Kredit

Wer kennt das nicht: Um einen Kredit oder eine Wohnung zu bekommen, wollen Banken und Autohäuser als auch Vermieter vorab die Bonität geklärt haben. Meist geht die Anfrage an die Schufa oder Creditreform. Was Verbraucher beachten sollten, hat luckx – das magazin recherchiert.

Bewertung

Ohne Weiteres wird weder Geld über den Tisch geschoben oder Schlüssel zum neuen Auto oder zur neuen Wohnung ausgehändigt. Die Leistungsfähigkeit der Verbraucher wird vorab bewertet. Aktuell hat dazu die Schufa eine Liste mit zwölf Kriterien erstellt, wonach die Bonität der Verbraucher bewertet wird. Dafür gibt die es Punkte. Der neue Score soll transparent und nachvollziehbar Einblick geben, wie die gesammelten Daten gewichtet werden. Zusammengerechnet ergeben die Punkte der einzelnen Kriterien den individuellen Score-Wert, der auf einer Skala zwischen 100 und 999 Punkten rangieren kann und der über die Bonität entscheidet: Je mehr Punkte, desto besser. Ein Beispiel: Das Kriterium Zahlungsstörungen ist das wichtigste Kriterium. Liegen keine oder nur erledigte Zahlungsstörungen vor, gibt es zwischen 100 und 264 Punkten. Für kein anderes Kriterium gibt es so viele Punkte. Von Zahlungsstörungen spricht die Schufa dann, wenn Rechnungen nicht ordnungsgemäß bezahlt oder zurückbezahlt werden. Beispiel: Eine offene Rechnung liegt vor, der Schuldner nicht widersprochen haben und die nach zwei schriftlichen Mahnungen nicht bezahlt wurde. Außerdem muss frühestens bei der ersten Mahnung auf den Schufa-Eintrag hingewiesen worden sein. Zudem müssen zwischen der ersten Mahnung und der Meldung an die Schufa mindestens vier Wochen vergangen sein.

Zahlungsstörungen

So verteilt die Schufa nach eigenen Angaben Punkte bei Zahlungsstörungen: „Liegt keine Zahlungsstörung vor, erhalten Personen 264 Punkte. 100 Punkte fließen bei einer erledigten Zahlungsstörung ein. Liegt die erledigte Zahlungsstörung ein Jahr zurück, sind es 135 Punkte, ab zwei Jahren 152 Punkte. Bei offenen Zahlungsstörungen wird kein Score berechnet und Personen erhalten somit auch keine Punkte.“ Wichtig zu wissen: Zahlungsstörungen wirken sich bis zu drei Jahre nach Erledigung negativ auf den Score aus, heißt es bei der Schufa. Der Einfluss nehme im Laufe der Zeit ab. Inkassoanfragen wirken sich laut Schufa für zwölf Monate auf den Tag genau negativ auf den Score aus und werden anschließend gelöscht. Verbraucher können auf der Homepage der Schufa die zwölf Kriterien selbst einsehen und eine genaue Erklärung dazu, wann es wie viele Punkte gibt. Aus diesem Zwölf-Punkte-Katalog lässt sich klar ablesen: Wer schon lange an einer Adresse wohnt, Stammkunde bei seiner Bank ist, Rechnungen umgehend begleicht, keine Konsumkredite aufnimmt und einen Immobilienkredit abbezahlt, ist in den Augen der Schufa ein zuverlässiger Zahlungspartner. Der Vorteil des neuen Punktesystems: Verbraucher können transparent die Punktevergabe einsehen und so auch selbst ablesen, wie Sie ihren Score verbessern können.