Tapetenwechsel

Urlaub soll die schönste Zeit des Jahres sein. Doch so richtig freuen können sich Haustierbesitzer darauf nicht. Denn immer wieder stellt sich die Frage, welcher Gastgeber möchte Herrchen (und Frauchen) sowie deren tierischen Anhang in seine Unterkunft lassen? Wenn es dann doch gelungen ist, die passende Urlaubsunterkunft zu finden, müssen Katz und Hund auf den Tapetenwechsel vorbereitet werden, wie luckx – das magazin recherchierte.

Gewöhnungsbedürftig

Auch wenn wir Deutsche Reiseweltmeister sind, so trifft das nicht auf unsere Haustiere zu. Sie müssen sich an so eine Reise erst gewöhnen. Sie sind weder flugerfahren noch routinierten Autofahrer. Für Hunde und Katzen ist eine längere Fahrt mit dem Auto kein alltägliches Erlebnis. Sie spüren im Vorfeld keine Nervosität, da sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Die Anspannung wächst erst, wenn sie unterwegs sind. Für die Fahrer heißt es, sich auf diese Situation vorzubereiten und die Fahrzeuge mit den besten Bedingungen für die Vierbeiner auszustatten. Viele Haustierbesitzer sind deshalb schon auf ein Wohnmobil umgestiegen, um für sich und ihre Begleiter das beste Umfeld zu schaffen.

Doch es geht auch anders. Es gibt Tiere, die beinahe täglich kurze Ausflüge mit dem Auto unternehmen. Sie kennen die Fahrt aus der Stadt raus zum Gassi gehen oder den Weg ins Büro. In vielen Fällen liegen sie auf der Rückbank oder in Kombis im Kofferraum. Doch für andere Vierbeiner stellt das Auto ein unbekanntes Terrain dar. Deshalb bedarf es vor der Urlaubsfahrt eine Eingewöhnungsphase mit kurzen Touren. Gerade der Aufenthalt in einer Transportbox, in der sie auf Reisen meist ihren Platz haben, bedeutet für viele Tiere Neuland. Schon der Einstieg stellt eine erste Hürde dar. Die Box gestalten Frauchen oder Herrchen möglichst gemütlich. Gewohnte Dinge wie ein Spielzeug oder eine bekannte Decke sorgen schnell für ein heimisches Gefühl.

Tiere beruhigen

Es gibt unterschiedliche Faktoren und Situationen, die Hunde und Katzen beunruhigen und panische Reaktionen auslösen. Daher ist es wichtig, vorab zu wissen, wie die Tiere in solchen Fällen reagieren und was sie dann benötigen. Mögliche Mittel sind das Abdunkeln der Transportbox oder das Abspielen von ruhiger und beruhigender Musik. Manchmal hilft aber auch ein kurzer Stopp und ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft. Hunde- und Katzenbesitzer kennen ihren besten Freund und entscheiden je nach seinem Charakter.

Doch manchmal kommt beim Besitzer die Unruhe auf, wenn der EU-Heimtierausweis vergessen wurde. Für Fahrten über die Grenze ist der EU-Heimtierausweis unerlässlich. In ihm sind alle Impfungen, die Chipnummer und die Angaben des Tierbesitzers vermerkt. Vor der Abfahrt gilt es nochmals zu überprüfen, ob vorab noch Schutzimpfungen nötig sind.

Reisekrankheiten und Reiseapotheke

Nicht allen Menschen bekommen lange Autofahrten gut. Übelkeit und Schwindel gehören zu den oft auftretenden körperlichen Beschwerden. Leider trifft dies Tiere ebenfalls. Vor der ersten Reise hilft der Besuch beim Tierarzt weiter, um sich mögliche Medikamente geben zu lassen. Er gibt zudem Tipps für das Füttern vor und während der Reise. Zusätzlich gehört eine kleine Reiseapotheke für den Vierbeiner mit ins Gepäck. Denn eine Verletzung passiert auch im Urlaub schnell einmal. Zum Erste-Hilfe-Set gehören Desinfektionsspray, Pinzette, Verbandszeug und eine Zeckenzange.

Aber auch die separate „Unterkunft“ während der Fahrt sollte sicher sein. Dafür ist eine Transportbox ein unerlässliches Utensil. Der Umfang der Box richtet sich nach der Größe des Tieres. Hund oder Katze brauchen genug Platz, um sich hinzulegen – aber nicht, um darin herumzulaufen. Zu viel Raum steigert die Gefahr, dass sie bei starkem Bremsen oder Ausweichmanövern durch die Box schleudert. Dabei besteht eine hohe Verletzungsgefahr. Ratsam ist es auch, die Box im Fahrzeug fest zu montieren. Alternativ lässt sie sich mit Gepäck gegen ein Verrutschen oder Schleudern sichern. Möglich ist eine Befestigung mit einem Gurt oder ein Festschrauben am Kofferraumboden. Kleinere Boxen passen auch in den Fußraum des Rücksitzes. Allerdings bedeutet dies, dass sich das Tier dann in relativer Dunkelheit befindet.

Wird fortgesetzt.