Gesundheitsrisiko Schlafmangel

Müde ins Bett fallen und dann bis zum nächsten Morgen durchschlafen. Für viele Menschen ist das ein Traum. Warum eines der natürlichsten Bedürfnisse in uns wie der Schlaf nicht so einfach zu erfüllen ist und stellt eine große Herausforderung dar. Laut Wissenschaftlern und Forschern sollten Erwachsene sich jede Nacht zwischen 7 und 9 Stunden Schlaf gönnen. Doch lässt sich diese Forderung auch erfüllen und was ist dafür zu tun? Dieser Frage ging luckx – das magazin nach.

Gesundheit braucht Schlaf

Unsere Gesundheit braucht diese sieben bis neun Stunden Zeit auch. Denn während wir zwar subjektiv ausruhen, beginnt unser Körper nochmal richtig zu arbeiten. Es wird regeneriert, Angreifer werden bekämpft, Zellen erneuert und die Ereignisse des Tages verarbeitet. Dass es Zeit dafür ist, zeigt uns der Körper, indem er das Hormon Melatonin ausschüttet und bestimmte Funktionen wie Atmung und Puls verlangsamt. Besonders in den letzten Jahren sind Sorgen, Ängste und Anforderungen mehr geworden – vielen von uns geht die halbe Welt durch den Kopf und die psychische Belastung ist angestiegen.

Jetzt zum Jahreswechsel hin tragen zusätzlich auch der Alltag, Zeitdruck, zu viele Termine und Verpflichtungen viel dazu bei, dass wir nachts nicht zur nötigen Erholung kommen. Es entsteht ein Teufelskreis – durch zu viel Stress werden Schlafprobleme verstärkt, Schlafmangel wiederum bewirkt, dass wir grundsätzlich gestresster sind. Laut einer Studie der Medizinischen Universität Wien leidet sogar knapp die Hälfte der Österreicher an nicht erholsamen Schlaf.

Folgenreiches Schlafdefizit

Ärzte vergleichen die Auswirkung von mehreren schlaflosen Nächten mit einem leicht alkoholisierten Zustand. Wir reagieren zu langsam und können uns nur noch schwer fokussieren, die Leistungsfähigkeit ist stark eingeschränkt. Leiden wir aber über einen längeren Zeitraum an Schlafmangel, kann das gravierende Folgen auf die physische und psychische Gesundheit haben. Sie betreffen vor allem das Herz-Kreislauf-System, unser Gehirn, den Stoffwechsel und besonders auch unsere Abwehrkräfte. Das bedeutet in erster Linie, wir werden anfälliger für Infekte, das Risiko für Infarkte, Übergewicht oder Diabetes steigt und unsere Gedächtnisleistung wird stark beeinträchtigt.

Die ESC (European Society of Cardiology) veröffentlichte eine Studie, die belegt, dass es besonders bei Frauen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit und Dauer des unbewussten Wachseins während des nächtlichen Schlafs und einem erhöhten Risiko, an Herz- und Gefäßkrankheiten zu sterben. Aber wie können wir Körper und Geist dabei helfen, ihre wohlverdiente Erholung zu finden?

Ernährungsverhalten

Es ist nicht neu und sehr gut nachzuvollziehen, dass unser Ernährungsverhalten sich auf unser Wohlbefinden auswirkt. Nährstoffe wie Vitamin B-Komplex, Vitamin C, Magnesium und Kupfer tragen dazu bei, dass unser Hormonhaushalt im Gleichgewicht oder auch unsere Nervenfunktionen im Normalbereich sind. Andererseits haben Gewohnheiten und Rituale großen Einfluss auf unsere innere Balance. Nicht zu vergessen ist das „Schlafhormon“ Melatonin, das aus dem Glückshormon Serotonin produziert wird. Seine Hauptaufgabe ist die Kontrolle unseres Schlaf-wach-Rhythmus. der Körper produziert es aus dem „Glückshormon“ Serotonin. Auch ein Griff zu bestimmten Kräutern kann unser Gleichgewicht und die Stressresistenz unterstützen. Jeder kennt Lavendel und Baldrian als die Entspannungsmittel. Aber auch Hopfen und Hanfextrakt wirken beruhigend.

Besonders während der Feiertage und zu Jahresende war der Stress-Pegel bei vielen Menschen sehr hoch. Gleichzeitig ist der Wunsch nach Stille und endlich richtig Kraft zu tanken da. Sowohl für das eine als auch das andere benötigen wir die nächtliche Erholung.

So hat guter Schlaf eine Schlüsselposition – er lässt uns ruhen und sorgt gleichzeitig für neue Energie. Stressige Phasen, nicht nur während der Feiertage, lassen sich nicht immer vermeiden. Aber besonders dann sollten wir unserem Körper mit allen wichtigen Nährstoffen unter die Arme greifen, uns ausreichend Ruhezeiten gönnen. Nur so kann langfristig unsere Gesundheit davon profitieren.