Jeden Tag fallen uns Chancen vor die Füße. Eigentlich müssen wir uns nur bücken, um sie aufzuheben und umzusetzen. Doch von vielen werden diese nicht erkannt. So bedarf es bei den meisten immer ein besonderes Ereignis wie den Jahresanfang. Das ist aber nicht erforderlich, meint luckx – das magazin und setzt den ersten Teil fort.
Routine
Diese Routinen können sehr individuell sein – deshalb müssen wir herausfinden, was uns gut tun. So können wir uns ein paar Minuten Zeit für einen achtsamen und ruhigen Start in den Tag nehmen. So sind wir umso besser gewappnet für all das, was der Tag bereit hält.
Mini-Pausen bewusst nutzen: Zwischen zwei Terminen oder Aufgaben für eine Minute innehalten, die Schultern locker lassen und den Atem beobachten. Diese kurzen Unterbrechungen wirken wie kleine Reset-Momente für das Nervensystem.
Achtsames Gehen: Ob auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause oder nach Feierabend – bewusst auf Schritte, Atmung und Umgebung achten. Das holt uns aus dem Gedankenkarussell zurück in den Moment. Deshalb kann insbesondere Bewegungen wie Laufen oder Wandern eine gute Möglichkeit der inneren Einkehr sein.
Abendlicher Rückblick: Den Tag bewusst abschließen, indem wir uns fragen: „Was war heute hilfreich?“, „Was hat mir Kraft gegeben?“, „Wofür bin ich dankbar?“
Auch an schwierigen Tagen lassen sich oft kleine Lichtblicke entdecken.
Unsicheren Zeiten
Kriege, politische Spannungen, die Klimakrise, soziale Ungleichheit – viele Nachrichten, die uns täglich erreichen, sind beunruhigend. Auch wenn wir nicht alles unmittelbar beeinflussen können, wirken diese globalen Entwicklungen auf unser persönliches Erleben. Sie erzeugen Unsicherheit, Zukunftsängste und nicht selten das Gefühl von Ohnmacht.
Gerade deshalb sind Resilienz und Achtsamkeit heute wichtiger denn je. Sie helfen uns, informiert und empathisch zu bleiben, ohne uns dauerhaft überwältigen zu lassen. Achtsamkeit unterstützt dabei, den eigenen Nachrichtenkonsum bewusster zu gestalten und innere Warnsignale frühzeitig wahrzunehmen. Resilienz stärkt die innere Haltung, mit Unsicherheit umzugehen, Ohnmachtsgefühle einzuordnen und trotz komplexer Rahmenbedingungen handlungsfähig zu bleiben – auch dann, wenn die großen gesellschaftlichen Fragen keine schnellen Lösungen bieten.
Bewegung
Neben mentalen Strategien spielt auch der Körper eine zentrale Rolle für unsere seelische Gesundheit. Bewegung und Sport wirken nachweislich stressreduzierend, sie bauen innere Anspannung ab und fördern den Ausgleich nach emotional fordernden Tagen. Schon moderate Bewegung – ein Spaziergang, Radfahren oder sanfte Gymnastik – kann helfen, den Kopf freier zu bekommen und wieder besser bei sich anzukommen. Gerade in belastenden Arbeitskontexten bietet Bewegung einen wichtigen Gegenpol. Sie stärkt das Körpergefühl, vermittelt Selbstwirksamkeit und setzt Botenstoffe frei, die Stimmung und Schlaf positiv beeinflussen. Dabei geht es nicht um Leistung oder Perfektion, sondern um Regelmäßigkeit und Freude. Wer Bewegung als Form der Selbstfürsorge versteht, investiert aktiv in die eigene Resilienz.
Blick nach vorn
Der Beginn eines neuen Jahres ist kein Neuanfang im luftleeren Raum – aber er kann ein bewusster Übergang sein. Resilienz und Achtsamkeit laden dazu ein, sich selbst ernst zu nehmen, ohne sich unter Druck zu setzen. Vielleicht ist das der wichtigste Gedanke für den Jahresbeginn: Wir müssen nicht perfekt starten. Es genügt, aufmerksam und zuversichtlich einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Resilienz und Achtsamkeit wachsen nicht über Nacht. Sie entstehen durch viele kleine Entscheidungen im Alltag. Manchmal reicht es schon, sich selbst mit etwas mehr Nachsicht zu begegnen.
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