Draußen in der Natur

Was gibt es schöneres, als in der Natur zu sein. So sind Outdooraktivitäten weiterhin angesagt. Dazu gehört auch das Zelten. Doch viele Menschen haben bedenken, ob sie nicht von wilden Tieren angegriffen werden oder ein Regenguss das Abenteuer zunichte macht. Was dabei zu beachten ist, hat luckx – das magazin recherchiert.

Darauf sollten Menschen beim Zelten achten

Der Düsseldorfer Caravan-Salon zeigt trotz nachlassendem Interesse weiterhin eine große Nachfrage nach Campen. Zwar wird dort vornehmlich das Caravaning propagiert, also das Campen mit Wohnmobil, Wohnwagen und Campervan. Aber auch Camping liegt weiterhin im Trend. Sei es für einen Kurztrip am Wochenende, eine Trekkingtour in den Bergen oder den Familienurlaub auf dem Campingplatz. Moderne Zelte bieten heute mehr Komfort, Wetterschutz und praktische Funktionen als noch vor wenigen Jahren. Damit der Aufenthalt in der Natur sicher und angenehm bleibt, sollten Verbraucher beim Kauf genau hinschauen.

Je nach Reiseziel, Klima, Aufenthaltsdauer und Transportart unterscheiden sich die Anforderungen an ein Zelt deutlich. Für Wander- und Radtouren eignen sich vor allem leichte und kompakte Trekkingzelte, die dank moderner Leichtbaumaterialien oft weniger als zwei Kilogramm wiegen. Camping- und Familienzelte bieten dagegen mehr Platz, Stehhöhe, getrennte Schlafkabinen und zusätzlichen Stauraum, sind aber entsprechend schwerer und haben ein größeres Packmaß. Wurf- oder Pop-up-Zelte lassen sich besonders schnell aufbauen, eignen sich aber eher für Kurztrips. Bus- und Vorzelte erweitern den Wohnraum bei Caravan- oder Van-Reisen.

Größe schafft Raum

Die Herstellerangaben zur Personenzahl sollten dabei nicht zu knapp kalkuliert werden. Denn neben den Schlafplätzen benötigt auch das Gepäck ausreichend Platz. Zusätzliche Apsiden oder Vorzelte schaffen Stauraum für Ausrüstung und Schuhe. Verbraucher sollten daher vor dem Kauf abwägen, ob ihnen Mobilität, ein schneller Aufbau oder Wohnkomfort wichtiger ist. Bei Sonnenschein kann sich die Luft im Zeltinneren schnell aufheizen, während bei kühleren Temperaturen schnell Kondenswasser entsteht. Deshalb sind gute Lüftungsmöglichkeiten wichtig. Öffnungen mit Moskitonetzen fördern die Luftzirkulation und halten zugleich Insekten fern. So kann ein doppelwandiger Aufbau mit Innen- und Außenzelt ist hier besonders sinnvoll: Er reduziert Kondenswasser, verbessert das Raumklima und bietet zugleich besseren Schutz vor Regen. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Lüftungsöffnungen auch bei Regen nutzbar bleiben und sich flexibel an die Wetterbedingungen anpassen lassen.

Stabilität bei Wind und Wetter

Ein Zelt muss auch bei plötzlichem Wetterumschwung zuverlässig schützen. Flexible, bruchsichere Gestänge aus Aluminium oder Fiberglas, ausreichend Abspannleinen und stabile Heringe sorgen für Standfestigkeit. Kuppel- und Geodätenzelte gelten als besonders windstabil, da ihre Konstruktion Kräfte gleichmäßig verteilt. Beim Wetterschutz zählt nicht nur die Wassersäule. Besonders wichtig sind versiegelte Nähte, eine hochgezogene Bodenwanne und eine stabile Abspannung. Nach gängiger Einordnung gilt Zeltmaterial ab einer Wassersäule von 1.500 Millimetern als wasserdicht. Für den längeren Einsatz sind jedoch meist höhere Werte empfehlenswert. Außenzelte sollten mindestens 3.000 Millimeter aufweisen, Zeltböden deutlich mehr.

Bei Zeltstoffen kommen heute vor allem beschichtete Polyester- oder Nylonmaterialien zum Einsatz. Sie sind leicht, reißfest und wasserabweisend. Zusätzlich achten viele Hersteller auf UV-beständige Beschichtungen, die das Material vor Versprödung schützen. Entscheidend ist zudem eine saubere Verarbeitung: Reißverschlüsse sollten robust und leichtgängig sein sowie möglichst gegen Regen abgedeckt werden, da sie im Alltag stark beansprucht werden. Auch Nachhaltigkeit und Langlebigkeit spielen beim Kauf eine zunehmend wichtige Rolle. Dazu zählen etwa recycelte Zeltstoffe, PFC-freie Imprägnierungen und reparaturfreundliche Konstruktionen. Damit Zelte möglichst lange halten, sollten sie nach dem Einsatz vollständig getrocknet und sauber gelagert werden. Vor jeder Reise empfiehlt es sich zudem, Gestänge, Heringe und Abspannungen auf Beschädigungen oder Materialermüdung zu prüfen.

Aufbau

Damit die Reise entspannt verläuft, sollte das Zelt möglichst einfach aufzubauen sein. Kuppel- oder Igluzelte gelten als besonders anfängerfreundlich. Farbmarkierte Gestänge, Clipsysteme oder aufblasbare Luftgestänge erleichtern den Aufbau zusätzlich. Selbstverständlich sollte ein verständliche Aufbauanleitung sein. Dabei dürfen Hinweisen zu Lüftung, Brandschutz und Maßen nicht fehlen. Doch so ein Zeltaufbau sollte völlig unkompliziert von statten gehen. Dieser sollte auch bei Wind, Regen und Sonnenschein gleichermaßen schnell von der Hand gehen. Ein- oder mehrmalige Aufbauproben auf einer geeigneten freien Fläche schaffen Verständnis und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten als auch in das Produkt. So können sich Camper in Ruhe mit Aufbau, Abspannung und Funktionen des Zeltes vertraut machen und sind beim Camping besser vorbereitet.