Eben hat die Lampe noch funktioniert. Nun herrscht Dunkelheit auf der Fahrbahn. Zwar war schon eine Lampe ausgefallen. Doch die andere funktionierte noch. Nun ist großer Rat teuer. Was tun? Luckx – das magazin sucht nach Lösungen.
Mangelhafte Beleuchtung
Es passiert immer im ungünstigsten Moment. Besonders dann, wenn die Zeit drängt und es draußen dunkel und kalt ist. Die Fahrzeugbeleuchtung muss zwar immer funktionieren. Dafür ist die Abfahrtskontrolle erforderlich. Doch so mancher Autofahrer nimmt es damit nicht so genau. Geht noch. Aber in der Dunkelheit wird es kritisch. Denn sehen und gesehen werden ist das A und O im Straßenverkehr. So erfolgt schon seit Jahrzehnten der Licht-Sicht-Test. Auch im letzten Herbst. 2025 hatte mehr als jeder vierte Pkw (27,8 %) Mängel an der Beleuchtung (Vorjahr 25,3 %). Bei den Nutzfahrzeugen waren es 32,1 % (Vorjahr 33,1 %). Das ergibt die aktuelle Statistik des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der Deutschen Verkehrswacht (DVW). „Wenn mehr als jeder vierte Pkw mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs ist, ist das nicht nur eine hohe Zahl – es ist ein Sicherheitsrisiko“, so ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. „Gerade in der dunklen Jahreszeit tragen Autofahrer eine klare Verantwortung: Wer seine Lichtanlage regelmäßig prüft, schützt sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer. Ein kurzer Check kann Leben retten.“
Mehr als 2,5 Mio. Prüfplaketten für erfolgreiche Tests
Bei der größten bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion wurden im Oktober mehr als 2,5 Mio. Prüfplaketten an Autofahrerinnen und Autofahrer für erfolgreich bestandene Licht-Sicht-Testprüfungen vergeben. Mit der Plakette für die Windschutzscheibe dokumentieren Fahrzeughalter der Polizei bei Verkehrskontrollen geprüftes Autolicht. „Weist Ihre Beleuchtung Mängel auf, bleibt die Sicht eingeschränkt. In der Regel bemerken Sie dies nicht. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist daher eine Überprüfung unerlässlich. Eine mangelhafte Beleuchtung erhöht das Unfallrisiko deutlich. Die Ergebnisse des Licht-Sicht-Tests 2025 unterstreichen erneut die Bedeutung regelmäßiger Lichtkontrollen“, so Kirsten Lühmann, Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht.
Bei den Pkw waren 19,7 % der Hauptscheinwerfer nicht in Ordnung (Vorjahr 16,8 %). Der Anteil der Blender mit zu hoch eingestellten Scheinwerfern lag bei 9,5 % (Vorjahr 8,2 %). Zu niedrig eingestellte Scheinwerfer mit zu kurzer Reichweite und eingeschränkter Ausleuchtung der Fahrbahn sind in 8,5 % der Fälle bemängelt worden (Vorjahr 7,4 %). Bei der rückwärtigen Beleuchtungseinrichtung fielen 10,1 % der Pkw mit Defekten auf (Vorjahr 7,8 %).
Bei 23,1 % der Nutzfahrzeuge gab es Mängel an den Hauptscheinwerfern (Vorjahr 22,9 %). Zu hoch eingestellte Scheinwerfer mit Blendwirkung für den Gegenverkehr waren bei 12,7 % der untersuchten Nfz auszumachen (Vorjahr 14,9 %). Reduzierte Sichtweite durch zu niedrige Einstellung war bei 8,8 % der Fall (Vorjahr 6,9 %). Am Heck von 17,5 % der Nutzfahrzeuge war die vollständige Funktionsfähigkeit der Leuchten nicht gegeben (Vorjahr 19,5 %).
Den Licht-Test gibt es seit 1956, gemeinsam organisiert von ZDK und DVW. Partner beim in diesem Jahr umfassenderen Licht-Sicht-Test sind Kia Deutschland, OSRAM, die Nürnberger Versicherung, AUTO BILD und Hella Gutmann.