Ein Blick auf die Zapfsäule treibt Tränen in die Augen: Diesel und Benzin über 2 Euro. Doch für diese Preisexplosion zu diesem Zeitpunkt gibt es keinen Grund: Deutsche Autofahrerinnen und Autofahrer werden abgezockt, meint nicht nur luckx – das magazin.
Alter Diesel im Zapfhahn
Viele Autofahrer trauten nach dem Angriff der Amerikaner und Israelis auf den Iran ihren Augen nicht. Innerhalb weniger Tagen stiegen die Kraftstoffpreise um mehr als 40 Cent pro Liter. Dabei weiß fast jedes Kind, dass der Transport aus den Golfstaaten zu uns mehr als vier Wochen dauert. Dann muss aus dem Rohöl Diesel und Benzin hergestellt werden. Schließlich dauert es danach immer noch mehrere Woche, bis dieser aus der Zapfsäule in den Autotank fließt. Also waren es acht bis 10 Wochen, bevor wir diesen in unseren Motoren verbrennen können. Doch warum werden die Preise nun so dramatisch erhöht und warum unternimmt die Bundesregierung nichts?
Beide Fragen lassen sich sehr einfach erklären. Jetzt ist die Meldung aktuell und viele Autofahrer „können verstehen“, dass aufgrund des Überfalls auf den Iran eine Krisensituation entstanden ist. Der bundesdeutsche Autofahrer nimmt das verärgert hin und bezahlt den Kraftstofflieferanten für ihre geniale, vorgezogene Preiserhöhung einen ordentlichen Gewinn. Und die Bundesregierung? Wahrscheinlich haben nicht die Sektkorken im Finanzministerium geknallt, sondern Champagner wurde ausgeschenkt. Denn die Preiserhöhung an der Zapfsäule durch Autofahrer und Steuerzahler bringt fehlende Milliarden in den durch ungerechte erhöhte Sozialausgaben geschröpften Bundeshaushalt. So wird der SPD-Finanzminister auch keinen Finger krumm machen und die Preise einfrieren.
Spritpreisbremse?
Da klingt es fast schon wie ein abgekartetes Spiel, als der ADAC Verkehrspräsident Hillebrand Anfang Januar 2026 höhere Spritpreise forderte. Zwar musste er gehen. Nun hat es zwei Monate gedauert, bis seine Forderung erfüllt wurde. Auf seine Web-Seite gibt der ADAC auch aktuell nur sporadische Hinweise, wann Kraftfahrer tanken sollten, um günstige Preise zu ergattern. Da ist wohl wenig Hilfe für Autofahrer zu erwarten. Oder kommt da noch was?
Der Automobilclub Mobil in Deutschland e.V. hat nun seine Forderung von 2022 aufgegriffen und fordert für 2026 eine Spritpreisbremse für Benzin und Diesel. Autofahrer sollen eine neue Petition unterzeichnen, um die rasant steigenden Spritpreise in Deutschland zu bremsen. Richtig hat er erkannt, dass diese Entwicklung Millionen Menschen hart trifft: Autofahrer, Familien, Pendler, Senioren, Handwerker und Unternehmen, die auf bezahlbare Mobilität angewiesen sind. Doch das ist zu kurz gesprungen. Es trifft die Wirtschaft insgesamt. Denn wenn die Transport teurer werden – das ist schon jetzt abzusehen – steigen die Preise über alle Wirtschaftszweige hinweg. Damit ist der von der Bundesregierung prognostizierte Aufschwung ad absurdum geführt. Schon jetzt hat die Bundesregierung kein Konzept für einen Wirtschaftsaufschwung. Wie soll es weitergehen?
Wirtschaftliche Belebung findet im Frühjahr statt
Nach einem harten Winter ist die Freude der Menschen auf das Frühjahr groß. Dieser Winter brachte den Menschen tiefe Temperaturen und viel Schnee. Zwar war dieser Winter nicht einer wie in früheren Zeiten mit viel Schnee und tiefen Temperaturen von November bis April. Doch mit den Sonnenstrahlen freuen sich alle auf das Frühjahr und gehen frohen Mutes an die Arbeit. Doch jetzt platzt die Freudesblase. Schon in den vergangenen Jahren haben sich die Bundesbürger aufgrund der hohen Inflation mit dem Konsum zurückgehalten und gespart; weil man/frau nicht weiß, was kommen könnte. Nun kommt der nächste Dämpfer. Jetzt werden Ausgaben diskutiert, über die früher nicht am Küchentisch gesprochen wurde. Freizeitaktivitäten, Urlaubsfahrten, Besuch bei Tante Heidi und vieles mehr werden mit Fragezeichen versehen. Dabei ist Mobilität kein Luxusgut, sondern Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Stabilität und ein funktionierendes Alltagsleben. Bei den aktuellen Preisen ist diese Mobilität für viele Menschen akut gefährdet bzw. gar nicht mehr möglich. Der tägliche Weg zur Arbeit, zur Schule oder zu wichtigen Terminen droht unbezahlbar zu werden.
Steuerzahler
Deutschland ist im EU‑Vergleich Spitzenreiter bei der Besteuerung von Kraftstoffen: Autofahrer zahlen gleich vier verschiedene Steuerarten auf jeden Liter Benzin und Diesel. Ohne diese Abgaben würde ein Liter Super statt rund 2 Euro lediglich etwa 90 Cent kosten. Nach Ansicht des Automobilclubs Mobil in Deutschland e.V. wäre eine Senkung der Spritpreise durch verschiedene Maßnahmen umsetzbar wie die Aussetzung oder Streichung der CO2-Steuer oder der Energiesteuer, der Reduktion der Mineralölsteuer oder die Senkung der Mehrwertsteuer. Ohne politisches Gegensteuern ist in den kommenden Wochen mit weiter steigenden Preisen zu rechnen. Wir von luckx – das magazin meinen, dass eine Spritpreisbremse nicht hilft. Die Preise müssen für die nächsten drei Monate auf den niedrigsten Preisen vom 26. Februar 2026 eingefroren werden. Das hilft, diese kritische Situation zu meistern. Alles andere ist nur unvollständig.
Kriege und Krisensituation
Ach ja, ob der Überfall auf den Iran gerecht oder ungerecht ist, ist sicherlich ein Völkerrechtsproblem. Die Gefahren, die durch das und alle anderen totalitären und menschenverachtenden Regime ausgehen, darf die Weltgemeinschaft eigentlich schon seit Jahrzehnten nicht tolerieren. Wenn wir uns die wenigen Bilder, die uns erreichen, anschauen, so ist jeder militärische Einsatz zum Schutz der Bevölkerung gerechtfertigt. Doch anscheinend geht es auch hier wieder nur um die wirtschaftlichen und/oder politischen Interessen von Wenigen. Die Iraner leiden genauso wie die Ukrainer, wie die Menschen im Kongo, wo vertrieben und getötet wird.