Neue Welt mit Künstlicher Intelligenz

Es ist schon faszinierend, was Mensch so entwickeln können. Und über diesen Horizont der Intelligenz soll es nun etwas „künstliches“ geben. Dabei beruht doch alles auf die natürliche Intelligenz der Entwickler, meint luckx – das magazin.

Digitale Technologie

Wir wissen (fast) alle, dass eins und eins gleich zwei ist. Das lässt sich – mit den Fingern – berechnen und in verschiedener Form auch digital darstellen. Was so einfach ist, kann auch gut helfen, die künstliche Intelligenz auf den Boden der Realität zu verstehen. Denn wenn die Addition in diesem Fall gelingt, so lassen sich auch die Entwicklungsschritte bei der sogenannten KI nachvollziehen. Vereinfacht lässt sich das so darstellen, es werden Vorschriften und Entwicklungsschritte aufgeschrieben und dann mit Unterstützung von Hochleistungsrechner abgearbeitet. Zeile für Zeile. Teilweise mit Bedingungen. Es entstehen dann neue Zeilen, wenn neue oder weitere Schritte erlaubt oder angefordert werden. Das soll als Erklärung erst einmal reichen. Denn es ist etwas komplizierter. Doch vielen Menschen ist der Begriff bekannt. Aber es bestehen Bedenken, dass Maschinen bei fortschreitender „Intelligenz“ die Macht an sich reißen. So wird dieses Thema auch auf der kommenden Leipziger Buchmesse Raum einnehmen. So wird in diskursiven Gesprächsforum über die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz (KI) auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche sich ausgetauscht. Unter dem Thema: Mensch und KI: Schöne neue Welt? wird der Einfluss von KI auf Demokratie und Politik, Kunst und Kultur, Gesellschaft, Soziales und Bildung sowie Medien und Propaganda ausgelotet. „Der rasante Aufstieg von KI in zahlreichen Lebensbereichen ist faszinierend – und besorgniserregend gleichermaßen. Wie verändert sich unsere Gesellschaft, wenn sie immer mehr künstlich erzeugte Inhalte konsumiert? Müssen Autorinnen und Autoren um ihre Lebensgrundlage fürchten? Oder werden sie noch lange mit der Einzigartigkeit menschlicher Erfahrungen punkten können? Um die Risiken, aber auch die vielen Chancen dieser Technologie dreht sich alles in unserem neuen Forum, zu dem ich Sie herzlich einladen möchte“, sagt Astrid Böhmisch, Direktorin der Leipziger Buchmesse.

Upgrade für Gesellschaft, Soziales und Bildung dank KI?

Welche ethischen Regeln brauchen wir im Umgang mit KI? Wie werden Algorithmen transparent, und wie kann Diskriminierung vermieden werden? Darüber sprechen Alena Buyx, ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, und Florian Schwiecker, ehemaliger Strafverteidiger. Das Potenzial von KI für gesellschaftliche Innovationsprozesse lotet Jacob Beautemps aus. Der Youtuber und Wissenschaftsjournalist zeigt die Möglichkeiten auf, die KI in den Bereichen Energie, Mobilität, Medizin und Sicherheit birgt. Passen KI und Gemeinwohl zusammen? Über Open-Source-Technologien und Beteiligung der Zivilgesellschaft diskutieren unter anderen Franziska Heine von Wikimedia Deutschland und Lisa Steigertahl von Microsoft Deutschland. Die faszinierenden Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Maschine erläutern Eva Wolfangel, preisgekrönte Wissenschaftsjournalistin, und KI-Forscher Patrick Krauss.

Machtverschiebung und Regulierung

Lassen sich negative Auswirkungen von KI mithilfe von internationalen Regulierungen und Kooperationen begrenzen? Constanze Kurz vom Chaos Computer Club beleuchtet gemeinsam mit den beiden Wissenschaftlern Katja Muñoz und Thorsten Thiel den Einfluss von KI auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Wie KI-generierte Geschichten in den sozialen Medien unsere Demokratien beeinflussen, darüber diskutieren Autorin Dana Grigorcea, Robert Schwartz, Leiter der Rumänien-Redaktion der Deutschen Welle, und Medienwissenschaftler Simon Roloff am Beispiel der manipulierten Präsidentschaftswahlen in Rumänien. Aber kann KI demokratische Strukturen auch stärken? Dieser Frage geht eine Studie der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit nach, deren Co-Autor Nikolai Horn vom Thinktank iRights.Lab mit politischen Vertreter:innen spricht. Kommunikationswissenschaftler Christian Pentzold und Digitalpolitikerin Anke Domscheit-Berg widmen sich den sozialen und ökonomischen Auswirkungen von KI und der Frage, wie sich Machtverhältnisse verschieben und wo neue Gestaltungsspielräume entstehen.

Fakten checken oder faken?

Sehr schmal ist der Grat, auf dem sich KI in den Medien bewegt. Einerseits eröffnet sie neue Möglichkeiten für den Journalismus – von personalisierten Nachrichten bis zur Unterstützung bei Faktenchecks –, andererseits steht KI auch für Desinformation, Manipulation und den Verlust journalistischer Vielfalt. Über diese Risiken diskutieren Oliver Voß vom Tagesspiegel und Viktor Marinov von Correctiv.