Gute Lösung für die Gesundheit

Mehr Bewegen und gesundheitsschädliche Gewohnheiten beenden. Mit diesen Vorsätzen sind viele Bundesbürger in das neue Jahr gestartet. Nun mal ehrlich: Was ist davon, liebe Leserin und lieber Leser, bei Ihnen weiterhin aktuell. Luckx – das magazin erinnert an die Vorsätze für neue Jahr.

Tradition

Bei vielen unser Mitmenschen ist es eine langjährige Tradition: Zum neuen Jahr werden Vorsätze gefasst. Ob gut oder anders. Jedenfalls geht es immer darum, ein wenig im Leben zu verbessern; oder sagen wir etwas neutraler, zu verändern. Viele wollen mit Beginn des neuen Jahres gesünder leben, indem sie sich mehr bewegen. So bekommt unserer Gesundheit eine immer größere Bedeutung. Darüber hinaus versuchen wir auch etwas mehr Langlebigkeit zu erreichen. Bekannt auch als longevity. Doch den meisten fällt es nicht leicht, ihr gesundheitsschädliches Verhalten in gesundes oder gesundheitsförderliches Verhalten umzumünzen. Aber Verhaltensänderung ist die große Herausforderung. Da müssen wir unsere Komfortsituation verlassen. Meist bleibt es dann dabei: Das haben wir immer schon so gemacht. Warum müssen wir uns ändern? Denn Veränderungen erfordern Disziplin, Ausdauer und Eigenverantwortung. Für viele ist es deshalb schwer, in Eigenregie ein Leben in Gesundheit anzustreben.

An Tipps, wie eine gesunde Ernährung auszusehen hat, welche Sportarten gelenkschonend sind, für eine bessere Kondition oder generell mehr Gesundheit sorgen, mangelt es ebenso wenig wie an Empfehlungen, wie ein gesundes Leben grundsätzlich und im Allgemeinen auszusehen hat. Doch was nützen gute Ratschläge, wenn in der Realität die guten Vorsätze häufig scheitern? Oder die, die so ambitioniert gestartet sind, auf halber Strecke wieder in alte Gewohnheiten verfallen? Deshalb müssen wir versuchen, unsere „neuen“ Verhaltensweisen dauerhaft im Alltag zu etablieren. Dabei geht es um nichts geringeres als um unsere Gesundheit. Insbesondere diejenigen, die erkrankt sind, benötigen Unterstützung, um ihr gesundheitsschädliches durch gesundheitsförderliches Verhalten zu ersetzen. Wenn es also gelingt, Menschen, die erkrankt sind – und dabei geht es sowohl um physische als auch um psychische Erkrankungen – zu Verhaltensänderungen zu befähigen, sollte das ebenso gut bei (noch) nicht Erkrankten beziehungsweise an Gesundheit Interessierten klappen.

Voraussetzungen schaffen

Um bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen, müssen Betroffene genügend Wissen rund um ihre Gesundheit erfahren. Doch das reicht nicht aus. Denn nur das Wissen anzusammeln ändert noch nicht das Verhalten. Deshalb müssen Betroffene dort abgeholt werden, wo sie sich mit ihrem Wissensstand befinden. Darüber hinaus müssen sie bereit sein, sich einem Veränderungsprozess zu unterziehen. So müssen alles Sachverhalte, Zusammenhänge und Auswirkungen bekannt sein. Das ist wichtig, damit jemand sein Verhalten ändern kann. Menschen müssen selbst die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen, sprich jeden Tag selbst etwas für ihre Gesundheit tun und nicht etwa einmal in der Woche sich behandeln lassen. Dabei ist den meisten nicht bewusst, dass eine Verhaltensänderung ein langer Prozess ist. Bis aus einer Verhaltensänderung eine Gewohnheit wird, dauert es gemäß den meisten Modellen des Gesundheitsverhaltens mindestens sechs Monate. Erst dann kann man mit einem dauerhaften Erfolg rechnen. Wer vorher wieder auf „normal“ zurückschaltet, hat verloren. Einer der Gründe, warum Vorsätze oft scheitern.

Zielsetzungen formulieren

Ein weiter Grund für das Misslingen von Vorsätzen ist die Art der Zielsetzung. Es ist besser, als Zielsetzung die Verhaltensänderung zu nehmen wie etwa „ich verändere mein Essverhalten“, „ich integriere mehr Sport in meinen Alltag“ oder „ich ändere meine Freizeitgestaltung“.Denn solche Ziele wie „Ich nehme 20 kg ab“ sind nicht nachhaltig, denn sie lassen zu, dass der- oder diejenige das gesundheitsförderliche Verhalten nicht weiter aufrechterhalten muss und in alte Essmuster verfallen darf, sobald die 20 kg runter sind. Ebenso sind lieber kleinere, dafür erreichbare Ziele anzustreben. Oft sind es zu viele oder zu hochgesteckte Ziele, die sich Menschen in der Euphorie der Neujahrsnacht vornehmen. Etwas, das unrealistisch ist und woraus so gut wie nie etwas wird. Deshalb sollten sich Betroffene selbst Verpflichtungen schaffen und sich immer wieder daran erinnern, wie und ob die vereinbarten Übungen und Verhaltensweisen geklappt haben. So kann es sinnvoll sein, nicht nur die Ziele zu notieren, sondern auch zu dokumentieren, ob und wie etwas durchgeführt wurde. Und falls nicht, warum das so war und was man dagegen tun kann.

Eigene Fähigkeiten fördern

Ziele sind so festzulegen, dass sie tatsächlich erreichbar sind. Dazu gibt es viele theoretische Modelle, die diese Zielerreichung unterstützen. So sind Selbstwirksamkeit, Handlungserwartung und Risikowahrnehmung berücksichtigt. Den stärksten Effekt hat Selbstwirksamkeit, also die Überzeugung eines Menschen, wie er oder sie Aufgaben und Herausforderungen bewältigen kann. Dies gilt im positiven ebenso wie im Negativen. Erfolge beflügeln und befeuern die Selbstwirksamkeit. Wer sich als selbstwirksam erlebt, ist motiviert, das veränderte Verhalten aufrechtzuerhalten und weiterzumachen. Die mit einem Erfolgserlebnis einhergehenden Hormone und Emotionen tragen ein Übriges dazu bei. Um das Ganze sichtbar zu machen, eignen sich Journals, oder auch Tagebücher zur Ernährung, Bewegung, Stress, oder was immer ansteht. Eigene, selbst angelegte Tabellen funktionieren aber genauso gut.