Dies ist unser Land

Wir Deutsche haben es geschafft! Sowohl in den USA als auch in Russland wurden wir zu den Staatsfeinden Nr. 1 erklärt. Die Gründe sind dabei ganz unterschiedlich: Der Neid der USA beruht auf unsere wirtschaftliche Stärke. Der Neid der Russen liegt an unserer Demokratie. Wie gehen wir damit um, fragt sich luckx – das magazin.

Bedrohung real?

Politik, das haben wir von luckx – das magazin schon mehrfach betont, ist nicht der Inhalt unseres Magazins. Das können andere viel besser als wir. Eigentlich lassen diese Nachrichten vom Staatsfeind Deutschland nur ein müdes Lächeln oder Sarkasmus aufkommen, für den Journalisten so berühmt sind. Doch wir müssen als Mitglieder dieser, unserer Gesellschaft, auch klar artikulieren, wofür wir hier in unserem Land stehen. Diese Diskussionen führen wir in unserer Redaktion fast täglich. Denn, auch wenn wir nicht über Politik schreiben, so haben wir doch meist eine klare Meinung darüber. Die letzten Diskussionen beschäftigten uns, ob es tatsächliche eine reale Bedrohung für unsere Gesellschaft, unsere Demokratie gibt. Sowohl aus den USA kommen Töne, die uns wirtschaftlich Schaden wollen. Zölle in ständig variierender Höhe sollen auf Güter aus Europa, insbesondere aus Deutschland, unsere Wirtschaft schwächen. Okay, das ist nicht schön, doch händelbar. Es kommen dann Gegenzölle und alles schaukelt sich in eine Höhe, wo dann die Dummdreistigkeit solcher Politik deutlich wird. Der Schuss geht dann nach hinten los. Die Wirtschaft in den USA nimmt größeren Schaden. Das ist jetzt schon absehbar und wird von US-amerikanischen Experten auch so beschrieben.

Die Russen kommen?

Doch wie gehen wir mit der vermeintlichen Bedrohung aus Russland um? Die Äußerungen vom russischen Parlamentspräsidenten könnten besorgniserregender nicht sein, oder? Oder sitzen die genauso wie unsere Berliner Politiker in einer Moskauer Blase und träumen vom Großrussischen Reich mit Zar Wladimir? Müssen wir diese Bedrohungen ernst nehmen?

Nun hat unser deutscher Verteidigungsminister von Kriegstauglichkeit gesprochen und das wir uns für einen Krieg vorbereiten müssen. Wie das mit einem Krieg so ist, haben nur noch wenige Bundesbürger in Erinnerung. Wir leben seit 80 Jahren im Frieden – jedenfalls so leidlich. Wir haben auch klar in unserem Grundgesetz nur den Verteidigungsfall festgelegt. Vom Überfall auf ein anderes Land á la Russland auf die Ukraine, kommt darin nicht vor.

Doch für die Russen stellen wir eine große Gefahr dar. Denn unsere Demokratie mit Meinungsfreiheit passt vielen nicht. Neben den Russen gehörten dazu auch die ungarische und gehören weiterhin einige andere Regierungen im europäischen Raum. Außerdem ist es so, trotz aller gegenteiligen Stimmen aus Politik („macht endlich euren Job“) und Unternehmen, dass wir fleißigen Deutschen ungeachtet des vielen Urlaubs und weniger Arbeitsstunden pro Jahr uns einen viel höheren Lebensstandard erarbeitet haben und weiterhin erarbeiten. Das weckt Begehrlichkeiten. Da möchten viele dran teilhaben. Sei es als Wirtschaftsflüchtlinge, Asylsuchende oder Russischer Zar. Nun, wenn Wirtschaftsflüchtlinge und Asylsuchende einen der offenen Arbeitsplätze einnehmen und sich an unsere Gesetze und Regeln halten, sind sie willkommen. Das tun die meisten auch. Mit den Ausnahmen können wir schlecht leben; lösen das aber gerade. Doch der russische Zar möchte kein Asyl bei uns, sondern unser Land stehlen, wie er es gerade mit der Ukraine probiert.

Wir sind vorbereitet

Nun wird ja immer wieder behauptet, unsere Bundeswehr sei ein Haufen unansehnlicher Waschlappen, zu nichts zu gebrauchen. Die Gewehre schießen, wenn überhaupt, nur um die Ecke. Und Munition gibt’s nur auf Bezugsschein. Der Rest des Materials wird kaputt gepflegt, aber glänzt wie das Tanzparkett im Offizierskasino.

Bedrohungslagen reizen immer zu höheren Forderungen; ähnlich wie bei Versicherungen. Wir versichern etwas, was nicht eintreten soll: Ein Autounfall durch eine Kfz-Versicherung und eine Hausratversicherung gegen Einbruch und vielleicht einen Wasserschaden. So fordern aktive und ehemalige Militärs mehr Material und höhere Ausgaben. Verständlich? Vielleicht.

Außerdem neigen wir Deutsche zum Unterstatement und haben immer großes Verständnis sowie ein großes Herz. Das ist einerseits ganz gut. Doch es kann und es wird auch missverstanden. Zum Selbstverständnis unserer Verteidigungsbereitschaft sollten wir dazu ein paar Zahlen auf den Tisch legen. Rund 200.000 Soldaten hat die Bundeswehr. Reservisten sind es etwa eine Million. Mit Waffen umgehen können rund 1,5 Millionen Sportschützen. Und zwar so gut, dass ihre Treffgenauigkeit innerhalb eines 2-Euro-Stückes liegt. Das wäre für jeden angreifenden Russen tödlich. Wer nun meint, darunter sind auch einige „alte Flinten-Weiber“ (sorry, das ist nicht despektierlich gemeint), die nicht mehr so flink auf ihren Beinen sind, sollte einmal einen Schützenverein besuchen. Da ändert sich deren Meinung aber sehr schnell in Hochachtung. Klar, die meisten Sportschützen schießen ja „nur“ mit Kleinkaliber. Doch die Bundeswehr schießt mit einem ähnlichen Kaliber. Beide haben eine hohe Durchschlagskraft. Ach ja, dazu kommen noch mehr als 600.000 Jäger. Das ergibt rund 3,3 Millionen Bundesbürger unter Waffen. Wer nun meint, so viele Waffen gibt es gar nicht in Deutschland, irrt gewaltig. In Deutschen Waffenschränken befinden sind 46 Millionen scharfe Waffen; mit der zugehörigen Munition. Und jeder Schuss ist ein Treffer. Auch wenn die heutige Kriegsführung mit anderen Strategie als auf Massenheere setzt, ist diese Anzahl von Scharfschützen schon gewaltig. Daraus ergibt sich eine große Sicherheit für und in der Landesverteidigung.

Fazit: Dies bleibt unser Land

Wir bleiben wachsam. Wir sammeln Informationen. Wir sind vorbereitet. Wir sehen, wie „tapfer“ sich die russische Armee mit ihrem Kriegsherrn in der Ukraine schlägt. Wir brauchen vor den Russen keine Angst zu haben. Sie sind als Freunde – wie auch die Amerikaner und alle anderen Nationen – immer herzlich willkommen. Doch: Dies bleibt unser Land. Basta.