Mit wenig Arbeit sollten die Gewinne so richtig sprudeln. Das ist der Traum, den vielen Youtube-Sehern vorgegaukelt wird. Doch irgendwoher muss der Grundstock für ein Luxus-Leben kommen. Ohne fleißige Arbeit gelingt nichts, meint luckx – das mgazin und setzt den ersten Teil mit möglichen Geldvermehrungen fort.
Gewinnbringer
Viel mehr Spaß als Verluste zu überprüfen macht es, sich die Positionen anzuschauen, die nach zwölf Monaten Gewinne erzielt haben. Aber auch hier kann ein kritischer Blick hilfreich sein. Sie sollten die Renditen stets in Relation zur Marktentwicklung betrachten. Wer beispielsweise mehrere Aktien von verschiedenen Dax-Unternehmen kaufte, deren Titel eine maximale Jahresperformance von drei Prozent erzielten, muss diese Entwicklung mit der DAX-Performance vergleichen. Stellt sich dabei heraus, dass der Index deutlich besser gelaufen ist – beispielsweise mit einem Plus von zehn Prozent –, stellt sich die Frage, ob vielleicht andere Aktien eine bessere Wahl gewesen wären oder gleich ein ETF auf den gesamten Index.
Sicherlich hilft dabei immer ein Blick in die historische Wertentwicklung. Wenn Aktien in der Vergangenheit gut performten, heißt dies natürlich nicht zwangsläufig, dass sie auch in Zukunft eine gute Wahl sind. Entscheidend ist immer, welches Aufwärtspotenzial sie besitzen. Das lässt sich beispielsweise anhand der jüngsten Umsatz- und Gewinn-Entwicklung der Unternehmen feststellen. Aber auch andere Quellen können interessant sein. Etwa wie etablierte Finanzmedien oder Analysten das Kurspotenzial bewerten. Da ist viel Arbeit erforderlich, um Wertpapiere zu bewerten.
Anleihen und Rohstoffe
Neben Aktien, ETFs und Fonds sind auch Anlageklassen wie Anleihen und Rohstoffe für denjenigen interessant, der sich mit dieser Spezialität beschäftigen möchte. Herkömmliche Anleihen haben eine Laufzeit. Sie erwirtschaften Zinsen, bei Fälligkeit wird der Nominalwert der Wertpapiere ausgezahlt. Voraussetzung dafür ist, dass der Emittent der Anleihe nicht insolvent geworden ist. Kursausschläge lassen sich daher bei Anleihen eher aussitzen als bei Aktien, da bei Anleihen am Laufzeitende der Nominalbetrag der Papiere ausgezahlt beziehungsweise ins Depot gebucht wird. Rohstoffe sind sehr volatil. Daher sind im Depot Rohstoffe wie Gold, Silber oder Öl (in Form von Wertpapieren) nur „beizumischen“, also mit maximal zehn Prozent im Portfolio gewichten. Wer so etwas schon realisiert hat, dem stellt sich die Frage, wie viel Potenzial für die Zukunft besteht. Wird von Kursanstiegen ausgegangen, bleiben die Rohstoffe im Depot. Werden hingegen Verluste erwartet, liegt ein Verkauf dieser Positionen nahe.
Auch vor dem Kauf neuer Wertpapiere sollte immer ein genauer Blick auf das Potenzial der Anlageprodukte beziehungsweise der Unternehmen oder Rohstoffe geworfen werden, bevor investiert wird. Erkenntnisse lassen sich erlangen, wenn die mit den Investments verbundenen Branchen betrachtet werden. Wenn die Erwartung besteht, dass der Konsumgüter-Sektor boomen könnte, so wären diese entsprechende Aktien spannend.
Depot ins Gleichgewicht bringen
Eine der ältesten Depot-Weisheiten ist: „Nicht alle Eier in einen Korb legen“. Denn fällt der Korb auf den Boden, könnten alle „Eier“ – sprich alle Vermögenswerte – zu Schaden kommen. Ein Portfolio ausgewogen zu gestalten, heißt daher auch, in verschiedene Werte zu investieren, die sich unabhängig voneinander entwickeln. Sonst können Klumpenrisiken entstehen. Ein Zauberwort beim Depotcheck heißt deshalb „Rebalancing“: Das Portfolio soll möglichst „ausbalanciert“ sein. Dabei werden Positionen, die besonders stark an Gewicht im Depot gewonnen haben, anteilig verkauft und Positionen, die an Gewicht gewonnen haben, zugekauft. So stellen Sie die ursprüngliche Verteilung Ihres Portfolios und damit das gewünschte Rendite-Risiko-Profil wieder her.
Ein einfaches Beispiel zeigt, wie so etwas realisiert werden kann Wer zum Jahresbeginn 10.000 Euro in Aktien und 10.000 Euro in Anleihen investiert, hat eine Verteilung von jeweils 50 Prozent aus Aktien und aus Anleihen. Der Aktienanteil hat in dem Jahr um 20 Prozent an Wert gewonnen. Der Gesamtwert aller Aktien liegt daher bei 12.000 Euro. Der Anleihen-Anteil hingegen ist nur um zwei Prozent gewachsen. Hier beträgt der Gesamtwert 10.200 Euro. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass sich das Aktien-Anleihen-Verhältnis von 50:50 auf rund 54:46 verschoben hat. Beim Rebalancing verkaufen Sie entsprechend werden so viel Aktien verkauft und Anleihen gekauft, um das 50:50-Verhältnis wieder herzustellen. Wird fortgesetzt.
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