Von Schnee und Eis befreit . . . So in etwa beginnt der Osterspaziergang von Johann Wolfgang von Goethe. Doch bis Ostern dauert es noch. Bis dahin werden Autos noch täglich benutzt und müssen befreit werden, weiß luckx – das magazin.
Fahr fit
Garagenbenutzer sind im Vorteil. Alle anderen müssen ihr Fahrzeug nach einer winterlichen Nacht mit Schnee und Eis erst einmal fahrfit machen und für ordentliche Sichtverhältnisse sorgen. So jedenfalls steht es in der Straßenverkehrsordnung (StVO). Außerdem sollte beim Eiskratzen nur geeignetes Werkzeug benutzt werden. Brachialmethoden wie heißem Wasser über die Scheibe gießen führt nicht zum Erfolg. Eher das Gegenteil ist der Fall. Das Wasser könnte auf der Scheibe aufgrund der Kälte gleich wieder gefrieren oder die Scheibe könnte durch den Temperaturunterschied reißen. Nicht erlaubt ist, den Motor zum Abtauen der Scheiben laufen zu lasse. Das Auto ist nur dann im Winter verkehrssicher, wenn Scheiben, die Beleuchtungseinrichtungen und Seitenspiegel frei von Schnee und Eis sind. Um den nachfolgenden Verkehr nicht zu gefährden, sollte der Schnee außerdem vom Fahrzeugdach entfernt werden.
Wer nur das berüchtigte „Guckloch“ freikratzt, begeht eine Ordnungswidrigkeit die, solange nichts passiert, mit einem Verwarnungsgeld geahndet werden kann. Fahrer müssen durch alle Scheiben freie Sicht haben. Ist das Sichtfeld eingeschränkt, können Gefahrensituationen deutlich später erkannt werden. Dadurch verlängert sich die Reaktionszeit und der Anhalteweg wird um ein Vielfaches erhöht. Werde beispielsweise bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h ein querender Radfahrer nur zwei Sekunden später erkannt, habe dies zur Folge, dass er mit ungebremster Geschwindigkeit erfasst werde.
Enteisung
Leider steht Autofahrern nicht die Enteisungsmaschine wie für ein Flugzeug zur Verfügung. Also muss auf andere Möglichkeiten zurückgegriffen werden. Eine einfache und schnelle Methode, die Scheiben freizubekommen, bieten Enteiser-Flüssigkeiten auf Alkoholbasis. Sie tauen das Eis durch bloßes Aufsprühen auf. Dabei sollten Produkte mit Prüfsiegel verwendet werden, die nicht nur auf Enteisungswirkung, sondern auch auf Materialverträglichkeit getestet sind, sonst könnten zum Beispiel Gummidichtungen am Fahrzeug angegriffen werden. Handelsübliche Eiskratzer sollte man vorsichtig und nicht mit hohem Druck einsetzen, andernfalls kann es rasch zu Kratzern auf der Scheibe kommen, die sich dann bei Nachtfahrten durch irritierende Lichtreflexe bemerkbar machen. Ungeeignete Hilfsmittel sind scharfe Küchenschaber, etwa für Ceran-Kochfelder, CD-Kunststoffhüllen oder Plastikkarten.