Es ist schon sehr kurios: Die Welt leidet unter Wassermangel. 71 Prozent der Erde ist von Wasser bedeckt. Und trotzdem soll es zu wenig Wasser geben? Luckx – das magazin hat recherchiert.
Salzwasser
Die Welt steht vor einer beispiellosen Wasserkrise: Ein Viertel der Weltbevölkerung leidet jedes Jahr unter extremer Wasserknappheit. Allein im Jahr 2023 sahen sich Länder wie Frankreich, Spanien und die USA gezwungen, die öffentliche Wasserversorgung einzuschränken. Trotz der großen von Wasser bedeckten Fläche. Denn 97 Prozent sind Salzwasser, fast 3 Prozent Eis und nur 0,014 Prozent leicht zugängliches Süßwasser. So ist leicht zu erklären, warum eine Mehrheit der Menschen erwartet, dass sich solche Engpässe in der Wasserversorgung in naher Zukunft verschlimmern. Während fast ein Viertel der Befragten (24 Prozent) bereits persönlich von Wasserknappheit betroffen ist, erwartet dies mehr als die Hälfte (51 Prozent) innerhalb der nächsten zehn Jahre. In Deutschland empfindet bislang nur eine Minderheit (9 Prozent) direkte Auswirkungen, allerdings gehen 46 Prozent) davon aus, dass auch sie Wassermangel in den nächsten zehn Jahren persönlich betreffen wird. Für die Umfrage – die auf eine ähnliche Studie im Jahr 2022 folgt – befragte das Marktforschungsunternehmen YouGov mehr als 7.200 Menschen in Belgien, Frankreich, Deutschland, Marokko, den Niederlanden, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA.
Wasserressourcen
Die Sorge ist begründet: Schwindende Wasserressourcen belasten nicht nur die Umwelt, sondern haben auch wirtschaftliche Konsequenzen. 73 Prozent) der Deutschen erwarten steigende Kosten für Wasser und Lebensmittel in den nächsten fünf Jahren – ein Trend, der sich in anderen Ländern wie den Niederlanden (75 Prozent) noch deutlicher zeigt. Die wachsende Sorge um Wasserknappheit könnte zu einem Umdenken im Umgang mit Wasser führen. 74 Prozent) der weltweit Befragten sind bereit, ihren Wasserverbrauch zu reduzieren, wenn ihr Land von Wassermangel betroffen ist. In Deutschland liegt die Zahl auf demselben Niveau. Allerdings bleibt die Bereitschaft zur Veränderung begrenzt, wenn der persönliche Leidensdruck fehlt. So gaben 27 Prozent) der Deutschen an, ihr Verhalten selbst bei gesetzlichen Beschränkungen nicht ändern zu wollen. Steigende Kosten hingegen wirken sich deutlich stärker aus: Zwei Drittel der Befragten wären bereit, weniger Wasser zu verbrauchen, wenn Wasser oder Energie teurer werden. Viele Menschen handeln bereits – und sehen sich als Teil der Lösung. 64 Prozent) der Befragten weltweit sind überzeugt, durch einen geringeren Wasserverbrauch der Umwelt zu helfen. Diese Einstellung spiegelt sich im Alltag wider: In Deutschland haben 57 Prozent) ihr Duschverhalten angepasst und duschen kürzer, weniger häufig oder kälter. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als noch 2022, als die Energiekrise viele Menschen zum Umdenken brachte. International haben sogar 65 Prozent) der Befragten ihr Duschverhalten geändert oder planen dies.
Bewusstsein schaffen
Das große Bewusstsein für Wasserknappheit und ihre Folgen sorgt gleichzeitig für ein wachsendes Informationsbedürfnis in der Bevölkerung: International geben 47 Prozent der Befragten an, nicht genug darüber zu wissen, wie sie im Alltag Wasser sparen können. Erst etwas mehr als ein Drittel der Befragten (38 Prozent) hat wasser- und energiesparende Produkte in ihren Badezimmern installiert. Weitere 24 Prozent planen dies zu tun, allerdings kennt mehr als ein Viertel (27 Prozent) keine Produkte, mit denen sie Wasser und Energie sparen könnten. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig das Engagement für Technologien ist, die ohne Kompromisse beim Komfort oder den Nutzungsgewohnheiten einen effizienteren Verbrauch der Ressource Wasser ermöglichen. Das Wissen über technologische Innovationen zu vergrößern, kann einen Eckpfeiler für einen dauerhaft nachhaltigeren Umgang mit begrenzten Wasservorräten bilden.
Zur Umfrage
Für die von GROHE beauftragte Umfrage befragte YouGov vom 8. September bis zum 26. September 2023 insgesamt 7.258 Personen in Belgien, Frankreich, Deutschland, Marokko, den Niederlanden, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA.