Die Gelben Engel, so werden die Fahrzeuge des ADAC gern liebevoll genannt. Denn in Notsituation „fliegen“ sie in 30 bis 60 Minuten zum gestrandeten Autofahrer. Nun haben diese Engel ihren Einsatzbereich erweitert, wie luckx – das magazin recherchierte.
Gelbe Engel auch in Frankreich und Italien unterwegs
Der ADAC ist mit seinen Einsatzfahrzeugen überall in Deutschland unterwegs. Die mehr als 3 Millionen Einsätze 2025 allein in Deutschland zeigt die Bedeutung der Hilfeleistung des Automobil-Clubs für die Verkehrssicherheit. Aber auch im Ausland ist der ADAC schon seit vielen Jahren aktiv. Sei es durch den Fahrzeugrücktransport aus dem Ausland nach Deutschland als auch die Luftrettung von verunfallten oder erkrankten Clubmitgliedern. Seit 2025 ist der Club in Frankreich und Italien in zwölf stark frequentierten Urlaubsregionen unterwegs. Elf deutsche Pannenhelfer waren ab Juli in Frankreich im Einsatz sowie acht Gelbe Engel in Italien unterwegs. Der ADAC verstärkt in der Ferienzeit erneut seine Hilfe für deutsche Urlauber. Dazu gehören die beliebten Touristenregionen Frankreichs südwestlich von Bordeaux sowie rund um Narbonne, Nimes, Grasse, Toulon, Frejus und Salon-de-Provence. Sie sorgen dafür, dass Reisende auch fern der Heimat schnell wieder mobil sind. Beim Einsatz 2025 konnten rund 70 Prozent der Fahrzeuge direkt vor Ort wieder flott gemacht werden und die Urlauber ihre Ferien fortsetzen. Zu den zwei Gelben Engeln, die das ganze Jahr über fest in Südtirol und am Gardasee stationiert sind, unterstützen in der Hauptsaison weitere sechs Pannenhelfer deutsche Havaristen rund um Mailand, Genua und in der Toskana.
Europäischer Verbund
Der Einsatz ist Teil einer gemeinsamen Initiative im Clubverbund ARC Europe. Neben den ADAC Pannenhelfern sind weitere Kollegen befreundeter europäischer Automobilclubs in Frankreich und Italien im Einsatz – darunter Fahrer aus den Niederlanden (ANWB), Großbritannien (AA), Belgien (Touring), Polen (ARC Europe Poland), Italien (ACI), Frankreich (ARC Europe France), aus der Schweiz (TCS) sowie aus Luxemburg (ACL). Alle Clubs unterstützen vorrangig ihre eigenen Mitglieder vor Ort, arbeiten aber eng zusammen und helfen sich gegenseitig, wenn Kapazitäten vorhanden sind.
Auf Autobahnen dürfen private Pannenhelfer nicht eingreifen. Hilfe muss über Notrufsäulen oder die 112 angefordert werden. Ein konzessionierter Abschleppdienst übernimmt – die Kosten sind gesetzlich geregelt und direkt vor Ort zu zahlen. Zudem gilt: Bei einer Panne keine eigenen Maßnahmen ergreifen, sondern hinter der Leitplanke in Sicherheit gehen. Abseits der Autobahnen leisten die ADAC Pannenhelfer direkte Hilfe und beheben viele Defekte sofort vor Ort – oft kann die Fahrt ohne Abschleppen fortgesetzt werden.
Ganzjährig in Italien
Auch in Italien ist der ADAC präsent: Am Gardasee sowie in Südtirol stehen zwei Gelbe Engel ganzjährig bereit. Für ADAC Plus- und Premium Mitglieder steht der Auslands-Notruf unter der zentralen Telefonnummer +49 89 22 22 22 rund um die Uhr zur Verfügung. Die Mitarbeiter sprechen Deutsch und koordinieren die Hilfe schnell und effizient. Zusätzlich kann die Pannenhilfe auch über die ADAC Pannenhilfe-App oder online gemeldet werden, was die Reaktionszeit weiter verkürzt. Im Notfall auf der Autobahn empfiehlt sich die Nutzung der europaweit gültigen Notrufnummer 112, die ebenfalls kostenfrei und mit automatischer Standortübermittlung erreichbar ist.