Finanzielle Sicherheit

Die Zeiten sind stürmisch. Krisen und Kriege setzen vielen Menschen Angst und Schrecken zu. Wenn es nur eine Krise wäre, ließe sich wahrscheinlich einiges besser verarbeiten. Doch Multikrisen sind für viele schwer zu bewältigen, meint luckx – das magazin.

Rücklagen schaffen

Menschen brauchen Sicherheit. Das betrifft die Familie und die Arbeitswelt ebenso wie Politik und Staat. Insbesondere deren Aufgabe ist es, Sicherheit zu vermitteln. Das fällt umso schwer, wenn auch Politik und Staat mit der stürmischen Situation nicht umgehen können und für die Bürger hilflos erscheinen. Politikverdrossenheit und der Rückzug ins eigene Heim helfen nicht unbedingt weiter. Erscheinen aber für die Bürger vielfach die einige Alternative. Denn radikale politische Ideen, Parteien und Gruppen können zwar viel reden, aber keine Lösungen liefern. Wir erleben doch täglich, wie Unerfahrene mit kruden Ideen Menschen in ihren Bann ziehen wollen; sowohl in den USA als auch bei uns in Deutschland. Da bleibt vielfach nichts anderes übrigen, als selbst Vorsorge zu betreiben.

Um also finanziell künftig mehr Sicherheit zu haben, sollten wir eine Rücklage aufbauen. Sozusagen eine eiserne Reserve, die Sie für Reparaturen, Ersatzbeschaffungen oder auch Urlaube zur Verfügung steht. Vielleicht soll demnächst die Wohnung neu eingerichtet, ein Fahrzeug angeschafft oder andere Pläne verwirklicht werden. Drei bis vier Nettomonatsgehälter sind für die meisten Menschen eine ganz realistische Summe. Für den einen muss es mehr sein, für den anderen reicht weniger – das hängt vom Lebensstil ab. Ein Beispiel: Wer für den Weg zur Arbeit auf ein Auto angewiesen und dieses bereits älter ist, häufiger Reparaturen benötigt und möglicherweise bald ersetzt werden muss, sollte rechtzeitig ausreichende Rücklagen für einen möglichen notwendigen Neukauf eingeplant werden.

Tagesgeldkonto

Eine Rücklage lässt sich ab dem ersten Gehalt Monat für Monat aufbauen. Zuerst sollte überlegt werden, was jeden Monat zur Seite gelegt werden kann. Das können anfangs nur 50 Euro, dann 100 Euro, dann auch mal 200 Euro und mehr sein. Das Geld kann am besten auf ein Tagesgeldkonto eingezahlt werden. Tagesgeldkonten haben den Vorteil, dass das Geld jederzeit verfügbar ist, aber verzinst wird. Wer einen Dauerauftrag einrichtet, lässt so jeden Monat eine fixe Rate auf das Tagesgeldkonto überweisen. Die Sparrate sollte dann zu den regelmäßigen Ausgaben hinzugerechnet werden.

Sinnvollerweise sollte ein Tagesgeldkonto nicht unbedingt bei der Bank eingerichtet werden, bei der auch das Girokonto besteht. Es sollte das Tagesgeldkonto gewählt werden, das die meisten Zinsen bringt. Ein dauerhafter Basiszinssatz von aktuell teils über zwei Prozent ist bei manchen Anbietern möglich. Damit gibt keine großen Renditesprünge, aber es gleicht zumindest die Inflationsrate aus und das gespartes Geld wird nicht weniger wert. Bei der Auswahl eines geeigneten Tagesgeldkontos sollte unbedingt der Zinssatz beachtet werden: Oft wird ein höherer Aktionszins für einen begrenzten Zeitraum – die ersten drei, vier oder auch mehr Monate – gewährt. Danach gilt dann der niedrigere Basiszinssatz. Natürlich kann auch eine Sie sportliche Aktivität daraus gemacht werden, das Konto alle paar Monate zu wechseln, um stets von den besten Zinsen zu profitieren.

Zinseszins-Effekt

Auch wenn 50 Euro oder 100 Euro Sparrate im Monat nicht viel sind – es zählt der Anfang. Auf Dauer hilft der Zinseszinseffekt. Mit jedem Zinsgewinn vergrößert sich die Summe, die dann wieder verzinst wird – also auf die Zinsen gibt es wieder Zinsen, um es ganz einfach auszudrücken. Der Zinseszinseffekt bewirkt ein überproportionales Wachstum der Ersparnisse. So kann auch aus einer kleinen Sparrate über die Jahre hinweg eine große Summe werden. Wer beispielsweise jeden Monat 100 Euro zur Seite legt und in eine Geldanlage investiert, die fünf Prozent Rendite bringt, erzielt über einen Zeitraum von zehn Jahren 12.000 Euro Einzahlungen. Auf dem Konto erscheinen aber rund 15.500 Euro, also rund 3.500 Euro Zinserträge. Nicht viel, aber insgesamt für eine Anschaffung und zur Sicherheit ausreichend.

Geldmarkt-ETF

Eine Alternative zum Tagesgeldkonto kann ein Geldmarkt-ETF sein. Dabei wird in Wertpapieren gespart. Ein Geldmarkt-ETF orientiert sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank und weist ein geringes Risiko auf. Er eignet sich, eine Sparsumme längerfristig zurückzulegen und eine kleine, aber stabile Rendite einzufahren. Wird fortgesetzt.