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Fitness beginnt im Kopf

„Mens sana in corpore sano“ – ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper. Damit wird der römische Satiriker Juvenal gern zitiert. Es soll die Verbindung zwischen physischer Fitness und mentalem Wohlbefinden beschreiben. Ob das gilt immer noch gilt, versucht luckx – das magazin herauszufinden.

Mentale Stärke als Schlüsselkompetenz

Im April fand im Rahmen der Fitness- und Gesundheitsmesse FIBO ein Kongress statt, der die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Fitness- und Gesundheitsbranche in ein tägliches Nutzen für Sportler als auch besonders für Unternehmen, Führungskräften und Mitarbeitenden überführen sollte. Die Vorteile für Fitness- und Gesundheitsinteressierte sind durch viele Daten, Technologien und wissenschaftliche Erkenntnisse vorhanden. Trotzdem besteht weiterhin das Gefühl von Unsicherheit, Komplexität und permanentem Veränderungsdruck. Daran arbeitete sich der FIBO Congress 2026 (16. bis 18. April 2026) ab. War die wirtschaftliche Situation bis zum Beginn der Corona-Krise eigentlich durch ständigen Aufwärtstrend gekennzeichnet, so stehen seitdem Führungskräfte bis heute unter Druck. Doch viele sind dieser Belastung nicht gewachsen. Sie haben in ihrem beruflichen als auch privatem Umfeld immer nur ein Aufwärts erlebt. Erfolge gab es fast täglich. Mit dem aufkommenden „Sturm“ während der seit 2020 folgenden Krise kommen sie nicht zurecht und scheitern täglich. Als „Leichtmatrosen“ haben sie trotz Führungsverantwortung keine Resilienz aufbauen können.

Resilienz ist für Unternehmen immer wichtiger

Doch für die Bewältigung der aktuellen und vielschichtigen Herausforderungen mit den tiefgreifende Veränderungen von Geschäftsmodellen, Technologien und den sich daraus ergebenden veränderten Arbeitsabläufe haben sich die Erwartungen von Kunden und Mitarbeitenden gewandelt. Für Führungskräfte bedeute das, Entscheidungen unter Unsicherheit treffen zu müssen, die sie nicht gewohnt sind. Doch das ist die unerfahrene, aber neue Realität. Daraus ergibt sich eine neue. ,unbekannte mentale Haltung. Diese besteht aus einer Kombination aus Annehmen, Offenheit und einem trainierten Blick für Chancen. Äußere Sicherheit werde zunehmend begrenzt. Entscheidend sei deshalb die Fähigkeit, Vertrauen in die eigene Reaktion auf Veränderungen zu entwickeln. Genau an dieser Stelle entsteht Resilienz. Sie ist wie beispielsweise ein Muskel trainierbar. Je öfter wir bewusst durch Veränderungen gehen, desto mehr Vertrauen gewinnen wir in die eigenen Fähigkeit, uns anzupassen. Das betrifft aber nicht nur einzelne Unternehmer, sondern passt zur aktuellen Situation der Fitnessbranche. Ob Digitalisierung, KI-gestützte Prozesse, neue Gesundheitsmärkte oder veränderte Kundenerwartungen: Viele Unternehmen stehen vor der Aufgabe, Bewährtes weiterzuentwickeln, ohne ihre Identität zu verlieren.

Aus der Krise in neue Chancen

Wir waren in der Vergangenheit erfolgsverwöhnt. Einen Umgang mit mit Rückschlägen haben wir nicht gelernt. Denn jeder weiß, dass Krisen ein schlechtes Image haben. Also haben wir darüber weder gesprochen, noch uns damit auseinandergesetzt. Dabei sind sie oft genau der Moment, in dem echte Entwicklung beginnen kann. Alte Sicherheiten würden wegbrechen, gleichzeitig entstehe jedoch Raum für Neues. Hierbei hilft es nicht, vor der Krise wegzulaufen. Denn wenn wir zurückkommen, ist die Krise immer noch da; meist dramatischer als vorher. So ist es wichtig, sich rechtzeitig damit auseinanderzusetzen. Doch wenn den „Leichtmatrosen“ die Kompetenz fehlt, ist Unterstützung anzufordern. Wer sich bisher nicht mit Digitalisierung, Daten und der potentiellen Vielfältigkeit befasst, muss nun schnell dazu lernen. Erfolg wird nur dann eintreten, wo Menschen mentale Stärke, Lernbereitschaft und Führungsqualität mitbringen und beweisen. Denn Veränderungen lassen sich nicht aufhalten. Druck lässt sich nicht vermeiden. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen. Technologie verändert Märkte. Menschen entscheiden, was daraus wird.