Die E-Mobilitätslobby versucht ständig, die Vorteile von Wasserstoff und Methanol zu diskreditieren. Wer so etwas vorantreibt, muss große Angst vor dieser Energieform haben. Dabei kommen wir ohne Wasserstoff und Methanol als einfach und langfristig speicherbare Energie nicht aus hat luckx – das magazin recherchiert.
Wasserstoff und Motorentechnik
Darüber hinaus lässt sich mit Wasserstoff die vorhandene Motorentechnik durch einfachen Umbau betreiben. Denn auf dem Gebiet der Motorentechnik hat Deutschland über 150 Jahre Kompetent und Vorsprung durch Wissen. Besonders aus diesem Grund ist es völluig unverständig, warum die deutschen Autobauer sich der Elektromobilität unterwerfen und die Vorteile des Wasserstoff und Methanol negieren. Sicherlich, aktuell ist die Verfügbarkeit von Methanol und Wasserstoff völlig unzureichend. Doch seit mindestens 10 Jahren ist auch in der Automobilindustrie bekannt, dass eine eine neue Mobilitätsstrategie gibt. Es ist auch bekannt, dass die erforderlichen Rohstoffe für Batterien, E-Motoren usw. auf wenige Lieferanten konzentriert sind. Trotzdem wurde sich aufgrund der damaligen „rosigen“ Wirtschaftslage im bequemen Chefsessel zurückgelehnt. Die Herausforderungen der Wasserstoffbeschaffung und der Methanolproduktion wurden nicht angegangen. Dabei wäre das damals unter günstigeren Bedingungen mit geringeren Kosten möglich gewesen. Heute wird wieder nur gejammert. Dabei wissen alle Hersteller, wie wichtig mehrere zuverlässige Bezugsquellen sind. Vorsorge wird seit Jahrzehnten im Unternehmen getätigt. Doch in diesem Fall sträflich vernachlässigt.
Retten, was noch zu retten ist
Unbestritten ist doch, dass die industrielle Transformation hin zur Klimaneutralität für die führenden Wirtschaftsräume eine der zentralen Aufgaben der kommenden Jahrzehnte ist. Während die Europäische Union beispielsweise die Klimaneutralität bis 2050 anstrebt, visiert China dieses für 2060 an. In beiden Regionen gilt Wasserstoff als strategische Schlüsselkomponente für den Umbau von Industrie und Energiewirtschaft. Die reale Marktentwicklung hinkt den ambitionierten Vorgaben jedoch hinterher: Laut dem Global Energy Report 2025 sind derzeit lediglich rund 11 Prozent der seit Beginn des Jahrzehnts angekündigten Wasserstoffprojekte in Betrieb oder durch Investitionsentscheidungen abgesichert. Vor diesem Hintergrund rückte die ees Europe, Europas größte und internationalste Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme, das Thema Wasserstoff gezielt in den Fokus. Mit dem Ausstellungsbereich „Hydrogen Dialogue Forum & Expo“ lieferte die Messe fundierte Einblicke in die Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff, technologische Innovationen, Einsparpotenziale und wegweisende Projekte. Flankiert wird die Fachausstellung durch das begleitende Konferenzformat. Obwohl die weltweite Nachfrage nach Wasserstoff kontinuierlich steigt, wird der Energieträger derzeit noch fast ausschließlich auf Basis fossiler Rohstoffe wie Erdgas und Kohle gewonnen. Eingesetzt wird er traditionell für die Ammoniakproduktion, Ölraffinierung und Methanolsynthese. CO2-neutral erzeugte Mengen spielen am Gesamtmarkt bislang eine untergeordnete Rolle. Dabei gilt emissionsfreier Wasserstoff als unverzichtbarer Baustein der Energiewende – insbesondere für die Dekarbonisierung schwer elektrifizierbarer Sektoren wie der Stahlindustrie. Obwohl es einen großen Bedarf gibt, wird die Entwicklung durch wirtschaftliche, regulatorische und infrastrukturelle Hindernisse gebremst. Neben dem schleppenden Ausbau neuer Pipeline-Netze und der verzögerten Umwidmung bestehender Erdgasinfrastrukturen bleibt die Kostenstruktur ein zentraler Engpass: Nach Analysen der Internationalen Energieagentur (IEA) ist grüner Wasserstoff in der Herstellung derzeit noch zwei- bis dreimal teurer als die fossile Variante. Die nachhaltige Alternative wird jedoch vor allem dann wettbewerbsfähig, wenn unvorhersehbare oder anhaltend hohe Erdgaspreise die konventionelle Produktion verteuern. Doch an diesen Preisen dürfen wir uns nicht orientieren, solange Wind- und Solaranlagen abgeschaltet werden, diese Energie im Nirvana landet und die Erzeuger dafür auch noch entlohnt werden. Die gezielte Verwendung dieser Energie macht Wasserstoff wettbewerbsfähig.
Wettbewerbsfähigkeit von grünem Wasserstoff
Im Jahr 2024 wurden laut dem Global Energy Report 2025 weltweit etwa 100 Millionen Tonnen Wasserstoff produziert – rund 99 Prozent davon aus fossilen Brennstoffen. Etwa 980 Millionen Tonnen CO2 wurden dabei emittiert. Nicht einmal ein Prozent wurde emissionsfrei erzeugt. Durch Elektrolyse lässt sich Wasserstoff klimaneutral produzieren, wenn Wasser mithilfe von erneuerbarem Strom in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten wird. Die IEA erwartet in den kommenden Jahren aber ein deutliches Wachstum. Bis 2030 soll die Produktion von grünem Wasserstoff weltweit auf 4,2 Millionen Tonnen steigen. Im Vergleich zum Jahr 2024 würde sich die Menge somit verfünffachen. Treibende Kraft beim Aufbau von Elektrolyseuren ist China. Die IEA geht davon aus, dass in China emissonsfreier Wasserstoff bis Ende des Jahrzehnts wettbewerbsfähig wird – aufgrund der niedrigen Technologie- und Kapitalkosten. Auch in Europa sieht sie gute Chancen dafür, weil Erdgas durch die CO2-Bepreisung immer teurer wird. Wenig Potenzial gibt es dagegen in Regionen, wo Erdgas billiger ist, etwa in den Vereinigten Staaten und im Nahen Osten.
Schlüssel zur Energiewende
Die aktuelle Energiekrise macht deutlich, welche Folgen die Abhängigkeit von fossilen Energien hat. Durch den Iran-Krieg sind die Preise für Erdöl und Erdgas stark gestiegen und treffen viele Staaten mit voller Wucht. Auch zu Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine stiegen die Erdgas-Preise deutlich. Damals war grüner Wasserstoff sogar deutlich günstiger als konventioneller. „Die wiederholten Preisschocks und Versorgungsrisiken der fossilen Energiewirtschaft schärfen den Blick für den strategischen Wert der Erneuerbaren und von grünem Wasserstoff“, erklärt Markus Elsässer, Gründer und Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH. „Ein zukunftsfähiges Energiesystem basiert nicht mehr allein darauf, sauber Strom zu erzeugen. Wir müssen diesen Strom auch intelligent speichern und sektorenübergreifend nutzbar machen. Erst wenn wir dezentrale Erzeugung, moderne Batteriespeicher und die Wasserstoff-Elektrolyse flexibel miteinander koppeln, sichern wir die Industrie ab. Grüner Wasserstoff ist dabei ein zentraler Hebel, um die Energieversorgung in Deutschland und Europa resilient aufzustellen, technologisch souverän zu machen und Strompreise langfristig planbar zu halten.“
Dekarbonisierung
Für die Dekarbonisierung ist grüner Wasserstoff ein zentraler Baustein. Die Industrie benötigt den Energieträger dringend für die Stahlproduktion, für Hochtemperaturprozesse über 1.000 Grad Celsius sowie als Basis für synthetische Kraftstoffe im Schwerlast-, See- und Luftverkehr. Außerdem könnte grüner Wasserstoff Erdgas in Fernwärmenetzen ersetzen. Bisher fehlt es jedoch an Elektrolyseuren. Obwohl die Europäische Union bis 2030 eine heimische Elektrolyseur-Kapazität von 40 Gigawatt anstrebt und Staaten wie Deutschland, Spanien oder Frankreich ambitionierte nationale Ziele formuliert haben, hinkt die Praxis der Theorie hinterher. Die Fortschritte sind gering, weil es neben der Infrastruktur auch an Nachfrage mangelt. Potenzielle Investoren zögern deshalb. Um die Nachfrage anzukurbeln, könnte die Produktion von synthetischen Kraftstoffen eine Lösung sein. „Die Rolle von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft wird bisher noch zu wenig erkannt. Mit dem Hydrogen Dialogue setzten wir ein klares Zeichen für den Hochlauf und bilden die gesamte Wertschöpfungskette ab“, erklärt Jens Mohrmann, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM).