Auf Reisen abgezockt

So manche Reise endet bei der Heimkehr mit einer großen Telefonkostenüberraschung. Insbesondere trifft es die Reisenden, die keine internationale Flatrate haben. Denn bei der Ankunft im Reiseland verbindet sich das Mobiltelefon mit dem erstbesten Netz, welches verfügbar ist. Was zu tun ist, hat luckx – das magazin recherchiert.

Internetverbindung auf Reisen

Eigentlich ist es etwas Positives: Wer aus dem Flieger aussteigt, sein Mobiltelefon einschaltet, ist dann sofort mit einem Telefonnetz verbunden. Die wenigsten von uns überprüfen dann auch sofort, ob es das „richtige“ Netz ist. So können am Flughäfen Mobilfunknetze existieren, die zwar dort gut funktionieren, außerhalb des Flughafens schwach oder unzuverlässig ist. Ein einfacher Trick kann die Verbindung jedoch verbessern: Dabei sollte der Flugmodus kurz ein- und wieder ausgeschaltet werden, sobald das Hotel erreicht wurde. Wir alle wissen doch, wie wichtig eine zuverlässige Internetverbindung auf Reisen heutzutage ist. Das gilt nicht nur für Geschäftsreisen. Auch auf Urlaubsreisen kann eine gute Internetverbindung wichtig sein, weil zuhause eine pflegebedürftige Person vorhanden ist oder das Haus überwacht wird. Doch das eigene Mobilgerät kann die Qualität beeinträchtigen, weil das Gerät möglicherweise einem Netzwerk Vorrang vor einem anderen gibt, unabhängig von deren Qualität oder Stärke.

Flughäfen als Ursache

Flughäfen bieten meist eine starke Abdeckung durch zahlreiche Netzbetreiber, da diese ein Interesse daran haben, so viele Geräte wie möglich anzubinden. Wenn sich das Telefon im Terminal mit einem Netzwerk verbindet, könnte diese anfängliche Verbindung bestehen bleiben, selbst wenn im Hotel oder am Aufenthaltsort ein anderes stärkeres oder schnelleres Netzwerk verfügbar ist. Dadurch bleibt möglicherweise eine schwächere Verbindung erhalten. Anstatt sich auf ungesichertes WLAN zu verlassen oder nach einer lokalen SIM-Karte zu suchen, kann eine einfache Lösung Abhilfe schaffen. Wer sein Hotel, die Ferienwohnung oder das Büro erreicht hat, sollte kurz den Flugmodus ein und wieder aus. Dadurch wird eine Neuauswahl des Netzwerks erzwungen, und das Telefon wählt den besten lokalen Sendemast und Partner für diesen Standort aus. Das sollte immer dan erfolgen, wenn der Ort erreicht wurde, an dem die meiste Zeit verbracht werden soll.

So geht´s zur besten Verbindung

Mit den folgenden Schritten lässt sich eine bessere Verbindungsqualität erhalten. Zuerst sollte das Telefon bei der Ankunft wie gewohnt eine Verbindung herstellen, um verbunden zu sein. Sobald das endgültige Reiseziel erreicht wurde, sollte der Flugmodus für 10 bis 20 Sekunden ein- und dann wieder ausgeschaltet werden. Dann sollte eine Minute gewartet werden, damit sich die Verbindung stabilisieren kann. Auf den Empfangsbalken sowie 4G/5G-Anzeigen sollte geachtet werden. Anschließend sollte ein kurzer Geschwindigkeitstest durchgeführt oder eine Navigationskarte geladen werden. Diese Unterbrechung löst eine erneute Suche nach verfügbaren Netzwerken aus. Da die Umgebung geändert wurde, kann womöglich eine andere Option die beste sein. Das Telefon wird sich darauf einstellen, anstatt die bevorzugte Verbindung vom Flughafen beizubehalten.

Probleme vermeiden

Einige Mobilfunkanbieter können das Handy gezielt zu bevorzugten Partnernetzen lenken. Das Umschalten (Flugmodus an/aus) hilft dem eigenen Gerät zwar, die Signalqualität erneut zu prüfen, trotzdem kann es passieren, dass es wieder zu einem bestimmten Anbieter zurückgeleitet werden. Ist die Verbindung weiterhin schlecht, wechseln Nutzer in den Einstellungen zur manuellen Netzauswahl und wählen gezielt das Netz mit der besten Leistung aus. Trotzdem sollten Reisende es mit dem Wechsel nicht übertreiben. Beim ständigen ein- und wieder ausschalten kann dies dazu führen, dass der Akku schnell leer wird, da das Gerät andauernd nach Sendemasten sucht. Der Sinn dieses Tricks besteht darin, einen Reset an am Hauptreiseziel durchzuführen.