Wieder einmal Kraftstoffpreise

Eigentlich könnten erst jetzt die Kraftstoffpreise steigen, weil nun die Ölzulieferungen aus den Lieferbeschränkungen wegen des Iran-Kriegs ihre Auswirkungen zeigen könnten. Doch seit Wochen leiden die Europäer und exorbitante Spritpreise. Auch wir von luckx – das magazin sind betroffen.

Mehrbelastungen

Es ist unübersehbar: An den Tankstellen sind weiterhin zu hohe Spritpreise angezeigt. Seit Monaten stopfen sich die Ölkonzerne die Taschen voll. Um dies zu unterstützen, hat die Bundesregierung eine Steuerreduzierung eingeführt. Doch angekommen sind sie nicht. Weiterhin werden zu hohe Spritpreise von allen Autofahrer gefordert und treiben die Kosten des täglichen Lebens in die Höhe. Nun rät der TÜV-Verband auch zu einer schonenden Fahrweise und fordert einen guten Fahrzeugzustand ein. Besonders Pendler mit langen Arbeitswegen und Menschen im ländlichen Raum sind betroffen und können die steigenden Kosten nicht abfedern. Die Automobilindustrie hat schon seit Jahren alle Voraussetzung zum Spritsparen geschaffen, weil entsprechende EU-Verordnungen bestehen. So kann immer nur durch entsprechende Aufklärungsarbeit und entsprechendes persönliches Verhalten der Kraftstoffverbrauch reduziert werden.

Fahrweise entscheidet den Verbrauch

Wie viel Sprit ein Fahrzeug verbraucht, entscheidet sich vor allem hinter dem Steuer. Häufiges Bremsen und Beschleunigen erhöht den Energiebedarf deutlich. Wer vorausschauend fährt, ausreichend Abstand hält und den Verkehrsfluss im Blick behält, kann Tempounterschiede besser ausgleichen. Mit einer möglichst gleichmäßigen Fahrweise ohne ständige Lastwechsel lässt sich der Verbrauch reduzieren. Auch das Vermeiden des hohen Drehzahlbereiches reduziert den Verbrauch. Es sollte zügig, aber nicht ruckartig beschleunigt und frühzeitig hochgeschaltet werden. Das senkt den Energieeinsatz zusätzlich. Schon bei rund 2.000 Umdrehungen pro Minute lässt sich im Alltag effizient fahren. Außerdem spielt eine entscheidende Rolle beim Spritverbrauch die Geschwindigkeit. Mit zunehmendem Tempo steigt insbesondere der Luftwiderstand überproportional an, vor allem oberhalb von etwa 100 km/h. Ein gleichmäßiger Fahrstil – zum Beispiel mithilfe eines Tempomaten – kann helfen, den Verbrauch zu senken.

Verbrauchsoptimum

Je nach Fahrzeugtyp kann das Verbrauchsoptimum eines Pkw bei 80 bis 100 km/h liegen. Üblicherweise arbeiten in diesem Bereich Motor und Getriebe besonders effizient, da die Drehzahl vergleichsweise niedrig ist und die Widerstände noch moderat bleiben. Daher können längere Fahrten bei konstantem Tempo auf Landstraßen besonders spritsparend sein. So gilt grundsätzlich, je höher die Geschwindigkeit, desto höher der Verbrauch. Auf Autobahnen steigt der Spritverbrauch ab 130 bis 140 km/h deutlich an. Eine Reduzierung kann auf der Autobahn bis zu ein Drittel Kraftstoff einzusparen.

Zu einem schonenden Fahrstil gehört auch, frühzeitig vom Gas zu gehen und das Fahrzeug ausrollen zu lassen. Beim Heranrollen an Ampeln oder beim Annähern an Ortschaften lässt sich so oft auf starkes Bremsen verzichten. In vielen modernen Fahrzeugen sorgt die sogenannte Schubabschaltung dafür, dass in diesen Phasen die Kraftstoffzufuhr vollständig unterbrechen. Bei längeren Wartezeiten sollte der Motor aus Umwelt- und Effizienzgründen abgeschaltet werden. Moderne Start-Stopp-Systeme unterstützen dies automatisch und sollten daher genutzt werden. Wer zudem sein Streckenprofil im Blick hat, unnötige Kurzstrecken vermeidet und Fahrten bündelt, kann den Kraftstoffverbrauch im Alltag deutlich senken.

Fahrzeugzustand prüfen

Neben dem Fahrstil beeinflusst auch das Fahrzeug selbst den Kraftstoffverbrauch. Unnötiges Gewicht erhöht den Energiebedarf beim Beschleunigen und wirkt sich besonders im Stop-and-Go-Stadtverkehr aus. Schon zusätzliche 100 Kilogramm können den Verbrauch messbar erhöhen. So solten nicht benötigte Gegenstände aus dem Auto entfernt und der Kofferraum regelmäßig ausgeräumt werden. Auch zusätzliche Aufbauten wie Dachträger, Dachboxen oder Fahrradträger verschlechtern die Aerodynamik und erhöhen den Luftwiderstand. Sie sollten nach Gebrauch wieder abgebaut werden.

Ein oft unterschätzter Einflussfaktor ist zudem der Reifendruck. Ist dieser zu niedrig, erhöht sich der Rollwiderstand und damit auch der Kraftstoffverbrauch. Schon geringe Abweichungen von den Herstellerangaben können sich spürbar auswirken. Regelmäßige Kontrollen optimieren den Verbrauch. Auch die Wahl der Reifen spielt eine Rolle. Modelle mit effizientem Rollverhalten können den Energiebedarf während des Fahrens zusätzlich senken. Der technische Zustand des Fahrzeugs gehört ebenfalls zum Gesamtbild. Die empfohlenen Wartungsintervalle des Fahrzeugs sollten eingehalten werden. Verschleißteile wie Zündkerzen oder verschmutze Luftfilter können die Effizienz und Funktion des Motors beeinträchtigen. Ein fehlender oder verzögerter Motorölwechsel hat ebenfalls einen moderaten Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch, da das Motoröl im Laufe der Zeit seine Viskosität verliert und damit Reibungen im Motor verursacht.