Was lässt und Deutsche nachts aufmachen? Sind es Stress, Straßenlärm oder irgendetwas anderes? Sicherlich, die Ursachen von zu geringem Schlaf können vielfältig sein, wie luckx – das magazin recherchierte.
Schlafprobleme
Viele unserer Mitmenschen leiden unter Schlafproblemen ergab eine aktuelle Studie. Dabei ist auch nicht klar, wie viel Schlaf wir überhaupt brauchen und wie viel wir tatsächlich bekommen. Beides geht oft weit auseinander. Sechs von zehn Befragten geben an, unter der Woche weniger zu schlafen, als es ihrem persönlichen Empfinden nach gut für sie wäre. Im Durchschnitt kommen sie auf sieben Stunden Schlaf pro Nacht – ideal wären für die meisten jedoch mindestens acht Stunden. Am Wochenende wird wenn möglich Schlaf nachgeholt – ein Viertel schläft dann bewusst länger, 42 Prozent bekommen zumindest ausreichend Nachtruhe. Doch für jeden Dritten ist auch der Wochenendschlaf nach eigener Aussage zu kurz.
Nicht nur die Schlafdauer, sondern auch die Qualität des Schlafes entscheidet darüber, ob wir ausgeruht aufwachen. So kann etwa der Mond die Schlafqualität beeinflussen. Der Studie zufolge schlafen 44 Prozent der Befragten bei Vollmond deutlich schlechter. Am häufigsten betroffen sind die 30- bis 39-Jährigen, von denen mehr als jeder Zweite bei Vollmond kaum ein Auge zutun kann. „Der Mond kann auf Menschen Einfluss haben. Das ist keine reine Einbildung“, sagt Dr. med. Gerd Herold, Beratungsarzt der Pronova BKK. „Der Vollmond kann bei sensiblen Personen die Schlafqualität beeinträchtigen, beispielsweise durch das hellere Mondlicht. Wer empfindlich darauf reagiert, sollte deshalb das Schlafzimmer gut abdunkeln.“
Einflussfaktoren
Neben dem Einfluss des Mondes spielen auch andere Faktoren eine Rolle für erholsamen Schlaf – darunter die Gestaltung des Schlafzimmers. Besonders die Generation Z setzt dabei auf das Feng-Shui-Prinzip: Jeder dritte 18- bis 29-Jährige richtet den Schlafbereich nach der chinesischen Energielehre ein, um einen ruhigen und entspannten Rückzugsort zu schaffen. Das sind fast doppelt so viele wie in der Gesamtbevölkerung – hier liegt der Anteil bei nur 16 Prozent. Mit Schlaftracking-Tools versuchen die Jüngeren, ihren Schlaf zu optimieren: 27 Prozent der Gen Z nutzen regelmäßig einen Schlaftracker oder ein Schlaftagebuch.
Trotz aller Maßnahmen bleibt erholsamer Schlaf für viele Menschen eine Herausforderung – vor allem das Durchschlafen. Im Durchschnitt wachen die Deutschen rund zweimal pro Nacht auf, jeder Fünfte sogar mehr als dreimal. Der häufigste Grund: Harndrang mit 57 Prozent. „Wichtig ist, den nächtlichen Toilettengang zügig und ohne Ablenkung zu erledigen – vermeiden Sie beispielsweise helles Licht. Hilfreich kann es auch sein, die Bettdecke einmal umzudrehen, damit die Bettwäsche kühl ist“, lässt uns Dr. Herold wissen. Auch Lavendelspray auf dem Kopfkissen kann zusätzlich beruhigend wirken. „Regelmäßiges nächtliches Aufwachen sollte ärztlich abgeklärt werden, da es auf gesundheitliche Probleme hinweisen kann“, rät er weiter.
Nach dem nächtlichen Gang zur Toilette sind Sorgen und Stress mit 22 Prozent die zweithäufigste Ursache für Schlafunterbrechungen – ebenso häufig wie Frieren oder Schwitzen. Zwölf Prozent leiden unter Albträumen, elf Prozent werden durch Lärm gestört und bei sechs Prozent sind es die Kinder, die den Schlaf unterbrechen.
Über die Studie
Für die repräsentative „Schlafstudie 2024“ der Pronova BKK wurden im September und Oktober 2024 rund 2.000 Personen ab 18 Jahren online befragt. Die Befragung gibt einen Einblick in die Schlafgewohnheiten der Deutschen und zeigt darüber hinaus, welchen Einfluss Partnerschaft und Beruf auf das Schlafverhalten haben.