichkeit folgten keine Taten. So war das hole Versprechen, den Ukraine-Krieg an einem Tag zu beenden, nur eine der Selbstüberschätzungen. Auch haben wir nun erlebt, wie der Greis Putin den alten Mann Trump am Nasenring durch die Manege führt. Dabei hat der russische Außenminister klar die Regeln vorgegeben, wie verhandelt wird. Weder die Ukraine noch die Europäer sitzen am Verhandlungstisch und wiederholte damit die amerikanischen Worte. Der Greis im Kreml hat sich dabei sicherlich auf die Schenkel geschlagen. Auch hat er sich sicherlich darüber gefreut, dass Trump das Rechtssystem in Putinscher Manier verändern möchte und die Demokratie im Verlies einsperren will.
Was können wir tun?
Genüsslich haben die US-amerikanischen Regierungsvertreter Unruhe gestreut und mit ihren Provokationen mit den Europäern gespielt. Geht man so mit Freunden und Verbündeten um? Dieses Spiel sollten die Europäischen Regierung schnellstens beenden und klare Grenzen setzen. Wer meint, ohne die Amerikaner ginge nichts, irrt. Denn die USA braucht Europa; insbesondere Deutschland als Verbündeten. Die amerikanische Regierung wird ihren politischen Kurs ändern, um wieder als ernsthafter Gesprächspartner wahrgenommen zu werden. Dazu wird es Änderungen der Personen in der Regierung geben. Denn so wird Amerika nicht größer, sondern verliert an Bedeutung.
In wenigen Tagen treffen wir in Deutschland eine sehr wichtige Entscheidung über unsere Zukunft. Es geht um unsere Freiheit, unsere Demokratie, unseren Wohlstand. Die Bundestagswahl entscheidet darüber, ob wir zwischen den Amerikanern und den Russen aufgeteilt werden. Ob der Nazi Musk mit der AFD-Weidel gemeinsame Sache macht und ob die Russen mit dem BSW wieder über die Gaslieferungen reden, um die Kriegskasse Putins zu füllen. Deshalb ist diese Wahl wie jede Wahl wichtig zum Erhalt unserer Demokratie. Jede Stimme für die Demokratie ist wichtig und richtig.
Warum mischen wir uns von luckx – das magazin in diesen Wahlkampf und in die aktuelle politische Situation ein? Der amerikanische Traum ist noch nicht ausgeträumt. Es besteht weiterhin die Chance, dass es weitergehen kann. Deshalb wollen wir hier Meinungsfreiheit bieten und keinem Despoten nach dem Mund schreiben. Denn zuerst verschwinden die freien Medien. Das haben wir in Polen und in Ungarn gesehen. Dazu darf es nicht in Deutschland kommen. Danke für Ihr Verständnis.