Es gibt Gartenliebhaber, die ihren Garten vor sich hin wildern lassen. Und dann gibt es jene, die alles ordentlich in einer Reihe haben müssen. Welches der richtige Weg ist, wissen wir von luckx – das magazin auch nicht. Doch das Frühjahr verlockt dazu, im Garten irgendeine Ordnung zu schaffen.
Frühjahrsputz
Der Winter scheint nun tatsächlich vorbei zu sein, nachdem die Eisheiligen noch vor unserem Bürofenster im Harz mit Schneegewirbel sich gezeigt haben. Nun kann die Gartensaison beginnen. Jetzt gehts los mit dem Entfernen der schützenden Schicht aus Mulch und Laub. Aber bitte mit Augenmaß. Das Umgraben war zwar schon ab März möglich, vorausgesetzt, die Temperaturen bleiben dauerhaft frostfrei, was wir ganz anders erlebt haben. Doch Vorsicht: Nicht jeder Laubhaufen oder jede Ecke mit Totholz sollte verschwinden. Viele nützliche Insekten überwintern genau dort. Doch jetzt können auch diese entfernt werden. So lassen sich Lebensräume für Bienen, Marienkäfer und andere Nützlinge schaffen. Das fördert ganz nebenbei die Artenvielfalt im Garten.
Bestandsaufnahme
Zuerst stellt sich die Frage, wie sollte richtig aufgeräumt werden. Wer seinen Garten systematisch aufräumt, spart Zeit, behält den Überblick – und legt die perfekte Grundlage für die kommende Saison. Mit diesen Schritten gelingt der Frühjahrsputz im Grünen. Die Bestandsaufnahme gelingt ganz einfach. Wer mit mit offenen Augen durch seinen Garten geht, sieht sehr schnell, wo sich Unkraut breitgemacht hat. Wenn Ecken verwildert sind, stellt sich die Frage, ob das so bleiben soll, oder einer Veränderung unterzogen wird. Manchmal stehen noch alte Töpfe, Möbel oder Geräte herum, die längst ausgedient haben. Mit Zettel und Stift schafft sich jeder schnell einen Überblick. Danach gehts an die Planung.
Am einfachsten funktioniert alles, den Garten in kleine Bereiche einzuteilen. Das kann nach Beete, Terrasse, Wege und Rasen erfolgen. Danach sollte alles nacheinander abgearbeitet werden. Wer zuerst mit den sichtbarsten Zonen startet wie dem Hauseingang oder der Terrasse, schafft sich schnell motivierende Erfolge.
Was kaputt ist, darf gehen: alte Pflanztöpfe, rostige Geräte, zerfallene Deko. Wer Ballast loswird, schafft Platz für Neues – und sorgt für eine klare Struktur im Garten.
Gartenpflege im aufgeräumten Gartenbereich
Wenn alles aufgeräumt ist, beginnt die eigentliche Gartenarbeit. So sollten zuerst altes Laub und abgestorbene Pflanzenteile entfernt werden. Danach werden Sträucher, Büsche und Stauden zurückgeschnitten. Dabei gilt: Frühjahrsblüher erst nach der Blüte zurückschneiden. Dann sind die Beete dran, die gründlich von Unkraut befreit werden. Anschließend wird der Boden gelockert und mit Kompost angereichert.
Damit die Ordnung lange bleibt, sollte alles einen feste Platz haben, was im Garten gebraucht wird. Gartengeräte kommen an Haken oder in Regale, Töpfe in wetterfeste Boxen.
Rasenpflege
Im Frühjahr sollte der Rasen gründlich geeinigt werden. So sollte die Rasenfläche von Laub, Moos und anderen Rückständen mit einem Rechen oder Laubbläser gereinigt werden. Diese Maßnahmen machen den Rasen stark für Hitze und Trockenheit. Vertikutieren ist der wichtigste Schritt zur Rasengesundheit. Der Vertikutierer entfernt Moos und Rasenfilz, verbessert die Belüftung und schafft mehr Wachstumsraum. Die beste Zeit zum Vertikutieren ist April bis Mai bei leicht feuchtem Boden. Die Schnitttiefe sollte etwa 2-3 mm betragen, um keine Wurzeln zu beschädigen. Das Düngen mit stickstoffhaltigem Rasendünger sorgt für sattgrünes Wachstum. Dabei sollte Rasendünger eingesetzt werden, der langsam und gleichmäßig Nährstoffe freisetzt. Nachsäen kahler Stellen bringt den Rasen wieder in Form. Dabei wird der Boden leicht aufgeharkt, der Samen eingestreut und die Fläche gleichmäßig feucht gehalten, bis die Saat gekeimt ist.
Bewässert werden sollte er lieber selten, aber dafür durchdringend. Morgendliche Bewässerung ist ideal – so wird Verdunstungsverluste und Pilzbefall vermieden. Mit diesen einfachen Maßnahmen entwickelt der Rasen ein kräftiges Wurzelsystem, das ihn widerstandsfähiger gegen Trockenheit macht. Ein dichter, gesunder Rasen lässt Trockenheit und Unkraut kaum eine Chance. Wird fortgesetzt.