Umgangssprachlich bedeutet im Englischen „Drivers seat“ in etwa soviel wie „das sagen haben“; also Entscheidungen treffen. Vom Autofahren, woher der Begriff eigentlich kommt, ist es die Selbständigkeit das Fahrzeug zu beherrschen. Das wollen auch die jungen Fahrer, wie luckx – das magazin recherchierte.
Führerschein
Deshalb ist es nicht verwunderlich, das junge Menschen so schnell die Fahrerlaubnis erwerben wollen. So sind der Führerschein und das erste eigene Auto für junge Menschen zwischen 18 bis 30 Jahren, die Generation Z (Gen Z), wichtige Meilensteine im Leben. Das sind die Ergebnisse des Automobilbarometer 2025 ‘Cars: an eternal youth?‘ von Consors Finanz. Obwohl die Kosten für den Führerschein hierzulande in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind, haben ihn 64 Prozent der Gen Z bereits mit 18 in der Tasche. Weitere 25 Prozent der jungen Erwachsenen in Deutschland erhalten ihre Fahrerlaubnis bis spätestens zum 20. Lebensjahr. Mit neun von zehn Befragten kauft sich zudem die große Mehrheit mit spätestens 25 Jahren ihr erstes eigenes Auto.
Die Auswahl des Fahrzeugs bestimmt zuallererst das vorhandene Budget. So entscheidet sich mehr als die Hälfte (56 Prozent) der jungen Deutschen für ein gebrauchtes Auto. Im Schnitt geben sie bereits 16.659 Euro für ein Fahrzeug aus. Zum Vergleich: Die Generation zwischen 30 und 49 zahlt hierzulande im Schnitt bereits 23.804 Euro. Neben den finanziellen Mitteln spielen Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit eine zentrale Rolle bei der Wahl der Automarke. Zugleich setzt die Gen Z bei der Markensuche etwas andere Schwerpunkte als die ältere Generation. Die jungen Erwachsenen schauen intensiver auf Prestige (55 Prozent) und Sportlichkeit (60 Prozent) des Wagens, während bei den Älteren auch das Herkunftsland einer Marke ein wichtiger Aspekt für die Auswahl ist (53 Prozent der 30- bis 49-Jährigen, 51 Prozent der über 50-Jährigen). Bezüglich der Energiequelle setzt sich aktuell noch deutlich Benzin oder Diesel gegen Strom durch. 86 Prozent der deutschen Gen Z fahren einen Verbrenner, nur zwölf Prozent ein E-Auto oder Hybrid. Hauptgrund ist die Sorge, zu unflexibel auf den Strecken zu sein und Probleme beim Laden zu bekommen. Damit unterscheiden sich in diesem Punkt die jungen Menschen kaum von den älteren Generationen. Bei den 30- bis 49-Jährigen haben 87 Prozent einen Verbrenner und nur 13 Prozent ein batteriebetriebenes Fahrzeug, bei der Generation 50 plus ist das Verhältnis 89 zu zehn Prozent.
Informationssuche
Um das passende Fahrzeug zu finden, informiert sich die Gen Z lieber im Internet um, als sich zum Händler aufzumachen. Acht von zehn jungen Deutschen tragen selbst ihre Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammen. Benötigen sie Rat im Kaufprozess, würden sich 33 Prozent direkt an die Hersteller und 30 Prozent an die Händler wenden. Hier ticken die Deutschen etwas anders als die weltweit befragten 18- bis 29-Jährigen. Global gesehen vertrauen mit 44 Prozent sehr viel mehr junge Leute eher den Herstellern als den Händlern (25 Prozent).
Bernd Brauer, Head of Mobility bei Consors Finanz, stellt fest: „Selbst mobil und mit einem eigenen Auto unabhängig zu sein, bleibt ein Grundbedürfnis in unserer Gesellschaft.“ Damit ist die junge Generation nach wie vor eine zentrale Zielgruppe für Hersteller und Händler. „Gerade Händler müssen herausfinden, wie sie die junge Generation am besten erreichen, deren Wahrnehmung mittlerweile von der digitalen Welt geprägt ist.“
Über die Studie
Die Verbraucherstudie wurde vom 25. Juni bis 9. Juli 2024 durch Harris Interactive in 14 Ländern durchgeführt: Belgien, China, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, Türkei, Vereinigtes Königreich und die Vereinigten Staaten. Insgesamt wurden 16.000 Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt (Online-Befragung über CAWI). Diese Personen wurden aus einer repräsentativen nationalen Stichprobe des jeweiligen Landes ausgewählt.