Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist bei den Bundesrepublikaner weiterhin vorhanden. Natürlich steht ganz oben das Häuschen im Grünen. Doch die hohen Kosten führen nicht zu Freudentränen. So wird nach Wohnungen gesucht, die aktuell im Preis sogar etwas nachgeben, wie luckx – das magazin recherchierte.
Preisentwicklung
Die Immobilienpreise zeigen ein uneinheitliches Bild. Ging es bis etwa 2022 mit den Preisen nur bergauf, so machten die unterschiedlichen Krisen auch bei den Immobilienpreisen eine Kehrtwende. Die Preise gingen je nach Lage unterschiedlich zurück. Nun geht es wieder andersherum; wenn auch sehr verhalten. Die Preissteigerungen sind aktuell noch unter der Inflationshöhe. Wer jetzt an den Kauf einer Immobilien denkt, weiß im Prinzip auch, welche Kosten er erwarten darf. Kaufpreis, Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Maklerprovision sowie ggf. Gutachterkosten. Darüber hinaus sind noch Finanzierungskosten zu berücksichtigen. Eventuell stehen noch Renovierungen, Sanierungen oder Modernisierungen an. Wenn dann alles erledigt ist, steht der Umzug an und es müssen noch neue Möbel besorgt werden. So scheint eigentlich alles klar zu sein. Was bei einer Eigentumswohnung vergessen oder übersehen wird, welche Kosten das Hausgeld umfasst. Auch ist nicht bekannt, wie es berechnet wird und wenn die Wohnung vermietet wird, was dann auf Mieter verteilt werden kann.
Hausgeld
Das Hausgeld ist eine monatliche Vorauszahlung, die alle Wohnungseigentümer an die Hausverwaltung leisten. Es dient dazu, die laufenden Kosten der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) zu decken. Dazu gehören unter anderem Gebäudeversicherung, Müllentsorgung, Hausmeisterdienste, Treppenhausreinigung, Gartenpflege sowie Rücklagen für künftige Reparaturen. Dabei unterschätzen viele Käufer das Hausgeld beim Immobilienkauf. Käufer sind meist von der Höhe überrascht.
Die Höhe des Hausgeldes legt der Hausverwalter im jährlichen Wirtschaftsplan fest. Grundlage ist der sogenannte Miteigentumsanteil, der in der Teilungserklärung festgeschrieben ist. Je größer die Wohnung, desto höher der Anteil an den Gesamtkosten. Die Eigentümerversammlung beschließt den Wirtschaftsplan mit einfacher Mehrheit. Neben den laufenden Betriebskosten enthält das Hausgeld auch die Instandhaltungsrücklage – eine Art Spartopf für größere Reparaturen wie Dachsanierungen oder neue Heizungsanlagen. Bei älteren Gebäuden kann dieser Posten erheblich ins Gewicht fallen.
Auf Mieter verteilen
Rund 60 Prozent des Hausgeldes sind umlagefähig. Dazu zählen Betriebskosten wie Wasser, Heizung, Müllabfuhr, Aufzug oder Gebäudereinigung. Nicht umlagefähig sind hingegen die Verwaltungskosten und die Instandhaltungsrücklage – diese Posten tragen Eigentümer selbst. Für Vermieter ist der Verteilerschlüssel wichtig. Dieser sollte im Mietvertrag festgehalten werden. Idealerweise entspricht er dem Schlüssel der WEG, um aufwändige Umrechnungen zu vermeiden. Bevor also der Kaufvertrag unterschrieben wird, sollten unbedingt die Protokolle der Eigentümerversammlungen und die letzten Jahresabrechnungen eingesehen werden. So lässt sich einschätzen, ob größere Sanierungen geplant sind und wie solide die Rücklagen aufgestellt sind. Eine zu niedrige Instandhaltungsrücklage kann später zu Sonderumlagen führen.
Mehr als Nebenkostenabrechnung
Das Hausgeld ist mehr als nur eine Nebenkostenabrechnung – es gibt Aufschluss über den Zustand und die Verwaltung einer Wohnanlage. Wer vor dem Kauf einen Blick in die Unterlagen wirft, erkennt schnell, ob Sonderumlagen drohen oder die Rücklagen solide aufgestellt sind. Eine gründliche Prüfung spart im Zweifel bares Geld.