Es gibt sie immer noch: Die Urlauber, die sich selbst um ihre Reise kümmern. Sie wollen genau wissen, wohin es geht und was sie erwartet. So organisiert die Mehrheit der Deutschen ihren Urlaub selbst, wie luckx – das magazin recherchierte.
Planungs- und Buchungsgewohnheiten
Zu Beginn des neuen Jahres denken viele bereits über ihre Urlaubspläne für 2026 nach. Eine neue Umfrage zeigt, wie hoch die Reiselust schon jetzt ist: Mehr als vier von zehn deutschen Reisenden (45 %) planen in diesem Jahr mehr als zwei Urlaubsreisen – bei Familien sind es sogar 51 %. Für die Mehrheit der deutschen Reisenden startet die Urlaubsvorfreude schon früh: Ganze 86 % geben an, dass ihr Urlaub bereits mit der Buchung beginnt. Vorausschauende 35 % haben bereits alle oder die meisten ihrer Reisen für 2026 gebucht, während fast die Hälfte (47 %) vorhat, dies bald zu tun. Familien sind hier besonders früh dran: 43 % haben schon die Mehrheit oder alle ihrer Reisen für dieses Jahr gebucht. Die Freude über einen kürzlichen Urlaub beflügelt den nächsten: 89 % freuen sich darauf, unmittelbar nach der Rückkehr aus dem Urlaub mit der Planung und Buchung ihrer nächsten Reise zu beginnen. Dabei ist jedoch Bequemlichkeit entscheidend, denn 78 % der Befragten finden es umständlich, alle Elemente einer Reise über verschiedene Kanäle zu buchen.
Buchungspersönlichkeiten
Eine deutliche Mehrheit von 69 % der Deutschen sind aktive Bucher und ziehen es vor, alle oder die meisten Bestandteile ihrer Reise selbst zu buchen und schätzen somit Kontrolle gegenüber dem Delegieren. Weitere 26 % teilen sich die Verantwortung der Urlaubsorganisation und -buchung etwa gleichmäßig mit ihren Mitreisenden. Dieser kollaborative Ansatz ist besonders bei Gen Z beliebt (31 %). Aktive Reiseplaner kümmern sich in der Regel persönlich um die Auswahl der Unterkunft (71 %), gefolgt von der Wahl des Reiseziels (69 %), dem Reisezeitraum (60 %) und den Transportmitteln für An- sowie Abreise und für den Aufenthalt vor Ort (59 %), wie z.B. Flug oder Mietwagen. Dieser Wunsch nach Kontrolle ist überwiegend positiv motiviert: 56 % der aktiven Buchenden macht die Reiseorganisation schlichtweg Spaß, und 35 % fühlen sich durch das positive Feedback ihrer Mitreisenden bestätigt, denen die von ihnen organisierten Urlaube gefallen. Allerdings geben ebenso 41 % zu, vor allem deshalb die Verantwortung zu übernehmen, da sie sicherzustellen wollen, dass der Urlaub genauso wird, wie sie ihn sich persönlich wünschen. Nur eine kleine Minderheit (5 %) überlässt die gesamte oder den Großteil der Organisation anderen. Von diesen Delegierenden verlassen sich 61 % auf ihre Mitreisenden, während 18 % einen externen Dienstleister wie ein Reisebüro bevorzugen (bei Familien sind es sogar 27 %). Die Auswahl der Unterkunft (47 %), der Reisezeitraum (45 %) und die Sehenswürdigkeiten sowie Aktivitäten vor Ort (43 %) sind die am häufigsten delegierten Aufgaben. Die Motivation für das Delegieren wurzelt in Vertrauen (59 % halten ihre Mitreisenden für großartige Planer) sowie im Wunsch, Stress zu vermeiden (20 %) oder der Sorge, die Erwartungen der anderen nicht zu erfüllen (12 %).
Freude am Organisieren
Aktive Buchende empfinden die größte Belohnung in der Vorfreude, die sie verspüren, sobald sie eine Reise gebucht haben (51 %), gefolgt von der Zufriedenheit darüber, die Organisation eines Urlaubs abgeschlossen zu haben (44 %). Fast vier von zehn (38 %) genießen die kreative Freiheit, die mit der Planung einhergeht. Und wer kommt 2026 mit als Reisebegleitung? Am häufigsten nennen die Befragten Partner (43 %), Familie (37 %) und Freunde (27 %). Für Gen Z scheint der eigene Freundeskreis besonders wichtig zu sein: 49 % planen in diesem Jahr einen Urlaub mit Freunden. Mögliche Hürden bei der Reiseorganisation drehen sich diese in erster Linie um Logistik und Koordination: Die unterschiedlichen Interessen aller Mitreisenden unter einen Hut zu bringen, empfinden 31 % als den stressigsten Aspekt – bei Familien sind es sogar 37 %. Weitere Stressfaktoren sind der mit der Organisation verbundene Aufwand (31 %) sowie die Wahl der Unterkunftsart und -lage (30 %). Interessanterweise gilt die Einigung auf ein Budget als am wenigsten herausfordernd (22 %) – mit Ausnahme der besonders preisbewussten Gen Z, von der 30 % dies als am stressigsten empfinden.
Reiseinspirationen sind sehr persönlich, wobei Freunde und Familie die wichtigste Quelle sind (52 %), gefolgt von Online-Buchungsplattformen (42 %) und sozialen Medien (40 %). Dabei sind soziale Medien besonders für Gen Z wichtig (61 %), die auch KI-Empfehlungen gegenüber aufgeschlossener ist (27 %) als der durchschnittliche deutsche Reisende (14 %). Insgesamt ist die Neugierde auf innovative Technologien groß: 80 % sind der Meinung, dass KI großes Potenzial bietet, die Planung und Buchung von Reisen zu vereinfachen.
All-in-One-Plattformen
Die meisten buchen den Großteil ihrer Reisen über Online-Buchungsplattformen (62 %), während sich 13 % für ein Reisebüro entscheiden. Der Vorteil einer einzigen Plattform für Unterkunft, Flüge, Mietwagen und Attraktionen liegt dabei auf der Hand: 96 % stimmen zu, dass dies die Planung vereinfacht, da sie ihre gesamte Reise nahtlos an einem Ort buchen und anpassen können. 97 % geben zudem an, die Zeitersparnis zu schätzen, weil sie nicht verschiedene Plattformen und Websites durchsuchen müssen. Darüber hinaus stimmen fast ebenso viele (94 %) zu, dass eine All-in-One-Plattform gute Angebote enthält, einschließlich Treueprogrammen mit einer Vielzahl an Vorteilen.
Die Ergebnisse sind aus einer Online-Befragung von Appinio in Auftrag Booking.com entnommen. Durchgeführt wurde diese vom 4. bis 10. November 2025 unter 1.000 Teilnehmenden im Alter von 18 bis 65 Jahren in Deutschland.