Ist das glatt!

Dauerfrost hat Deutschland fest im Griff. Trotz kommunaler Vorgaben werden Wege und Straßen, insbesondere in den niedrigen Lagen, nur unzureichend von Schnee und Eis befreit. Doch es gibt auch Orte, wo Eisglätte gefragt ist, weiß luckx – das magazin.

Sicheres Eislaufen

Eislaufen zählt zu den schönsten Winteraktivitäten hierzulande. Kein Wunder, dass es jetzt wieder viele aufs Eis zieht. Stahlkufen, Unebenheiten und ungewohnte Bewegungen können aber auch zu Unfällen und Verletzungen führen. Deshalb ist eine gute Vorbereitung und die richtige Ausrüstung wichtig. Wer sich aufs Eis wagt, sollte natürlich zuerst sich einer tragenden Eisdecke versichern. Sicher sind die vorhandenen Eislaufhallen oder Freifläche die bessere Alternative, als auch auf einen zugefrorenen See zu begeben. Bevor es dann losgehen kann, sollte eine wasserabweisende und wärmende Kleidung in mehreren Lagen bevorzugt weren. So lassen sich einzelne Schichten flexibel anpassen und überschüssige Körperwärme beziehungsweise Feuchtigkeit optimal abtransportieren. Funktionsunterwäsche, atmungsaktive Zwischenlagen und eine schützende Außenschicht sorgen für effektive Temperaturregulation. Wichtig sind Mütze, Schal und besonders Handschuhe. Bevorzugt werden sollten warme, wasserdichte Schlittschuhe. Auch wenn so mancher meint, er braucht es nicht, sollte der Kopf durch einen Helm geschützt werfden. Sind die Kufen der Schlittschuhe beim Transport mit einem Überzug geschützt, kann das scharfe Metall keine Verletzungen oder Löcher in der Kleidung verursachen.

Warm sollte es schon sein

Wo Eis ist, ist auch Kälte. Wer selten Schlittschuh läuft, sollte sich vor dem Gang aufs Eis aufwärmen und sich nicht überfordern. Regelmäßige Pausen und ausreichendes Trinken heißer, nicht alkoholischer Getränke helfen, Unterkühlung und Erschöpfung zu verhindern. Wenn es dann doch zu kalt ist, sollte schnell die Wärme aufsuchen. Das ständige Ausbalancieren, wiederholtes Bremsen und Drehen sind zwar ein gutes Training für die Muskulatur. Eisläufer sollten ihre eigene Fitness aber realistisch einschätzen und Gelenke, Bänder und Muskulatur nicht über Gebühr beanspruchen. Nicht für jeden ist Eislaufen geeignet. So sollten sich Aspiranten einer ehrlichen Selbsteinschätzung unterziehen.

Für Anfänger empfiehlt es sich, auf einer Eislaufbahn oder in einer Halle die ersten Versuche zu wagen, am besten im Rahmen eines Kurses oder mit Hilfsmitteln wie Pinguinen, Zwergen oder anderen Eislauflern-Figuren. Hier können sich die Novizen auf Kufen festhalten und sich langsam an die ungewohnten Bewegungen und das Halten des Gleichgewichts gewöhnen. Neben dem Helm können auch Knie- und Ellenbogenschoner empfehlenswert sein.

Erste Hilfe

Wer beim Eislaufen stürzt, sollte ruhig bleiben, prüfen, ob ein sicheres Aufstehen alleine möglich ist und sich gegebenenfalls Hilfe holen. Umstehende sollten aufmerksam beobachten, ob die gestürzte Person stabil steht oder Anzeichen von Schmerzen zeigt. Wenn das Aufstehen nicht problemlos gelingt, sollten Hilfspersonen vorsichtig die verunfallte Person von der Eisfläche zu begleiten und hier weiter zu versorgen. Wärme, etwas zu trinken und das Begutachten der Verletzung sind die nächsten Schritte. Ist es nicht nur ein blauer Fleck, sollte der Betreffende einen Arzt aufsuchen. Falls es die Situation erfordert, ist ein Anruf beim Notdienst das Mittel der Wahl.

Eislaufen Seen und Flüssen

Natürlich gewachsenes Eis ist besonders schön, bringt aber auch eine ganze Reihe von Gefahren mit sich. Damit Natureis eine Person sicher trägt, sollte klares, bläulich wirkendes Eis über einen längeren Zeitraum hinweg bei strengem Dauerfrost gewachsen sein und mindestens rund acht bis zehn Zentimeter dick sein. Gleichzeitig bleibt jedes Natureis unberechenbar, weil Strömungen, Zu- und Abläufe, Brücken, Stege oder frühere Einbruchstellen zu ungleichmäßig gefrorenen Bereichen führen, in denen die Eisdicke deutlich geringer ist. Hier kann es trotz scheinbar geschlossener Fläche plötzlich brechen.