Energielieferant

Wie sich die Energiepreise entwickeln ist weiterhin ungewiss. So kann es sinnvoll sein, sich mit der Anschaffung einer Solaranlagen zu beschäftigen. Dabei sollte im Vordergrund die Eigennutzung der Solarenergie stehen. Denn die Einspeisung ins Netz steht wohl zur Disposition, ahnt luckx – das magazin.

PV-Anlagen und Stromspeichern

Solaranlagen können zu jeder Jahreszeit Energie liefern. Das ist jedenfalls die Meinung der Solar-Branche. So ist die Investitionsneigung von Immobilieneigentümern eher zurückhaltend, was Solaranlagen anbetrifft. Doch schauen wir auf die aktuelle weltpolitische Lage und die multiplen Krisen, kann eine Solaranlage zu einem zuverlässigen Energielieferanten werden. Denn Solaranlagen können zu einer gewissen Unabhängigkeit von Energieimporten führen. So kann Strom aus PV-Anlagen in Verbindung mit Stromspeichern rund um die Uhr genutzt werden, wenn die Solarmodule genug Strom liefern und der Speicher groß genug ist. Und zusätzlich auch für die E-Mobilität. Solarthermie kann den Energiebedarf für die Warmwasserbereitung zur Heizungsunterstützung reduzieren.

Fördermaßnahmen

Bereits seit 2023 sind die Investition in die Solaranlage und deren Montage von der Mehrwertsteuer komplett befreit. Dieser 19-%-Preisvorteil, gesunkene Modul- und Speicherpreise und Förderprogramme wie die KfW-Förderung im Programm 270 sowie die vielfach regional zusätzlich nutzbaren Förderangebote machen die Finanzierbarkeit selbst bei gestiegenen Baukosten und Bauzinsen realistisch. Darum kann es sinnvoll sein, wenn Immobilieneigentümer an die Zukunft denken: Fossile Energien werden knapper und teurer und führen in die Abhängigkeit. Dagegen reduzieren selbst erzeugter Strom und Wärme die ständig steigenden Nebenkosten – und das lässt zusätzlich den Immobilien- und Mietwert steigen.

Von der PV-Anlage in Kombination mit Stromspeichern profitiert auch die Haushaltskasse bei den Fahrzeugkosten. Einerseits können Pkw und E-Bike zuhause zu geringen Kosten „betankt“ werden. Andererseits kann das bei immer mehr Fahrzeugen mögliche bidirektionale Laden die Energiekosten weiter senken. Denn aktuell nicht für die Mobilität benötigte Energie aus dem Fahrzeugakkus kann ins Hausstromnetz eingespeist werden.

Planung und Montage

Natürlich versuchen Dachdecker, Solarteure und andere Gewerke von der Lieferung und Montage zu profitieren. Doch sowohl die Planung als auch Montage kann auch von qualifizierten Heimwerker erfolgen. Doch der Anschluss an das Stromnetz und die Prüfung der Anlage sollte von einem Fachbetrieb erfolgen. Denn Solarmodule sind entweder ein Teil der Dacheindeckung – so wie dachintegrierte Anlagen – oder sie werden auf eine Dacheindeckung montiert. Dabei müssen die Dächer weiterhin dicht sein; also sowohl die Regen- als auch Windsicherheit muss gewährleistet bleiben. Ebenfalls müssen die Anlagen brandsicher sein. Analog gilt dies für die statische Sicherheit – natürlich auch für Flachdächer.