Dass der frühe Vogel den Wurm frisst, wird wohl nur ein Märchen sein. Oder sind beide Frühaufsteher? Wenn der Wurm aber Langschläfer wäre . . . Nun kommen wir uns von luckx – das magazin weder als Vogel noch als Wurm vor. Doch wenn Corendon Air
um 6.35 Uhr ab Hannover nach Mallorca fliegt, ist das entgegen aller journalistischen Gewohnheiten. Journalisten stehen spät auf, weil sie sich Abends vorher noch am Büfett einer Presse-Veranstaltung den Bauch vollschlagen. Da ist es eigentlich unmöglich, schon zwei Stunden vor Abflug, also kurz nach dem Büfett, am Gate zu stehen. Wir haben es geschafft, ohne Büfett. Der Corendon-Vogel schnappte uns, flog uns ruhig und sicher nach Mallorca. Zum Frühstück saßen wir entspannt um 10 Uhr am Meer. Besser kann der Tag nicht beginnen. Würde der Wurm jetzt diese Zeilen lesen . . . Nun genug mit Journalistenverunglimpfung. Denn eigentlich steht der Bootssport auf dem Programm. Dazu hatte Axopar auch uns von luckx – das magazin zwar nicht zum Tanz, aber zum Bootsfahren auf die Insel gebeten. Denn es ging nicht nur um eine Leistungsschau. Bei luckx – das magazin geht es um Freizeiterlebnisse. Manchmal eben auch um eine der besondere Art. Und Wassersport macht nicht nur Freude. Auch wegen der sauberen Luft so nah am Wasser (Staubpartikel werden vom Wasser angezogen und reinigen bis etwa 1,5 Meter über dem Wasser die Luft) ist es gesundheitförderlich.
Mehr Menschen aufs Wasser bringen
Mehr Menschen aufs Wasser bringen. Damit begann Jan-Erik Viitala, Gründungspartner, Axopar, seine Präsentation der neuen Axopar 38 bei der Pressevorstellung auf Mallorca. Das ist die Intention der finnischen Sportbootmarke. Doch wie kann das gelingen? Um es gleich vorweg zu nehmen: Nur damit, dass jeder, der ein Sportboot fahren möchte, dieses auch fahren kann. Es muss einfach zu fahren sein. Auch bei schwierigen Wasser- und Wettersituationen. Um diese Situationen zu erfahren und zu beherrschen, lud Axopar 22 Journalisten nach Mallorca in den Yachtclub Port Calanova ein. Insgesamt standen der ausgewählten Journalistenchar vier verschieden ausgestattete Boote zur Testen bereit: zwei Kabinenversionen und zwei Sun Top Exemplare.
Auf der Mittelmeerinsel stand die Axopar 38 Sun Top, das zweite Modell der brandneuen 38er-Reihe, ganz im Mittelpunkt der Präsentation. Das Modell Sun Top soll für Offenheit, Flexibilität und gemeinsame Zeit auf dem Wasser stehen. Es soll ein geselliges Open-Air-Layout mit dem bewährten Rumpf, den Fahreigenschaften und dem Wohnkomfort der 38 XC Cross Cabin vereinen. Doch um das zu erfahren, traten die Medienvertreter voll aufs Gaspedal. Okay, das ist nun völlig falsch. Ein Gaspedal wie im Auto gibt es bei Booten nicht. Bei diesen Axopars (und fast allen anderen Freizeitbooten) wird die Geschwindigkeit mit Hand-Gashebel gesteuert. Diese wirken ohne Getriebe direkt auf die Umdrehen der Motoren. Schluss ist bei den beiden am Heck als Außenborder platzierten V 10 Verado Mercury-Motoren mit jeweils 350 PS bei rund 6.500 Umdrehungen pro Minute. Dann schießt das Boot mit rund 50 Knoten übers (ruhige) Wasser.
Ein flexibles und soziales Cockpit
Diese Sun Top Version soll das ideale Boot fürs Mittelmeer sein. Das gilt aber nur für den Sommer, wie uns Max als Skipper beim deutschen Axopar-Händler Boote-Polch bestätigte. Der Münchner hat als gelernter Koch schon immer mit Booten zu tun gehabt. Irgendwann hat er dann den Weg zur Berufsschifffahrt gefunden und lebt nun mit seiner Partnerin auf der Insel. Polch unterstützte Axopar tatkräftig bei dieser Präsentation auf der Insel.
Im Kern ist die Sun Top ebenso sehr eine soziale Plattform wie ein Boot zum Fahren. Das offene Layout beseitigt die visuellen und physischen Barrieren zwischen Steuerstand, Cockpit und Achterdeck und bringt die Menschen einander und dem Meer näher. Fahren, Essen und Entspannen gehen in einem fließenden Raum untereinander über, sodass sich das Boot dem Verlauf des Tages anpasst, anstatt vorzuschreiben, wie es genutzt werden soll. Ach ja, insgesamt sollen über 9.000 mögliche Konfigurationen zur Verfügung stehen. Nach der Einführung von Janne Viitala besteht kein Zweifel daran.
Der neu gestaltete Mittelteil bietet eine der flexibelsten Sitzlösungen seiner Klasse. Eigner können das Cockpit individuell konfigurieren – von einzelnen Steuersitzen bis hin zu einem nach vorn gerichteten U-Sofa, das sich in eine Sonnenliege mit elektrisch höhenverstellbarem Tisch verwandeln lässt. Ein Fahrersofa mit hochklappbaren Polstern und umkehrbarer Rückenlehne ermöglicht einen nahtlosen Übergang zwischen Fahr-, Ess- und Entspannungsbereich. Mit optionalen Sitzbänken an der Bordwand bietet das Cockpit bequem Platz für bis zu 10 Personen im selben Gemeinschaftsbereich. Das Achterdeck erweitert diesen Raum zusätzlich: Klappbare Aktivitätsplattformen und alternative Fenderbox-Anordnungen vergrößern die nutzbare Fläche und bringen die Passagiere näher ans Wasser – ideal zum Schwimmen, für Wassersport und zum Verladen von Ausrüstung.
Nah am Wasser
Glauben wir den Worten von Janne, so verbindet offenes Bootfahren schon immer Freiheit und eine direkte Verbindung zur Natur, zum Wasser. Doch allzu oft ging dies auf Kosten des Komforts bei wechselnden Bedingungen verloren. Das einzigartige Sun Top-Dach löst diesen Zielkonflikt. Sein verschiebbares Verdeck öffnet den gesamten Steuerstand und das Cockpit zum Himmel hin, wenn es das Wetter zulässt, oder spendet Schatten und Schutz, wenn nötig. Optional erhältliche Rolldächer bieten zusätzlichen Schutz, ohne die Sicht oder das Gefühl von Offenheit einzuschränken, und verlängern so die Saison an mehr Tagen.
Die Sun Top verleiht der Modellreihe einen neuen, offenen Charakter. Sie basiert aber auf dem gleichen Fundament, das alle Axopar 38 auszeichnet: ein zweistufiger V-Rumpf mit scharfem Bug, gestützt von einem robusten Stringersystem, das für hohe Stabilität und berechenbares Fahrverhalten bei jeder Geschwindigkeit sorgt. Die 38er-Plattform wurde mit größter Sorgfalt entwickelt und bis ins kleinste Detail optimiert. Sie bietet zudem eine verbesserte Hydrodynamik, eine optimierte Gewichtsverteilung und ein überarbeitetes Rumpfprofil für ein noch intuitiveres und vertrauenserweckendes Fahrgefühl bei niedrigen wie hohen Geschwindigkeiten.
Rauf aufs Wasser
Irgendwann sind aber genug Worte gesagt und gewechselt. Deshalb auf die Boote und raus aus dem Hafen. Endlich draußen ging dann auch schnell die wilde Hatz los. Zuerst wollten die Kollegen genau wissen, bei welcher Motorumdrehung welche Geschwindigkeit anliegt. Dazu wurde die Motordrehzahl immer in Stufen gesteigert. So entstand eine Verbrauchs- und Geschwindigkeitskurve, die ihres gleichen sucht. Bis 6000 Umdrehungen ging es hoch. Dann lief das Boot mit rund 42 Knoten übers Wasser. Und wie üblich wurde noch das Beschleunigungsverhalten mit den 700 PS getestet. In 30 Sekunden wurden 40 Knoten erreichen. Wir haben selbst erfahren, dass es noch schneller gehen kann mit einer BRABUS Ausstattung und über 1.000 PS. Doch das ist ein anderes Thema.
Viel wichtiger ist aber, ob das Boot Jannes Versprechen einhalten kann: Einfaches Fahren, um mehr Menschen aufs Wasser zu bringen. Im Endeffekt bedeutet das, wie sicher liegt das Boot auf dem Boot. Im Wasser. Egal. Hier lösen beide Versionen das Versprechen ein. Wer bei 30 Knoten in sehr eng gefahrenen Links- und Rechtskurven nicht aus „der Kurve fliegt“, sprich die Linie hält, ist sowohl ein Boot für Freizeitkapitäne als auch für sportlich Ambitionierte.
Test bestanden
Das Boot muss im Endeffekt Vertrauen vermitteln. Mit einem intuitiven Fahrgefühl ist es sowohl für Neulinge als auch für erfahrene Skipper das richtige Boot. Darüber hinaus trägt die Stabilität auch zur Geräuschreduzierung bei und sorgt so für eine ruhigere Atmosphäre an Bord. So sind Gespräche auch bei hohen Geschwindigkeiten möglich. Dabei liegt das Boot dank ausgefeilter Technik stabil im Wasser. Bootsfahrer können dann auch mal gern die Hände vom Lenker nehmen (was man eigentlich nicht machen sollte). Trotzdem hält das Boot die Spur. Das ist entspanntes Bootsfahren selbst bei hohen Reisegeschwindigkeit.
Komfort an Bord
Der Bugbereich ist als großzügiger Aufenthaltsraum zum Sitzen, Essen, Entspannen oder Sonnenbaden konzipiert, sowohl in Fahrt als auch vor Anker. Unter Deck bietet die Vorderkabine die erhöhte Stehhöhe, das neue Küchenmodul und die optionale separate Toilette mit Dusche, wodurch die Axopar 38 nicht nur für Tagesausflüge, sondern auch für längere Aufenthalte geeignet ist. Die Vorderkabine wirkt hell und offen, dank Oberlichtern und optionalen Flügeltüren für Tageslicht und Belüftung. Wer nun meint, auf so einem Boot verbringt man die meiste Zeit auf Deck, sollte beide Flügeltüren wie beim (Mercedes 300 SL aus den 1950-er Jahren) offen. Einfach einmal dösen oder sich in ein Buch vertiefen. Das ist kein Luxus. Das ist Leben an Bord. So wie es Janne eingangs formulierte: Menschen aufs Wasser bringen und die Natur genießen. Das gelingt mit diesem Boot.
Ist fliegen schöner?
Die Antwort auf diese Frage ist noch offen. Für die meisten Menschen ist das Fliegen Mittel zum Zweck. So kommen wir schnell an unser Ziel; ob geschäftlich oder zur Urlaubsreise. Vielleich gibt Janne Viitala die passende Antwort darauf: „Beim Bootfahren ging es nie nur um die Reise selbst, sondern immer auch um die Menschen, mit denen man sie teilt. Die Axopar 38 Sun Top basiert genau auf dieser einfachen Idee und gibt ihren Besitzern die Freiheit, ihr Erlebnis auf dem Wasser individuell zu gestalten, ohne dabei auf die Leistung und Qualität zu verzichten, die die Modellreihe auszeichnen.“ – Jan-Erik Viitala, Gründungspartner, Axopar.