Nachhaltig bauen

Nun hat das Pestel-Institut abermals auf die fehlenden Wohnungen hingewiesen. Über eine Millionen stiegt der Bedarf. Zwar gibt es in etwa die gleiche Anzahl von leerstehenden Wohnungen. Doch Angebot und Nachfrage treffen nicht am gleichen Ort zusammen. Sie sind weiterhin mehrere hunderttausende Wohnung jährlich zu erreichten, wie luckx – das magazin recherchierte.

Feuchtigkeitsregulierung

Zwar stiegen Ende 2025 die Baugenehmigungen. Aber seit der Immobilienmesse im Oktober 2025 in München hat sich aus eine Baugenehmigung keine bezugsfertige Wohnung ergeben. Es muss gebaut werden, um den Bedarf zu decken. Und wenn gebaut wird, darf es keinen niedrigen Baustandard geben. Erstens kostet beispielsweise eine weitere Steckdose in jedem Raum nur pro Exemplar nur wenige Euro mehr und zweitens, warum soll zum Beispiel im sozialen Wohnungsbau Verlängerungssteckdosen genutzt werden, die bekanntermaßen ein Sicherheitsrisiko darstellen sollen. Auch muss Qualität keine höheren Kosten verursachen. Denn eine Immobilie ist ein Langzeitprojekt, welches auch über viele Jahrzehnte kostengünstig sein muss.

Nehmen wir dazu einmal die Schimmelbildung in geschlossenen Räumen. Eine vierköpfige Familie produziert täglich bis zu 12.000 Gramm Wasserdampf – das entspricht einem Eimer Wasser. Wird diese Feuchtigkeit nicht ausreichend abgeführt, drohen Bauschäden durch Kondensation und Schimmel. Hier macht Lehmputz Sinn, da er von Natur aus sehr gute feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften aufweist. Ein Lehmputz hat eine außergewöhnlich hohe Wasserdampfadsorption. So können von diesem 70 Gramm pro Quadratmeter gespeichert werden. Diese Messwerte wurden bei einer normativen Auftragsdicke von 15 Millimetern erreicht. Der Lehmputz lässt sich damit in die Wasserdampfadsorptionsklasse WS III einstufen. Neben dem Schutz der Bausubstanz sorgt er damit auch für ein ausgeglichenes Raumklima, denn Baustoffe mit hohen feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften tragen maßgeblich zum sogenannten Wohlfühlklima bei. Dieses wird in der Regel bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 bis 55 Prozent empfunden.

Wärmespeicherung und Hitzeschutz

Neben der Feuchtigkeitsregulierung zeichnet sich der Lehmputz durch eine hohe Wärmespeicherkapazität aus. Die sogenannte Phasenverschiebung sorgt dafür, dass die Wände im Sommer länger kühl bleiben – ein entscheidender Vorteil im Hinblick auf sommerlichen Hitzeschutz. So eignet sich Lehmputz für den modernen Hausbau. Besonders für Bauherren, die Wert auf ein gesundes Raumklima und nachhaltiges Bauen legen, lohnt sich der Kauf von Lehmputz.

Lehmputz kurz erklärt

Lehmputz Innen: Optimal für gesundes Raumklima und ökologische Bauweise.

Farbe auf Lehmputz: Nur diffusionsoffene Farben, am besten speziell für Lehmputz geeignet.

Lehmputz streichen: Möglich mit geeigneter Farbe.

Lehmputz farbig: Individuelle Gestaltung durch Farbzusätze oder Oberputz.

Auf welchen Untergründen hält Lehmputz? Mauerziegel, Holzweichfaserplatten, mineralische Untergründe.

Welche Schichtdicke sollte Lehmputz haben? 5-30 mm (je nach Untergrund und Ausgleichsbedarf).

Wo macht Lehmputz Sinn? In allen Innenräumen, besonders bei feuchtebelasteten Bereichen wie Küche und Bad sowie bei ökologisch nachhaltigen Bauprojekten.

Schichtdicke

Die Schichtstärke kann je nach Anforderungen und Untergrund zwischen fünf und 30 Millimetern variieren. Insbesondere bei Sanierungsprojekten mit unebenen Flächen lässt sich mit bis zu 30 Millimetern problemlos ausgleichen. Eine optimale Schichtdicke sorgt nicht nur für ein gleichmäßiges Erscheinungsbild, sondern auch für eine effektive Regulierung des Raumklimas.

Grundsätzlich richtet sich die erforderliche Schichtstärke dabei nach dem jeweiligen Untergrund. Lehmputz hält auf verschiedenen bauüblichen Untergründen, darunter Mauerziegel, Holzweichfaserplatten und andere mineralische oder organische Flächen. Besonders geeignet sind Mauerziegel, da hier die nächste Putzschicht auch ohne vollständige Trocknung der ersten aufgetragen werden kann. Bei anderen Untergründen empfiehlt sich das vollständige Austrocknen jeder Schicht, um Rissbildung vorzubeugen.