Die Sonne scheint

Ob Wandern, Radfahren oder Sonnenbaden: Nicht nur die Klimakrise sorgt für stärker Sonnenstrahlen. Davor müssen wir uns schützen. Mit steigenden Temperaturen spielt das Leben mehr draußen statt und wir entledigen uns der Bekleidung. Was beim Sonnenschutz zu beachten ist, hat luckx – das magazin recherchiert.

Sonnenbrand

So kann bereits leichte Sonneneinstrahlung zu einem schmerzhaften Sonnenbrand führen. Der richtige Sonnenschutz verhindert nicht nur unschöne Rötungen, sondern senkt auch das Hautkrebsrisiko und beugt dem Altern der Haut vor. So freuen sich viele über sonnige Tage und sie zieht es in den Biergarten oder in den eigenen Garten. Das kann erfreulich sein. Doch besonders dann, wenn die Haut im Frühsommer noch winterlich blass ist, blüht abends eine böse Überraschung warten: ein dicker Sonnenbrand. Wir wissen alle, dass für die schmerzhaften Rötungen, den Juckreiz oder gar Blasen die UV-Strahlen verantwortlich sind. Nach drei bis fünf Stunden nach dem Sonnenbad kommen diese Hautveränderungen zu Tage. Meist sind sie auch nach drei Tagen wieder verschwunden. Während sich bei einem Sonnenbrand ersten Grades die typischen Symptome milder zeigen, sind diese bei Verbrennungen zweiten Grades um einiges deutlicher und schmerzhafter. Zusätzlich können Pigment- oder Texturschäden entstehen und meist schält sich nach etwa einer Woche die Haut. Bei einer Verbrennung dritten Grades sind tiefere Hautschichten betroffen, sodass Narben zurückbleiben können. So folgen bei einem schweren Sonnenbrand Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Dann sollten Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Hautkrebs

Sonne und frische Luft genießen, tut Seele und Körper gut – bei längeren Aufenthalten draußen aber nur mit Sonnencreme. Das gilt insbesondere, wenn zum Beispiel Schultern oder Dekolleté das erste Mal wieder das Licht der Sonne erblicken. Sonst leidet die Haut und das Risiko für Hautkrebs steigt. Aktuell scheint der weiße Hautkrebs stärker zuzunehmen. Für diese Variante ist die Hauptursache das UV-Licht. So zeigt er sich vor allem an Stellen wie Gesicht, Dekolleté, Schultern, Nacken, Unterarmen und Händen, die regelmäßig der Sonne ausgesetzt sind. Der weiße Hautkrebs tritt zwar weitaus häufiger auf als der schwarze, ist gleichzeitig jedoch deutlich weniger aggressiv und gut behandelbar, sofern er früh erkannt wird.

Um sich vor der schädlichen UV-A- und UV-B-Strahlung zu schützen, ist Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor das A und O. Wer helle Haut hat, sollte mindestens zu Lichtschutzfaktor 30 greifen. Beim Auftragen darauf achten, die Sonnencreme nicht in die Haut einzureiben, sondern als dünnen Film 30 Minuten vor dem Rausgehen aufzutragen und keine Hautstellen zu vergessen – hierbei besonders auf die Ränder zur Kleidung achten. Zudem ist bei längeren Aufenthalten in der Sonne regelmäßig nachzucremen – am besten alle zwei bis drei Stunden. Selbst mit ausreichend Sonnencreme sollten vor allem Kinder und Senioren die besonders intensive Mittagssonne meiden.

Veraltete Sonnencreme?

Auch wenn so mancher Händler gern neue Sonnenschutzmittel verkaufen möchte, so sollten auf das Produktionsdatum geachtet werden. Denn ungeöffnete Cremes sind mindestens 30 Monate haltbar. Auch angebrochene Mittel halten sich laut Herstellerangaben meist zwölf Monate. Nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der UV-Schutz reduziert hat. Wer also sichergehen möchte, optimal geschützt zu sein, sollte eine neue Sonnencreme kaufen. Spätestens wenn die Creme nicht mehr gut riecht, sich verfärbt oder sich die Konsistenz verändert hat, sollte sie in den Müll wandern.

Neben dem richtigen Eincremen bietet Kleidung den besten Schutz vor Sonnenstrahlung. So sollten in der Sonne spielende Kinder unbedingt ein T-Shirt tragen. Auch eine Kopfbedeckung schützt auf der Kopfhauf vor einem Sonnenbrand und gleichzeitig vor einem Sonnenstich. Auch die Augen brauchen Schutz: Hierfür eignen sich besonders Sonnenbrillen mit der Kennzeichnung „UV-400“.

Zuviel Sonne

Manchmal erwischt einen der Sonnenbrand dann doch. Schon bei den ersten Anzeichen sollte sofort die Sonne verlassen und die Haut gekühlt werden. Dabei helfen beispielsweise feuchte Umschläge mit gekühltem schwarzem Tee oder Wasser. Kühlpads und Eiswürfel besser vermeiden, sie können die Haut durch die extreme Kälte zusätzlich schädigen. Anschließend sollten Betroffene kühlende After-Sun-Lotionen auftragen, die etwa Panthenol oder Aloe Vera enthalten. Sie sollten frei von Alkohol, Duft- und Konservierungsstoffen sein. Auch Salben mit Hydrocortisol können zur Linderung von Juckreiz beitragen. Ein gutes Hausmittel sind Quarkwickel, aber nur, wenn der Sonnenbrand keine offenen Wunden verursacht hat. Um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen ist viel zu trinken.