Kein Urlaubsverzicht

Die finanzielle Lage der Deutschen hat sich verschlechtert – vor allem für die Älteren. So berichten 48 Prozent der 50- bis 79-Jährigen von geringeren frei verfügbaren Mitteln, das sind elf Prozentpunkte mehr als im September 2025. Trotz geringerer Kontostände möchten die Deutschen weiterhin verreisen, wie luckx – das magazin recherchierte.

Reisen ist weiterhin angesagt

Etwa jeder fünfte Deutsche will in den kommenden 12 Monaten mehr Geld für Urlaub ausgeben als bisher. Damit stehen die Ferien an erster Stelle der geplanten Mehrausgaben. Die Jüngeren sind besonders ausgabefreudig: 30 Prozent der unter 30-Jährigen möchten in Reisen investieren. 19 Prozent der Befragten möchten mehr als 2.000 Euro für Reisen ausgeben. 27 Prozent der Deutschen planen weniger Ausgaben für Restaurants. Das sind die wesentlichen Ergebnisse einer Studie. Auch wenn sich viele Bundesbürgerinnen und Bundesbürger finanziell einschränken müssen, wollen sie nicht auf alle schönen Seiten des Lebens verzichten. 25 Prozent der Befragten nennen Urlaub als unverzichtbar.

Abseits von Urlaubsreisen nennen die Deutschen nur wenige Dinge als unverzichtbar. Bei den kleinen Auszeiten im Restaurant wollen 27 Prozent sparen, nur neun Prozent mehr ausgeben. Damit ist Essengehen der Bereich, bei dem die meisten Deutschen an den Kosten sparen wollen. Hauptgrund sind die gestiegenen Preise. Stattdessen wollen viele selbst kochen – aber mit hochwertigen Zutaten. Denn an zweiter Stelle der wichtigen Dinge stehen nachhaltige und bewusst ausgewählte Lebensmittel, die 22 Prozent keinesfalls missen möchten. Weitere 25 Prozent halten es für unbedingt notwendig, Rücklagen zu bilden.

Sport, Streamingdienste und weitere Hobbys

Für unter 30-Jährige ist Sport unverzichtbar. 26 Prozent können sich nicht vorstellen, den Rotstift ausgerechnet bei Fußball, Fitnesscenter oder Lauftraining anzusetzen. Im Durchschnitt der Bevölkerung empfinden nur 14 Prozent den Sport als derart wichtig. Gleich dahinter folgen für 18- bis 29-Jährige Streamingdienste, jeder vierte Jüngere findet Amazon, Netflix und Co. unersetzbar. Im Durchschnitt aller Altersgruppen sind es 16 Prozent. Auch andere Hobbys sind für 24 Prozent der Jüngeren selbst in harten Zeiten nicht wegzudenken. Während für Jüngere der Spaß beim Streamen und Sport treiben fest zum Alltag dazugehört, ist den Älteren Sicherheit am wichtigsten: 27 Prozent der 50- bis 79-Jährigen halten Rücklagen für besondere Anschaffungen als zwingend notwendig. Sie wollen die Einzahlungen auch dann nicht aufgeben, wenn sie generell sparen müssten.

Hintergrund

Die Studie „TeamBank-Liquiditätsbarometer“ untersucht seit dem Jahr 2013 Liquidität und Konsumverhalten der deutschen Bevölkerung. Im April 2026 befragte das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag der TeamBank AG 3.073 Personen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren online.