Energiekrise

Die Energiekrise betrifft nicht nur Autofahrer, die von den Ölkonzernen und dem Finanzministerium abgezockt werden. Wer täglich mit dem Auto zur Arbeit fährt, muss einfach tanken. Da bleibt dann nicht viel für andere Aktivitäten übrigen. So schadet diese Abzocke durch hohe Steuern und Spritpreise vielen anderen Branchen, weiß luckx – das magazin.

Kaufkraft stark reduziert

Wenn die Geldbörse immer leerer wird aufgrund der steigenden Energiepreise, bleibt für andere Aktivitäten nicht viel übrig. Seit einem Monat werden die Deutschen als auch die anderen Europäer richtig abgezockt. Das rief nicht nur die Tankstellenpächter auf dem Plan. Denn wer für Kraftstoff viel zu viel bezahlen muss, kauft keine Brötchen oder andere Produkte in der Tanke. Dann werden die Angebote genau geprüft. So müssen die Tankstellenbetreiber erhebliche Umsatzeinbußen feststellen. Doch nicht nur dort ist das Umsatzminus vorhanden. Der Handel, die Hotellerie als auch die Gastronomie leiden nun abermals seit der Corona-Krise unter den dramatischen Folgen. Der Binnenkonsum ist stark betroffen. Ob In- oder Auslandsreisen: Die Reisebranche erlebt nach dem Hoch der Buchungsmonate von Dezember bis Ende Februar einen starken Einbruch. Was das für die Reise- und Restaurantbranche als einen der wichtigsten Wirtschaftszweige bedeutet, ist noch nicht abzusehen. Hier ist dringendes, politisches Handeln angesagt. Doch die Politiker verstecken sich in ihren Ministerien. Hier ist dringendes Handeln angesagt, statt beispielsweise Pseudokraftstoffpreisbeschränkung durch die Zulassung von einer Preiserhöhung pro Tag. Was muss passieren: Kraftstoffpreise auf das Niveau vom 24. Februar 2026 festsetzen für mindestens drei Monate.

Stimulierung der Kaufkraft?

Nun versuchen Branchenvertreter mit unterschiedlichen Forderungen der schon vorhandenen oder kommenden Krise in ihrem Bereich her zu werden. So warnt die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) vor einer gefährlichen Wechselwirkung aus steigenden Energiepreisen und sinkender Binnennachfrage infolge der geopolitischen Eskalation im Nahen Osten. Während Gas-, Strom- und Lebensmittelpreise deutlich anziehen, gerät die Nachfrage nach Leistungen der Gastwelt (Tourismus, Hospitality, Foodservice & Freizeit) zunehmend unter Druck. Die Denkfabrik spricht von einer „doppelten Belastung“, die sich zu einer strukturellen Herausforderung für den Standort entwickeln könne. „Die Energiekrise trifft die Gastwelt nicht einmal, sondern dreifach: über allgemein steigende Kosten, über die Verteuerung der Lieferketten und über die Kaufkraft der Gäste“, sagt DZG-Vorstandschef Dr. Marcel Klinge. Wenn Preise für Energie und Lebensmittel weiter stiegen, werde erwartbar zuerst bei Restaurantbesuchen, bei Freizeit und Reisen ins In- und Ausland gespart.

Energiepreise als Multiplikator

Immer höhere Energiepreise wirken dabei als Multiplikator entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Lebensmittelproduktion über Logistik bis hin zu Betriebskosten in Hotels, Bars, Gastronomie und Freizeitbetrieben. Gerade energieintensive Bereiche wie Küchenbetrieb, Kühlung, Wäscherei, Wellness- und Spa-Angebote oder Schwimmbäder sind unmittelbar betroffen. Gleichzeitig führen Inflation und allgemeine Unsicherheit zu einer spürbaren Konsumzurückhaltung. Für die Gastwelt entsteht damit eine doppelte Belastung aus Kosten- und Nachfrageeffekten. Hinzu kommt eine strukturelle Besonderheit des Wirtschaftssektors: Gastwelt-Leistungen gehören zu den ersten Ausgaben, auf die Verbraucher in unsicheren Zeiten verzichten. Gleichzeitig sind viele Betriebe stark personal- und standortgebunden und können Kostensteigerungen nur begrenzt kompensieren. Das erhöht die Anfälligkeit gegenüber externen Schocks erheblich.

Bundespolitik zur Aktivität aufgefordert

Vor diesem Hintergrund fordert die Denkfabrik ein schnelles Maßnahmenpaket, das sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite stabilisiert. Neben einer dauerhaften Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestniveau für alle Unternehmen und einem Belastungsmoratorium für zusätzliche Abgaben und Regulierung spricht sich die Denkfabrik ausdrücklich für Maßnahmen zur Stärkung des Binnenkonsums aus. „Wer die Wirtschaft stabilisieren will, muss auch die Nachfrage stabilisieren“, so Klinge. „Eine neue Inflationsausgleichsprämie etwa könnte helfen, Kaufkraft zu sichern und gezielt dort zu wirken, wo Konsum entsteht, zum Beispiel in Gastronomie, Hotellerie, Tourismus und Freizeit.“ Gleichzeitig betont die DZG, dass die aktuelle Entwicklung nicht als kurzfristiger Preisschock unterschätzt werden dürfe. Erfahrungen aus früheren Krisen zeigten, dass sich Energiepreise häufig auf einem dauerhaft höheren Niveau einpendeln. Umso wichtiger sei es, Unternehmen vor extremer Volatilität zu schützen und Investitionen in Effizienz und Unabhängigkeit zu ermöglichen. „Energiepolitik ist längst Standortpolitik, das sehen wir gerade sehr deutlich. Je länger der Krieg im Nahen Osten dauert, desto spürbarer werden die Auswirkungen bis auf den Teller im Lokal“, erklärt der ehemalige Bundestagsabgeordnete. „Wenn wir die Gastwelt als Wertschöpfungsfaktor erhalten wollen, müssen wir sowohl die Kostenbasis der Unternehmen stabilisieren als auch die Nachfrage stärken. Beides gehört zusammen.“

Arbeitsplatzverluste drohen

Die Denkfabrik warnt, dass ohne gezielte Gegenmaßnahmen ein weiterer Rückgang von Angebot, Beschäftigung und regionaler Wertschöpfung drohe. Die Gastwelt sei mit rund sechs Millionen Beschäftigten nicht nur ein zentraler Arbeitgeber, sondern auch ein entscheidender Faktor für wirtschaftliche Dynamik und gesellschaftliches Leben in Deutschland.

Doch all diese geforderten Maßnahmen bedeuten Zeitverluste in ihrer Wirkung. Senkung der Stromsteuer und Inflationsausgleichsprämie sind keine Sofortmaßnahmen. Es müssen wieder Verordnungen entwickelt, geschrieben und abgestimmt werden. Auch die EU-Verwaltung ist einzubeziehen. Wenn es gut läuft, haben wir in einem Jahr ein passendes Konstrukt entwickelt.  Der Büeikratie sei Dank. Da sind die meisten Betriebe schon abgewickelt. Der jetzige Bundeskanzler hat der früheren Bundesregierung mangelhafte Krisenbewältigung vorgeworfen. Wo bleibt jetzt sein Einsatz, seine so oft von ihm zugesagte Führungsrolle in Deutschland, in Europa, in der Welt? Klare Kante, schnelles Handeln und keine leeren Versprechungen wollen die Bürger in diesem, unserem Land.